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Pressemitteilung

Vorbildliches Projekt der Artenvielfalt: DUH zeichnet die „blühenden Straßenränder auf Terrassensand“ als Projekt des Monats aus

Radolfzell/Bamberg, Donnerstag, 10.01.2008

Hervorragendes Grünflächenmanagement der Stadt Bamberg – Vorbild für die Verbindung von Wirtschaftlichkeit, Ökologie und Artenschutz in der Stadt

Die Initiative „Grün in der Stadt“ der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) hat die Stadt Bamberg als „Projekt des Monats“ ausgezeichnet. Bürgermeister Werner Hipelius wurde heute im Bamberger Rathaus die Urkunde für das vorbildliche ökologische Grünflächenmanagement in Bamberg übergeben. „Das langjährige Projekt ‘Straßenränder auf Terrassensand‘ der Stadt Bamberg  fördert die heimische Artenvielfalt sehr effektiv“, sagte Robert Spreter, Leiter Kommunaler Umweltschutz der Deutschen Umwelthilfe, bei der Preisübergabe. „Wo einst artenarme Rasenbankette die Straßen säumten, ergießt sich heute ein Blütenmeer aus Klatschmohn, Wiesensalbei, Wilder Möhre und weiteren, zum Teil sehr seltenen Arten“, lobte Spreter und hob auch hervor: „Doch nicht nur die Artenvielfalt profitiert vom neuen Pflegekonzept, es wird auch viel Arbeit und Energie eingespart.“ Ökologie und Ökonomie gehen in Bamberg Hand in Hand.

Die eintönigen Rasenbankette auf dem Berliner Ring und an anderen Verkehrsachsen Bambergs gehören der Vergangenheit an. Entlang von sechs Kilometern Straße, Rad- und Fußweg betreibt die Stadt Bamberg seit 1999 auf einer Gesamtfläche von 10 Hektar ökologisches Grünflächenmanagement. Mit großem Erfolg für den Artenschutz, denn mittlerweile blühen dort über 400 standortgerechte Pflanzenarten, darunter auch seltene und bedrohte Arten wie das Alpen-Leinblatt (Thesium alpinum), die Violette Königskerze (Verbascum phoeniceum) und die Ranken-Platterbse (Lathyrus aphaca). Zum Vergleich: Auf einem normalen Rasenbankett gedeihen üblicherweise nicht mehr als zehn Arten. Die Artenvielfalt ist dem trocken-sandigen Standort zu verdanken, und ist außerdem das Ergebnis eines langjährigen und durchdachten Pflegekonzepts: Gemäht wird nur noch ein- bis zweimal im Jahr, auf Dünger und Pestizide wird völlig verzichtet. So spart das Grünflächenmanagement der Stadt auch viel Arbeitsaufwand und Energie ein.

Initiiert wurde das Projekt durch die „Sand-Achse Franken“, deren Ziel es ist, die Sandlebensräume in einem Biotopverbund entlang der Regnitzachse zu erhalten und zu fördern. Die Stadt Bamberg führt das Projekt seither konsequent weiter und leistet Öffentlichkeitsarbeit. Führungen am Straßenrand, Vorträge, Publikationen und regelmäßige Pressemitteilungen erläutern den Bürgern den Nutzen der naturnahen Grünflächenpflege. Dies ist auch nötig, denn für viele sind die wilden Blumen immer noch ein Zeichen von Vernachlässigung. Die überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger schätzt die Wiesen jedoch, und so mancher nutzt die neue Möglichkeit, sich einen Blumenstrauß mitten in der Stadt zu pflücken.

Für Bambergs Bürgermeister Werner Hipelius ist die Auszeichnung eine verdiente Anerkennung für das kontinuierliche Festhalten am neuen Pflegekonzept. „Wir freuen uns über die Würdigung unseres deutschlandweit einmaligen Projekts und hoffen, dass es zahlreiche Nachahmer findet.“

Fotos zum Projekt finden Sie im Internet unter http://www.duh.de/1761.html.

„Grün in der Stadt“ ist ein Projekt der Deutschen Umwelthilfe e.V., das vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert wird. Kooperationspartner sind der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), das COmpetence NeTwork URban ECology (CONTUREC), der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) und der Deutsche Städtetag (DST). Die DUH wird 2008 jeden Monat ein Projekt auszeichnen, das ökologisches Grünflächenmanagement auf beispielhafte Weise verwirklicht. Bewerbungen sollten spätestens bis Mitte des Jahres 2008 bei der DUH eingereicht werden. Weitere Informationen gibt es unter www.stadt-gruen.de

Für Rückfragen:

Robert Spreter
Deutsche Umwelthilfe e.V., Kommunaler Umweltschutz, Fritz-Reichle-Ring 4, 78315 Radolfzell
Mobil: 0151 55016959, Tel.: 07732 9995 -30, Fax: 07732 99 95 -77, E-Mail: spreter@duh.de

Dr. Jürgen Gerdes
Amt für Umwelt-, Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Bamberg, Maximiliansplatz 3
96047 Bamberg. Tel.: 0951 87 -1728, Fax: 0951 87-1955, E-Mail: jgerdes@stadt.bamberg.de

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