Ob zur Mittagspause, auf dem Heimweg oder per Lieferservice – Essen zum Mitnehmen erfreut sich wachsender Beliebtheit. Bereitgestellt werden die Speisen in der Regel in Einweg-Behältern aus Aluminium, Pappe oder Kunststoff. 120.000 Tonnen Wegwerfverpackungen werden pro Jahr in Deutschland verkauft. Das entspricht einem Verbrauch von gut 520.000 Einwegessensboxen pro Stunde, die nach kurzer Nutzung zu Abfall werden. Sie verstopfen öffentliche Abfallbehälter und landen häufig in der Umwelt.

Die Alternative zu dieser Ressourcenverschwendung durch Einweg-Verpackungen heißt Mehrweg. Die Nutzung wiederverwendbarer Schalen und Boxen sorgt dafür, dass weniger Verpackungen verbraucht und Abfälle vermieden werden. Das geht mit der Befüllung mitgebrachter Behälter genauso gut, wie mit der Nutzung mit Mehrwegschalen mit Pfand, wie es sie in immer mehr deutschen Städten gibt. Mehrwegbehälter können viele Male wiederverwendet werden und weisen schon nach wenigen Nutzungen eine bessere Umweltbilanz auf als Einwegverpackungen. Umweltbewusst Speisen zum Mitnehmen genießen – das geht nur in Mehrweg!

Was wir wollen: Mehr Essen in Mehrweg

Die Deutsche Umwelthilfe hat das Projekt „Mehrweg to go – Speisen abfallfrei genießen“ gestartet, um über die Umweltauswirkungen von Einweg-Takeaway-Verpackungen aufzuklären und deren Verbrauch zu reduzieren. Gleichzeitig sollen Mehrwegalternativen gefördert werden. Zu diesem Zweck formuliert die DUH im Austausch mit allen betroffenen Akteuren Handlungsempfehlungen für die Politik, den Handel sowie für Verbraucher*innen. Wissen und Bewusstsein über Nutzung und Umweltauswirkungen von Einweg-Takeaway-Verpackungen sollen durch eine breit angelegte öffentliche Diskussion gesteigert und mögliche Alternativen aufgezeigt werden.

Mit dem Projekt „Mehrweg to go – Speisen abfallfrei genießen“ sollen auch Gastronomen dazu angeregt werden, mitgebrachte Mehrwegschalen zu befüllen und sich an Pfandsystemen zu beteiligen

Das Projekt „Mehrweg to go – Speisen abfallfrei genießen“ wird von der Stiftung Naturschutz Berlin aus Mitteln des Förderfonds Trenntstadt Berlin gefördert

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