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Pressemitteilung

Giftiger Bohrschlamm: Was unternehmen die Umweltminister Backhaus und Vogelsänger und Umweltministerin Scharf zur Sanierung von 345, 400 bzw. 170 Gruben in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Bayern?

Berlin, Montag, 11.04.2016 Dateien: 1

Offener Brief: Umweltorganisationen fordern Maßnahmen zur Sanierung von giftigen Altlasten der Öl- und Gasindustrie und ein Verbot von Fracking

© mitifoto / Fotolia
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In einem offenen Brief an die Umwelt- und Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Bayern sowie weiteren Bundesländern fordert ein breites Bündnis von Umweltorganisationen Aufklärung über Anzahl und Standorte von Bohrschlammgruben und die zur Sanierung geplanten Maßnahmen. Zudem verlangt das Bündnis Aufklärung über verfügbare Deponiekapazitäten. Nach Recherchen von NDR und WDR gibt es Hinweise, dass in Mecklenburg-Vorpommern möglicherweise an 345 Orten, in Brandenburg möglicherweise an 400 Orten und in Bayern möglicherweise an 170 Orten giftige Bohrschlämme von Öl- und Gasbohrungen ohne ausreichende Sicherheitsmaßnahmen deponiert wurden. Bundesweit soll es 1400 solcher Bohrschlammgruben geben.

In der Vergangenheit wurde Bohrschlamm direkt an den Bohrplätzen abgelagert, obwohl es sich um gefährlichen Sondermüll handelt. Bohrschlamm enthält nicht nur zum Teil krebserregende Öl-Rückstände, sondern oftmals auch giftige Schwermetalle, wie Quecksilber und Arsen sowie radioaktive Stoffe.

In Niedersachsen wird bereits an einer Lösung dieses Problems gearbeitet. Dort soll es nach Schätzungen des niedersächsischen Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) mindestens 500 Schlammgruben geben. Der Umfang der Altlasten ist erheblich: Nach Recherchen von NDR und WDR fielen bei der Sanierung von lediglich drei Gruben in Niedersachsen rund 720 000 Tonnen Giftmüll an. Dort gibt es nun ein Programm, das umfassende Untersuchungen der Verdachtsflächen vorsieht und eine Standortliste zugänglich macht. Hingegen ist unklar, welche Maßnahmen Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Bayern unternehmen, um Bohrschlammgruben zu erfassen und sanieren.

Die Autoren des Offenen Briefs befürchten eine Ausweitung der Öl- und Gasförderung – und damit auch der Mengen giftigen Bohrschlamms – falls im Bundestag das geplante Fracking-Gesetzespaket beschlossen würde. Gerald Neubauer von Campact: “Umweltminister Backhaus, Umweltminister Vogelsänger und Umweltministerin Scharf müssen sich jetzt energisch in Berlin für ein umfassendes Verbot von Fracking einsetzen. Sonst werden wir unseren Kindern und Enkeln immer größere giftige Altlasten hinterlassen.”

Unterzeichnet wurde der Offene Brief von Campact, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutscher Naturschutzring (DNR), Deutsche Umwelthilfe (DUH), Umweltinstitut München, BI Lebenswertes Korbach, Bürgerinitiative FrackingFreies Hamburg.

Den Offenen Brief finden Sie am Ende dieser Seite.

Quellenhinweis: Artikel auf tagesschau.de

Pressekontakte:

Campact: Gerald Neubauer | Campaigner
neubauer@campact.de | mobil 0179-7343557

BUND: Ann-Kathrin Schneider | Leiterin Internationale Klimapolitik
AnnKathrin.Schneider@bund.net | mobil 0151-24087297

Deutsche Umwelthilfe: Dr. Cornelia Nicklas | Leiterin Recht
nicklas@duh.de | Telefon: 030-240086718

Deutscher Naturschutzring: Daniel Hiß | Referent für Rohstoff- und Bergbaupolitik
daniel.hiss@dnr.de | mobil 01578-9203007

Umweltinstitut München: Franziska Buch | Referentin für Klima und Energie
fb@umweltinstitut.de | mobil 0157-34724899

DUH-Pressestelle

Daniel Hufeisen | Ann-Kathrin Marggraf | Laura Holzäpfel
030 2400867-20 | presse@duh.de

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