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Pressemitteilung

Ein Laufsteg für den Fischotter in Brandenburg

Freitag, 07.12.2018

Deutsche Umwelthilfe und Landschaftspflegeverein Mittelbrandenburg weihen Passierhilfe zum Unterqueren von Brücken ein – Fischotterberme schützt Tier vor dem Tod durch den Straßenverkehr

© Flussbüro Erfurt

Rangsdorf/ Groß Machnow/ Erfurt, 7.12.2018: Am Dienstag, den 11. Dezember 2018, geben die Naturschützer der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und des Landschaftspflegevereins (LPV) Mittelbrandenburg an der Bundesstraße 96 südlich von Groß Machnow in Brandenburg einen neuen, sicheren Weg für Fischotter frei. Unterhalb der Brücke über den Zülowkanal ist in den letzten Tagen ein neuer Otter-Laufsteg, eine sogenannte Berme, entstanden. Damit bekommt die Region einen weiteren wirksamen Baustein gegen den Todfeind des Fischotters, den Straßenverkehr. Uferstreifen oder Bermen können lebensrettend sein. Fehlen diese, wählt das Tier oft die Straße, um auf den Gewässerabschnitt jenseits der Brücke zu wechseln.

Die DUH engagiert sich bundesweit dafür, dass Fließgewässer ihrer Funktion als Lebensraumkorridore wieder gerecht werden können. Dafür müssen Wanderhindernisse für Tiere wie den gefährdeten Fischotter beseitigt und Flüsse naturnah entwickelt werden. So finden zahlreiche Tier- und Pflanzenarten auch außerhalb geschützter Feuchtgebiete eine Heimat und wandernde Tierarten können die Landschaft auf sicheren Pfaden abseits der Straßen durchqueren.

Vor Ort hat der LPV Mittelbrandenburg den Umbau der B96-Brücke gesteuert. Als regionaler Verein kennt er die Gegebenheiten und ist gut mit Behörden, Landnutzern und weiteren lokalen Akteuren vernetzt. Durch die Bündelung und Koordination verschiedener Maßnahmen konnte der Zülowkanal schon vielerorts durch Fischtreppen und den Rückbau funktionslos gewordener Stauanlangen ökologisch aufgewertet werden. Dank der Kooperation mit der der DUH ist nun ein weiterer wichtiger Baustein hinzugekommen.

Markus Mohn
, Mitarbeiter des LPV: „Ein Monitoringprogramm in der Zülowniederung hatte das Vorkommen des Fischotters belegt und die Bundesstraße B96 als eine seiner größten Gefahrenquellen identifiziert. Erst kürzlich haben wir in der Nähe der Brücke über den Zülowkanal Kot des Fischotters nachweisen können, der damit sein Revier markiert.“

Katrin Schikorr
, Projektmanagerin der DUH ergänzt: „Es werden leider immer wieder tote Fischotter am Straßenrand gefunden. Das lässt sich mit diesem Umbau von Brücken vermeiden. Die Rückkehr des Fischotters in unsere Natur freut uns sehr und ist auch ein Indikator für gesunde Gewässerlebensräume.“

Die neue Berme für den Fischotter im Zülowkanal ist hergestellt aus gebrochenen Granitsteinen, gefasst in Beton. Sie misst eine Länge von rund 15 Metern, die ebene Lauffläche ist 40cm breit und hat einen flach auslaufenden Anschluss ans Gewässer und die Uferböschungen.

Die DUH dankt der Krombacher Brauerei und der Deutschen Postcode Lotterie für die Unterstützung dieses Naturschutzprojektes.

Datum
:
Dienstag, 11. Dezember 2018 um 10:30 Uhr

Ort:

Brücke B96 / Zülowkanal, 15834 Rangsdorf, ca. 600m südlich von Groß Machnow 

Links:

Mehr über den Schutz des Fischotters in Thüringen und die Arbeit der DUH: https://www.duh.de/themen/natur/fischotterschutz/

Kontakt:

Markus Mohn, Landschaftspflegeverein Mittelbrandenburg e.V.
03379 2020201, 0173 4243031, projekt@landschaftspflegeverein.com

Ulrich Stöcker, Leiter Naturschutz DUH
0160 8950556, stoecker@duh.de

DUH-Pressestelle:

Andrea Kuper, Ann-Kathrin Marggraf
030 2400867-20, presse@duh.de

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