Pressemitteilung
Potsdam will Einweg-Verpackungssteuer: Deutsche Umwelthilfe sieht starkes Signal für weniger Einweg-Müll in Brandenburg
Berlin, 5.3.2026: Die Potsdamer Stadtverordnetenversammlung plant, zum 1. Juli 2026 eine Steuer auf Einweg-Takeaway-Verpackungen einzuführen. Nach Tübingen, Konstanz und Freiburg wäre Potsdam die vierte Stadt in Deutschland mit einer solchen Steuer. Die entsprechende Satzung wurde gestern Abend zur abschließenden Beratung in die Ausschüsse verwiesen und soll voraussichtlich am 6. Mai endgültig beschlossen werden. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) bewertet den Schritt der Stadt als wichtiges Signal an alle Brandenburger Städte, ebenfalls eine Verpackungssteuer einzuführen und damit Einweg-Müll wirksam zu reduzieren.
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH:
„Potsdam gibt jedes Jahr rund 950.000 Euro allein für die Bereitstellung und Leerung öffentlicher Abfallbehälter aus – ein Großteil des Mülls besteht aus Einweg-Verpackungen. Die Kosten tragen alle Bürgerinnen und Bürger, unabhängig davon, ob sie Einweg-Verpackungen nutzen oder nicht. Wir begrüßen ausdrücklich, dass Potsdam mit der Einweg-Verpackungssteuer eine wirksame Maßnahme für weniger Müll und eine faire Verteilung der Kosten auf den Weg bringen will. In unserer Umfrage haben Bernau, Brandenburg an der Havel, Falkensee, Frankfurt (Oder), Fürstenwalde, Hennigsdorf, Neuruppin und Straußberg Interesse an der Einführung von Verpackungssteuern signalisiert. Wir fordern diese Städte auf, dem Beispiel Potsdam zu folgen. Die Landeshauptstadt treibt mit beeindruckender Geschwindigkeit das Vorhaben der Verpackungssteuer voran – jetzt sollten weitere Kommunen nachziehen.“
Kontakt:
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin
0170 7686923, metz@duh.de
Link:
Übersicht der interessierten Städte sowie Positionspapier, Hintergrundpapier und FAQ zu kommunalen Verpackungssteuern hier.
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse@duh.de