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Pressemitteilung

Lokales Solarstrom-Engagement treibt die Energiewende

Radolfzell/Bonn, Dienstag, 27.11.2012 Dateien: 1

Club der 25-Prozent-Solarstromkommunen wächst – Strom von der Sonne wird zu einer Säule der post-atomaren Energieversorgung – In den ersten neun Monaten 2012 stammten schon mehr als sechs Prozent unseres Strom aus Photovoltaik – SolarLokal Umfrage unter Kommunen

Etwa jede vierte Kilowattstunde Strom in Deutschland wird in privaten Haushalten verbraucht. Und etwa jede vierte Kilowattstunde des nationalen Strombedarfs soll in Zukunft von der Sonne erzeugt werden. Darauf hat SolarLokal, die 2003 gestartete gemeinsame Initiative der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) und des Bonner Photovoltaik-Unternehmens SolarWorld AG hingewiesen.

Eine von der Initiative zum zweiten Mal durchgeführte Umfrage unter Kommunen im Rahmen der Kampagne „25% Solarstromkommune – Wir machen unseren privaten Strom selbst“ ergab jetzt, dass immer mehr kleine Gemeinden auf ihren Dächern schon weit mehr als die 25 Prozent des Strombedarfs produzieren, den ihre Bürgerinnen und Bürger selbst verbrauchen. Kommunen und private Kleininvestoren werden so zum dezentralen Treiber eines ungeahnten Aufschwungs von Strom aus Sonnenenergie, der in den ersten neun Monaten dieses Jahres schon mehr als sechs Prozent zum gesamten nationalen Strombedarf beitrug.

Erneuter Spitzenreiter der Umfrage ist die Gemeinde Loiching in Niederbayern. Der Ort mit seinen 3.500 Einwohnern und einem Stromverbrauch von 12 Mio. kWh erzeugte selbst fast 13 Mio. kWh solarelektrisch und wird daher mit einem Anteil am Gesamtstromverbrauch von 107,5 Prozent per Saldo zum „Solarstromexporteur“.

Alheim in Hessen kommt auf einen Solarstromanteil von 66,6 Prozent. In der 5.300-Einwohner-Kommune werden also zwei Drittel des innerhalb der Stadtgrenzen benötigten Stroms mit Hilfe von Solarmodulen produziert. In Ascha (Bayern) leben rund 1.500 Menschen; sie verbrauchten im letzten Jahr 4,15 Mio. kWh Strom, gleichzeitig produzierten sie schon 2,84 Mio. kWh Solarstrom. Damit kommen sie auf einen Solarstrom-Anteil an ihrem Gesamtstromverbrauch von fast 70 Prozent.

Aber auch größere Städte, wie zum Beispiel Kaiserlautern mit knapp 100.000 Einwohnern, legen ein überdurchschnittliches Tempo beim Ausbau ihrer Solarstromkapazitäten vor. Gegenüber 2010 (Solarstromproduktion 6 Mio. kWh) wurde die installierte PV-Leistung in nur einem Jahr nahezu verdoppelt und mit ihr die Stromproduktion (auf über 12 Mio. kWh). Aachen (260.454 Einwohner) steigerte sich von 3 Mio. kWh (2010) binnen eines Jahres sogar auf über 13 Mio. kWh.

Beide Großstädte kommen damit auf über ein Prozent Solarstromanteil.

Die Umfrage-Ergebnisse zeigen, dass die Photovoltaik in Deutschland nicht nur in den Kommunen, sondern insgesamt immer mehr zu einem wichtigen Baustein der Stromversorgung wird. An sehr sonnigen Tagen deckt PV-Strom mittlerweile schon bis zu 50 Prozent des Strombedarfs und damit einen Großteil der Tagesspitze. Mit sinkenden Modulpreisen und innovativen Produkten zur Speicherung von solar erzeugtem Strom wird die PV schneller und kostengünstiger als bisher angenommen seinen Anteil von etwa 25 Prozent an der Stromversorgung erreichen.

Ansprechpartner:

Deutsche Umwelthilfe e.V.
Jörg Dürr-Pucher
Generalbevollmächtigter
Fritz-Reichle-Ring 6, 78315 Radolfzell
Tel. 07732 939-1140;
Email: Duerr-pucher@Clean-Energy.biz

Solar Lokal Büro Bonn
Peter Finger
Infotelefon: 01803 2000- 3000
(9 Cent/min aus dem dt. Festnetz; max. 42 Cent/min aus dem Mobilfunknetz)
Email: sonnigezukunft@solarlokal.de

Solar Lokal Büro Wendlingen
Markus Knödler
Tel. 07024 967- 0635
Email: markus.knoedler@buero-am-fluss.de

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