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Pressemitteilung

Klaus Töpfer fordert Beibehaltung des Dosenpfands und "Glaubwürdigkeit staatlicher Umweltpolitik"

Freitag, 30.08.2002

Heftigen Widerspruch erntet der

Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber zur geplanten Abschaffung des

Dosenpfandes von Klaus Töpfer (CDU), dem international bekanntesten

deutschen Umweltpolitiker: Der frühere Bundesumweltminister, Vater

der Verpackungsverordnung von 1991, steht klar zum Dosenpfand. Vom

Umweltgipfel in Südafrika aus widerspricht der heutige Direktor des

UN-Umweltprogramms dem Unions-Kanzlerkandidaten. Gegenüber der

Deutschen Umwelthilfe erklärte Töpfer in Johannesburg: "Wir können

nicht die Pfandpflicht als Knüppel im Sack haben, und wenn es ernst

wird, einfach sagen: Vergiss es. Eine Aufhebung des Dosenpfandes

hätte eine negative Signalwirkung und würde die Glaubwürdigkeit

staatlicher Umweltpolitik über die Pfandfrage hinaus unterminieren.

Dies war meine Meinung im Sommer 2001 und dazu stehe ich auch heute

noch."

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e.

V., verwies auf die breite Zustimmung der Bevölkerung zum Dosenpfand:

"Es grenzt an Volksverdummung, wenn Stoiber den Kotau vor der

Dosenlobby auch noch als Einsatz für die Umwelt vernebelt. Wer

Stoiber wählt, wählt nicht nur Staustufen an der Donau sondern auch

die Büchsenflut." Die Deutsche Umwelthilfe wies darauf hin, dass

bereits heute jedes Jahr zwei bis drei Milliarden Getränkedosen und

Einwegflaschen nicht ordnungsgemäß entsorgt werden und u. a. in den

Vorgärten, Parks und am Straßenrand landen. 76 Prozent der Bürger

befürworten daher das Dosenpfand.

Ansprechpartner für Rückfragen:

Jürgen Resch

Deutsche Umwelthilfe e.V., Fritz-Reichle-Ring 4 ,78315 Radolfzell

Tel.: 0 77 32 / 99 95-0, Fax: 0 77 32 / 99 95-77, Mobil: 01 71 / 3 64 91 70

E-Mail: info@duh.de

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