pageBG

Pressemitteilung

PROGNOS-Gutachten unterschlägt positive Effekte für den Arbeitsmarkt und bagatellisiert die ökologischen Erfolge des Dosenpfands

Mittwoch, 10.09.2003

Prognos zitiert falsch aus Arbeitsplatzbefragung der Mehrweg-Allianz

Den Vorwurf des Tendenzgutachtens erheben die in der „Allianz pro Mehrweg“ zusammengeschlossenen Berufsverbände der mittelständischen Privatbrauereien, des Getränkefacheinzelhandels sowie Getränkefachgroßhandels sowie die Deutsche Umwelthilfe e. V. gegenüber der gerade fertiggestellten PROGNOS-Studie über die ökonomischen und ökologischen Folgen des Dosenpfandes. „Prognos stützt seine Aussagen im Wesentlichen auf eine wirklichkeitsfremde Computersimulation und verzichtete auf die Durchführung repräsentativer Marktbefragungen“, so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e V. (DUH). Außerdem sei das von Prognos gewählte „Input-Output-Modell“ wegen der Besonderheit des Pfandsystems ungeeignet, die Wirklichkeit abzubilden. „Konsequenterweise hat Prognos daher auch verzichtet, seine Computersimulation mit der Praxis abzugleichen“, so Resch.

Hinzu kommen schwere handwerkliche Fehler: Eine Befragung von 95 Betrieben zur tatsächlichen Entwicklung von Umsatz und Arbeitsplätzen seit Einführung des Pfandes wurde Prognos seitens der Mehrweg-Allianz zur Verfügung gestellt. Allein bei dieser Stichprobe sind nachweislich 1.451 Arbeitsplätze neu geschaffen worden. Tatsächlich zitiert Prognos diese Befragung in seiner Studie verfälscht mit angeblich nur 276 neue Arbeitsplätze im Getränkefachgroßhandel und 170 im Getränkeeinzelhandel. Zudem verschweigt Prognos die Hochrechnung der Mehrwegallianz auf alle deutschen Brauereien, Mineralbrunnen sowie Betriebe des Getränkefachgroß- und Getränkeeinzelhandels, die ein Plus von ca. 14.400 Arbeitsplätzen in der Gesamtbranche ausweist.

Ebenfalls keine Berücksichtigung fanden die massiven Arbeitsmarkteffekte im Einzelhandel im Zusammenhang mit der händischen Leergutrücknahme und Pfandauszahlung. Obwohl sich der Arbeitsaufwand ziemlich exakt beziffern lässt, verschweigt Prognos die hiermit verbundenen positiven Beschäftigungseffekte. Diese betragen ca. 9 Mio. Arbeitsstunden, was ca. 6.000 Ganztagsstellen entspricht.

Beispiellos ist schließlich, wie Prognos versucht, die ökologischen Effekte klein zu rechnen, indem diese z.B. in Relation zum gesamten Ausstoß von Klimagasen von 80 Mio. Haushalten, Verkehr, Industrie und sogar Methanausdünstungen von Landwirtschaft und Kläranlagen gesetzt wird. „Fakt ist: die Einsparung von 450.000 Tonnen CO2-Äquivalent ist ein überraschend groß ausgefallener Einzelbeitrag zum Klimaschutz. Verbunden mit der auch von Prognos nicht zu bestreitenden Verringerung der Landschaftsvermüllung und Stärkung des Mehrwegsystems fällt die ökologische Bewertung eindeutig positiv aus.“

Ansprechpartner für Rückfragen:

Jürgen Resch

Deutsche Umwelthilfe e.V., Fritz-Reichle-Ring 4 ,78315 Radolfzell

Tel.: 0 77 32 / 99 95-0, Fax: 0 77 32 / 99 95-77, Mobil: 01 71 / 3 64 91 70

E-Mail: info@duh.de

Teilen auf:

Privatsphäre Einstellungen

Diese Website verwendet Cookies, um die Kernfunktionalität zu ermöglichen und den Inhalt zu personalisieren und die Besuche auf der Website zu analysieren. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzerklärung.

Erforderliche Cookies

Externe Inlineframes

Statistik und Analyse-Cookies

Privatsphäre Einstellungen

Wir setzen Cookies ein, um die Kernfunktionen zu ermöglichen, die Webseitennutzung zu erleichtern und zu analysieren und unsere Themen auf Ihre Interessen abzustimmen.Sie entscheiden, ob Sie über den Button „Alle akzeptieren“ alle Cookies zulassen oder über den Button „Alle ablehnen“ auf die erforderlichen Cookies beschränken. Individuelle Einstellungen können Sie über den Button „Einstellungen“ vornehmen. Dort finden Sie auch weitere Informationen zum Umfang der Datenverarbeitung.Sofern Sie den Button „Alle akzeptieren“ anklicken, stimmen Sie dem Einsatz der über den Button „Einstellungen“ dargestellten Umfang der Cookie-Nutzung zu. Ihre Entscheidung können Sie jederzeit über „Persönliche Einstellungen“ im Fußbereich der Website ändern.Sofern Sie Cookies zu Statistik-/ Marketingzwecken oder externen Inlineframes akzeptieren willigen Sie ein, dass Ihre Daten durch Dienste wie YouTube, Google Analytics, TikTok in den USA verarbeitet werden. Aus Sicht des Europäischen Gerichtshofs besitzt die USA nach EU-Standards ein unzureichendes Datenschutzniveau. Insbesondere besteht die Gefahr, dass Ihre Daten durch US-Behörden zu Zwecken der Überwachung ohne jegliche Rechtsbehelfsmöglichkeiten verarbeitet werden können. Sie können diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem Sie das Setzen von über „Persönliche Einstellungen“ im Fußbereich der Website ändern auf „Erforderliche Cookies“ beschränken..