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Papiertüte? Nein, danke.

Mittwoch, 24.04.2019

Die Papiertüte erlebt ein Comeback. Auf Basis von Branchendaten schätzt die DUH, dass 25 Prozent der Plastiktütennutzer Deutschlands mittlerweile in Papier eintüten – leider entlastet das die Umwelt nicht wirklich.

© DUH

Im Gegensatz zu Plastik- sind Papiertüten biologisch abbaubar. Ein klarer Vorteil, wenn sie unsachgemäß in der Umwelt entsorgt werden. Papiertüten verbrauchen jedoch in der Produktion besonders viel Wasser, Energie und Chemikalien. Nur wenige Tüten bestehen aus Recyclingmaterial, denn für robuste Varianten sind besonders lange Papier-Frischfasern unverzichtbar. Meist stammen sie aus dem Holz langsam wachsender Nadelhölzer. Noch dazu müssen Tüten aus Papier dickwandiger sein, um eine ähnliche Reißfestigkeit zu erreichen wie solche aus Plastik. Am Ende bleibt die Papiertüte ein Einweg-Produkt: Sie reißt leicht beim Transport auf dem Fahrrad-Gepäckträger, bei Regen oder durch das Kondenswasser tiefgefrorener Lebensmittel.

Mehrweg-Tragetasche bleibt erste Wahl

Wer Ressourcen schonen will, sollte robuste Einkaufstaschen aus Baumwolle, Jute oder Kunststoff verwenden. Auch Rucksack, Korb, Klappkiste oder Fahrradtasche zählen zu den umweltschonenden, weil mehrfach verwendbaren Alternativen. Nehmen Sie für spontane Einkäufe faltbare Polyesterbeutel mit – sie passen in jede Jackentasche. Zum Eintüten von Obst und Gemüse werden in Deutschland jedes Jahr drei Milliarden Beutelchen aus Kunststoff verbraucht. Verwenden Sie stattdessen Mehrweg-Netze. Einige Supermarktketten haben deren Gewicht bereits in das Kassensystem integriert und ziehen es beim Wiegen von Äpfeln, Karotten und Co. automatisch ab.

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