pageBG

Pressemitteilung

im neuen zeo2: Klimapolitik im Koma – ist das 2-Grad-Ziel nur noch ein Placebo?

Berlin, Mittwoch, 26.09.2012

Die Herbstausgabe 04/2012 Umweltmagazin zeo2 ab sofort am Kiosk und im Abo unter www.taz.de/zeitung/abo/zeozwei/

Titelgeschichte des Umweltmagazins analysiert den taktischen Umgang mit dem 2-Grad-Ziel der Weltklimapolitik – Umweltminister Altmaier bereitet für Ende 2013 die FDP-freie Bundesregierung vor – Windenergiepionier Johannes Lackmann will Strom aus Windrotoren billiger machen – Auch auf Kuba gab es nach Tschernobyl ein Mädchendefizit – Abschied vom Schrumpelgemüse: Die Biokiste im Internet mit neuem Schwung

Berlin, 26. September 2012: Am heutigen Mittwoch ist im taz-Verlag die Herbstausgabe des Umweltmagazins zeo2 erschienen. Die Titelstrecke des weiter von der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) herausgegebenen Magazins geht der Frage nach, warum immer weniger Experten an das 2-Grad-Ziel der Weltklimapolitik glauben, aber fast niemand es in Frage stellt.

„Sich endlich ehrlich machen, sich eingestehen, wo wir wirklich stehen, das ist Voraussetzung, um Erfolg zu haben“, fordert der Klimaexperte der Berliner „Stiftung Wissenschaft und Politik“, Oliver Geden. Während sich weltweit unzählige Initiativen gegen den Klimawandel engagieren, stieg der Ausstoß des Klimakillers Kohlendioxid zuletzt immer schneller an. Auch 2011 erreichten die Emissionen ein neues Allzeithoch. Mehr und mehr wird damit die 2-Grad-Leitplanke der Klimapolitik „zum Placebo“, an das laut Geden „selbst die NGOs nicht mehr ernsthaft glauben“. Und Umweltminister Peter Altmaier assistiert, die Weltklimapolitik liege im Koma. Menschheit und Erde steuern eher auf vier bis sechs Grad Erwärmung zu als auf zwei. Haben wir bei den Weltklimagipfeln in Kopenhagen, Cancun und Durban die letzte Ausfahrt zur Klimarettung verpasst? Scheitert das Menschheitsprojekt Klimaschutz oder geschieht doch noch ein Wunder? Analysen, Kommentare, Statements zur „Größten Herausforderung der Menschheit“ (Bundeskanzlerin Angela Merkel), die gegenwärtig hinter Euro- und Wirtschaftskrise verschwindet. Doch das Fieberthermometer steigt.


Und „Zwischendurchminister Peter Altmaier“? Der bereitet für die Kanzlerin eine FDP-freie Bundesregierung für die Zeit nach 2013 vor, wie das Porträt in zeo2 offenbart. Altmaier kommt an, weil er wechselnden Gesprächspartnern selbst das, was sie nicht hören wollen, so sagt, dass sie es nicht als Zumutung empfinden. Doch auch barock-gemütlich kann scheitern, ohne Spuren zu hinterlassen.


Zur Abwechslung nach dem PV-Kostenkrieg: Auch Windstrom muss billiger werden, meint Windenergie-Pionier Johannes Lackmann. In seinem Standpunkt moniert der frühere Präsident des Bundesverbands Erneuerbare Energien eine Überförderung der guten Standorte der Windenergie an Land, verlangt eine Absenkung der Vergütung und im Gegenzug eine Anhebung in windschwächeren Regionen. Offshore-Wind sollte nur in Form „weniger Projekte als Entwicklungslabor für das Ausloten möglicher Kostensenkungen weitergeführt werden“ – an die Lackmann allerdings nicht glaubt.


Mädchendefizit in Kuba: Auf der Karibikinsel wurden nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl auffallend weniger Mädchen als Jungen geboren. Denselben Effekt, der durch radioaktive Strahlung ausgelöst werden kann, hatten Wissenschaftler seit 1987 auch in Ost- und Mitteleuropa und rund um Gorleben entdeckt (siehe zeo2 02/2012) Aber wie kam die Strahlung in die Karibik? Die Antwort der Wissenschaftlergruppe um Hagen Scherb und Kristina Voigt vom Helmholtz-Zentrum München: Offenbar wurden radioaktiv belastete Nahrungsmittel von Russland nach Kuba exportiert. Denn das Land war stark auf Lebensmitteleinfuhren der Bruderländer angewiesen. Die rätselhaften, aber hoch signifikanten Befunde der Geburtenstatistik Kubas waren jetzt vom Hygiene-Institut Havanna veröffentlicht worden.


Biokiste 2.0: Das Internet bläst bei der guten alten Gemüsekiste vom Bauernhof den Staub von den Brettern. Die Biokiste 2012 ist variabel, voller Überraschungen und bequem. zeo2 gibt einen Überblick über die größten Lieferanten.


Bioboom in Saudi-Arabien: Der Wüstenstaat versucht mit einer Offensive für die ökologische Landwirtschaft seiner Wasserkrise zu begegnen. Auch die Herrscherfamilie der Sauds will ihre Güter umstellen. Bis 2017 soll Bio auf fünf Prozent gepuscht werden. zeo2-Reporter Frank Odenthal besuchte einen saudischen Öko-Pionier und staunte über die eklatanten Widersprüche im Land des größten Erdöl-Exporteurs. Dort gibt es inzwischen zwar 30 Bio-Supermärkte, aber weder Fußgänger noch Fahrrad-Fahrer.


Papageien-Exporte für Kamerun: Der westafrikanische Staat darf künftig wieder jährlich einige tausend Graupapageien ausführen. Tierschützer sind entsetzt und befürchten einen weiteren Rückgang der Populationen des hoch intelligenten Schwarmvogels. Doch ein neues Gutachten sieht die Exporte als Beitrag zur Armutsbekämpfung und hält eine begrenzte Ausfuhrquote für vertretbar.


Perfekter Auto-Ersatz: Wir testen ein Elektro-Lastenrad und sind begeistert – sämtliche Transporte in der Stadt hat das Gefährt spielend erledigt. Und der Wagen blieb die ganze Test-Woche in der Parklücke.


Dazu wieder exklusive Nachrichten und Interviews, Produktempfehlungen und Weintipps, Buchrezensionen und Internet-Tipps.

Für Rückfragen:

Marcus Franken
zeo2-Chefredaktion
E-Mail: franken@zeozwei.de , Tel. 030 3926133

Manfred Kriener
zeo2-Chefredaktion
E-Mail: kriener@zeozwei.de , Tel. 0175 5669661

Dr. Gerd Rosenkranz
Deutsche Umwelthilfe e.V.
Mobil: 0171 5660577, Tel. 030 24008670, E-Mail: rosenkranz@duh.de 

Teilen auf:

Privatsphäre Einstellungen

Diese Website verwendet Cookies, um die Kernfunktionalität zu ermöglichen und den Inhalt zu personalisieren und die Besuche auf der Website zu analysieren. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzerklärung.

Erforderliche Cookies

Externe Inlineframes

Statistik Cookies

Privatsphäre Einstellungen

Wir setzen Cookies ein, um die Kernfunktionen zu ermöglichen, die Webseitennutzung zu erleichtern und zu analysieren und unsere Themen auf Ihre Interessen abzustimmen. Sie entscheiden, welche Cookies Sie zulassen oder ablehnen. Klicken Sie hierzu auf den Button „Einstellungen“, um Ihre Einstellungen zu treffen und weitere Informationen zum Umfang der Datenverarbeitung zu erhalten. Sofern Sie den Button „Akzeptieren“ anklicken, stimmen Sie dem Einsatz der über den Button „Einstellungen“ dargestellten Umfang der Cookie-Nutzung zu. Ihre Entscheidung können Sie jederzeit in den Privatsphäre-Einstellungen (Fußbereich der Website) ändern.