pageBG

Pressemitteilung

Deutsche Umwelthilfe kritisiert Ergebnisse der Fangquotenverhandlung für die Nordsee

Dienstag, 13.12.2022

• Fangquotenverhandlungen zwischen Norwegen, Großbritannien und der EU mit unbefriedigendem Ergebnis für Meeresschutz

• Notwendiger Schutz vom Aussterben bedrohter Arten wie die des europäischen Aals trotz wissenschaftlicher Empfehlung nicht umgesetzt

• DUH fordert Fischereiminister Özdemir auf, sich für ein ökosystembasiertes Fischereimanagement einzusetzen, um Erholung der Fischpopulationen und Artenvielfalt zu garantieren

© Richard Carey / stock.adobe.com

Brüssel/Berlin, 13.12.2022: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert mangelhafte Ergebnisse der Fangquotenverhandlungen zwischen Norwegen, der EU und Großbritannien, die am Morgen für 2023 bekannt gegebenen wurden. Die Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien konnten noch nicht abgeschlossen werden. Der Umwelt- und Verbraucherschutzverband fordert Fischereiminister Cem Özdemir auf, sich für die Einführung eines nachhaltigen, ökosystembasierten Fischereimanagements einzusetzen, das den gesamten Lebensraum der Fische und die Auswirkungen der Fischerei berücksichtigt.

Sascha Müller-Kraenner, DUH-Bundesgeschäftsführer: Während auf dem Weltnaturschutzgipfel in Montreal Maßnahmen zur Rettung der Biodiversität verhandelt werden, geben Norwegen, Großbritannien und die EU lieber kurzfristigen Profiten Vorrang bei den Fangquotenverhandlungen für die Fischbestände in der Nordsee. Besonders kritisch ist die Entscheidung der EU Fischereiministerinnen und -minister, der Empfehlung zu einem Fangverbot für den vom Aussterben bedrohten europäischen Aal nicht zu folgen. Dabei sind der Schutz unserer Meere und ein Ende der Überfischung entscheidende Maßnahmen für den Biodiversitäts- und Klimaschutz. Statt Lippenbekenntnissen zum Artenschutz sollte Fischereiminister Cem Özdemir sich für den konsequenten Artenschutz im Meer einsetzen und für wirksame Maßnahmen gegen illegale Rückwürfe, den Einsatz selektiver Fanggeräte und effektive Kontrollen stark machen.“

Im Dezember werden jedes Jahr etwa 150 Fangmengen für verschiedene Arten im Atlantik und in der Nordsee zwischen Norwegen, Großbritannien und der EU verhandelt. Der Nordseekabeljau sowie der Nordseehering sind die wichtigsten Fischpopulationen für die deutsche Fischerei. Obwohl die Wissenschaft für den vom Aussterben bedrohten europäischen Aal ein Fangverbot empfohlen hat, haben die EU Fischereiministerinnen und -minister kein solches verhängt. Die beschlossenen Fangquoten für den gefährdeten Nordseekabeljau entsprechen zwar den wissenschaftlichen Empfehlungen, lassen jedoch die Gefahren der illegalen Rückwürfe und die Auswirkungen der Klimakrise völlig außer Acht.

Katja Hockun, DUH-Senior Expert Meeresschutz: „Um den Nordseekabeljau steht es schlecht und die Erholung der Populationen rückt mit den neuen Fangquoten wieder in weite Ferne. Was wir brauchen, ist der Wandel hin zu einem ökosystembasierten Fischereimanagement, das bei der Festlegung der Fangmengen sowohl Nahrungsnetzbeziehungen als auch die Veränderungen des Lebensraums und die Auswirkungen der Klimakrise berücksichtigt. Denn für eine lebenswerte Zukunft können wir auf gesunde Fischpopulationen und artenreiche Meere nicht verzichten.

Kontakt:

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de

Dr. Katja Hockun, Senior Expert Meeresschutz
030 2400867-895, hockun@duh.de

DUH-Newsroom:

030 2400867-20, presse@duh.de

Teilen auf:

Privatsphäre Einstellungen

Diese Website verwendet Cookies, um die Kernfunktionalität zu ermöglichen und den Inhalt zu personalisieren und die Besuche auf der Website zu analysieren. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzerklärung.

Erforderliche Cookies

Externe Inlineframes

Statistik und Analyse-Cookies

Privatsphäre Einstellungen

Wir setzen Cookies ein, um die Kernfunktionen zu ermöglichen, die Webseitennutzung zu erleichtern und zu analysieren und unsere Themen auf Ihre Interessen abzustimmen.Sie entscheiden, ob Sie über den Button „Alle akzeptieren“ alle Cookies zulassen oder über den Button „Alle ablehnen“ auf die erforderlichen Cookies beschränken. Individuelle Einstellungen können Sie über den Button „Einstellungen“ vornehmen. Dort finden Sie auch weitere Informationen zum Umfang der Datenverarbeitung.Sofern Sie den Button „Alle akzeptieren“ anklicken, stimmen Sie dem Einsatz der über den Button „Einstellungen“ dargestellten Umfang der Cookie-Nutzung zu. Ihre Entscheidung können Sie jederzeit über „Persönliche Einstellungen“ im Fußbereich der Website ändern.Sofern Sie Cookies zu Statistik-/ Marketingzwecken oder externen Inlineframes akzeptieren willigen Sie ein, dass Ihre Daten durch Dienste wie YouTube, Google Analytics, TikTok in den USA verarbeitet werden. Aus Sicht des Europäischen Gerichtshofs besitzt die USA nach EU-Standards ein unzureichendes Datenschutzniveau. Insbesondere besteht die Gefahr, dass Ihre Daten durch US-Behörden zu Zwecken der Überwachung ohne jegliche Rechtsbehelfsmöglichkeiten verarbeitet werden können. Sie können diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem Sie das Setzen von über „Persönliche Einstellungen“ im Fußbereich der Website ändern auf „Erforderliche Cookies“ beschränken..