Pressemitteilung
Niedrigwasser: Deutsche Umwelthilfe fordert gesetzliche Stärkung der Natürlichen Infrastruktur und mehr Investitionen in Gewässerrenaturierung
Berlin, 11.8.2026: Angesichts des dramatischen Niedrigwassers in Deutschland fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) den schnellstmöglichen Beschluss des lange versprochenen Gesetzes für Natürliche Infrastruktur. Die Bundesregierung müsse zudem mehr in die konsequente Gewässerrenaturierung investieren.
Dazu Sabrina Schulz, Stellvertretende Leiterin des Bereichs Naturschutz und Biologische Vielfalt bei der DUH:
„Durch die Klimakrise erleben wir immer häufiger apokalyptische Zustände: Brennende Wälder und versiegende Flüsse treiben gerade zahlreiche bedrohte Tiere in die Flucht oder in den Tod. Doch die Bundesregierung reagiert erst, wenn Warentransporte unterbrochen werden, und spricht mit Wirtschaftsvertretern statt mit Umweltverbänden. Die Schlussfolgerung darf jetzt nicht sein, Flüsse noch weiter zu vertiefen. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes muss endlich ihrer Pflicht nachkommen und die europäischen Vorgaben für die Gewässerrenaturierung umsetzen. Nebenrinnen, kurvige Gewässerläufe, schattige Ufer und feuchte Auwiesen mit Weidetieren statt künstlich entwässerter Äcker helfen, Wasser zu speichern, Niedrigwasser zu mildern und unser Grundwasser zu schützen. Doch das reicht noch nicht aus: Die Bundesregierung muss endlich das lang versprochene Gesetz für die Stärkung der Natürlichen Infrastruktur beschließen, um Menschen und Tiere besser vor den verheerenden Folgen der Klimakrise zu schützen.“
Kontakt:
Sabrina Schulz, Stellvertretende Bereichsleiterin Naturschutz und Biologische Vielfalt
0151 10645056, schulz@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse@duh.de