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Pressemitteilung

Greenwashing beim LNG-Terminal Wilhelmshaven bestätigt: Deutsche Umwelthilfe fordert endgültige Absage des fossilen Projekts im EU-Vogelschutzgebiet

Montag, 02.11.2026 Dateien: 1

• Studie im Auftrag der DUH belegt: Angekündigter Import von synthetischem Methan über LNG-Terminal in Wilhelmshaven wäre unwirtschaftlich und ineffizient

• Greenwashing-Versuch: Vorhabenträger DGGEV rechtfertigt fossiles Terminal unter Vorwand der Umstellung auf grüne Gase

• DUH kritisiert klimaschädliches und rechtlich unsicheres Vorhaben und fordert Absage an das geplante LNG-Terminal im EU-Vogelschutzgebiet

Wilhelmshaven, 2.11.2026: Eine von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) in Auftrag gegebene Studie belegt die Unwirtschaftlichkeit und Ineffizienz des Imports von synthetischem Methan (SNG) über das im EU-Vogelschutzgebiet Voslapper Groden-Nord geplanten Flüssigerdgasterminal in Wilhelmshaven. Die Deutsche Grüngas Energieversorgungs GmbH (DGGEV) möchte nach eigener Ankündigung „spätestens 2044" statt Erdgas nur noch SNG importieren. Laut Studie ist SNG aus grünem Wasserstoff in Kombination mit einem geschlossenen CO2-Kreislauf jedoch höchst ineffizient und damit zu teuer. Weitaus realistischer ist daher der fossile Betrieb.

Die DUH kritisiert die Pläne der DGGEV als Greenwashing-Versuch, mit dem ein neues fossiles Importterminal gerechtfertigt werden soll und fordert die Stadt Wilhelmshaven auf, dem Vorhaben eine endgültige Absage zu erteilen. 

Sascha Müller-Kraenner
, Bundesgeschäftsführer der DUH: „In Wilhelmshaven wird unter dem Vorwand der Umstellung auf grüne Gase ein Projekt vorangetrieben, über das am Ende doch nur fossiles Flüssigerdgas importiert werden wird. Der weitere Ausbau von LNG-Terminals an der deutschen Küste muss sofort gestoppt werden. Wir fordern die Stadt Wilhelmshaven auf, die Pläne für die Bebauung des EU-Vogelschutzgebiets Voslapper Groden-Nord endgültig zu stoppen.“

Constantin Zerger
, Leiter Energie und Klimaschutz der DUH: „Grüne Gase werden ihren Platz in der Energiewende haben – überall dort, wo eine Elektrifizierung technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht darstellbar ist. Das Versprechen der DGGEV, in ferner Zukunft synthetisches Methan aus erneuerbaren Quellen zu importieren, offenbart sich bei genauerem Hinschauen jedoch nur als Cover-Story für ein fossiles Terminal. Mit dem Projekt in Wilhelmshaven wird nicht die Energiewende vorangebracht, sondern Deutschlands Abhängigkeit von fossilen Importen aus der Golfregion und von Donald Trump weiter ausgebaut.“

Link: 

Die Studie finden Sie hier am Ende der Seite.

Kontakt: 

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer 
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de

Constantin Zerger, Bereichsleitung Energie und Klimaschutz
0160 4334014, zerger@duh.de 

DUH-Newsroom:

030 2400867-20, presse@duh.de