Biologische Vielfalt im Garten: Unsere Tipps!

Säen und Ernten, Kompostieren und Bewässern – jeder Handgriff in einem Garten hängt mit der Biologischen Vielfalt und der Erderwärmung zusammen. Mit unseren Tipps machen Sie ihren Garten zum Klimaretter!

Mittwoch, 15.03.2017
© Doris Oberfrank/Fotolia

Das Gärtnern im öffentlichen Raum einer Stadt, das Urban Gardening, ist im Kommen: Es gibt wieder mehr Schulgärten und in Städten gründen sich Gartennetzwerke und Urban Gardening-Projekte. Wer in solch einem Garten aktiv ist, kommt schnell mit Fragen der nachhaltigen Entwicklung in Kontakt. In diesen Garten-Projekten geht es um aktive Teilhabe und ein faires Miteinander. Der gemeinwohlorientierte Garten soll einen Gegenpol zum kommerziellen Streben in der Gesellschaft bilden.

Mit Informationsangeboten und dem eigenen Tun wollen die urbanen Gärtner die Wertschätzung von Nahrungsmitteln stärken. Deren lokale oder globale Herkunft oder die Folgen von Lebensmittelverschwendung werden thematisiert. So dienen die Gärten der Weiterverbreitung von Wissen. Das DUH-Projekt „Gärten für die Zukunft“ hat vier solche Gemeinschaftsgärten in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt initiiert und begleitet. Daraus sind viele wertvolle Tipps für Gartenbesitzer entstanden, die ihren Garten zum Ort für Biologische Vielfalt machen wollen.

Unsere Tipps für Klimaretter-Gärtner:

  • Wählen Sie an den Boden und Trockenheit angepasste Gemüse- und Obstsorten. Auch sparsame Bewässerungsmethoden sind hilfreich. Wassergefüllte und im Beet eingegrabene PET-Flaschen, in deren Deckel man kleine Löcher bohrt, bieten den Pflanzen einen Vorrat, aus dem sie sich selbst bedienen können.
  • Das Mulchen mit organischen Materialien wie Rasenschnitt, Brennnesseln oder Laub vom Vorjahr hat mehrfachen Nutzen. Es fördert einerseits die Bodenlebewesen, andererseits beschattet es den Boden und verbessert seine Fähigkeit, Wasser zu speichern.
  • Verwenden Sie keinen Torf, denn für seine Gewinnung werden Moore unwiederbringlich zerstört. Moore sind nicht nur einzigartige Lebensräume für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten, sondern auch CO2-senken. Alternativen für Torf sind Kompost, Kokosfaser, Holzfaser und Rindenhumus.
  • Nutzen Sie Mischkulturen zum Schutz vor Pflanzenkrankheiten und -schädlingen: Günstige Nachbarn sind zum Beispiel Knoblauch und Erdbeere sowie Salat und Möhre. Achten Sie auf einen Fruchtwechsel im nächsten Gartenjahr.
  • Legen Sie einen Kompost an und achten Sie dabei auf optimale Bedingungen für die Würmer, Asseln und Mikroorganismen, die darin leben. Sie brauchen gleichmäßige Feuchtigkeit, gute Belüftung, abwechslungsreiche Kost und ausgewogene Temperaturen. In den Kompost-Kreislauf gelangen Garten- und Küchenabfälle; am Ende liefert der reife Kompost Humus und Dünger für Beete, Baumscheiben oder Rasenflächen.
  • Bauen Sie alte Obst- und Gemüsesorten an. So tragen Sie dazu bei, deren Genpool zu erhalten. Auch bei Gehölzen, Stauden und Kräutern gibt es solche alten Sorten, die oft robuster gegenüber Trockenheit und Schädlingen sind. Sie finden sie zum Beispiel auch auf Pflanzen-Tauschbörsen.

Gärten können übrigens auch ein wunderbarer Anflugsort für Wild- und Honigbienen sein. Wildbienen und andere Bestäuber sind nach wie vor stark gefährdet. Retten Sie mit uns Wildbienen und das Klima!

Alle Tipps für Ihren Garten finden Sie auch in unserem Handbuch Gärten für die Zukunft:

Handbuch Gärten für die Zukunft

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