pageBG

Pressemitteilung

Deutsche Umwelthilfe fordert starke und konkrete Umwelt- und Klimaschutzvorgaben für EU-Budgets

Mittwoch, 15.07.2020

EU-Haushalt und Corona-Wiederaufbaufonds stellen Weichen für ganzes Jahrzehnt – Verhandlungen bei Gipfel am Freitag und Samstag – DUH: 40 Prozent der Ausgaben müssen verbindlich in Klimaschutz fließen – Verbot von Investitionen in fossile Infrastruktur notwendig – Konkrete Projekte wie Sanierungsoffensive im Gebäudesektor festschreiben

© weyo / Adobe Stock

Berlin, 15.7.2020: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert von den Staats- und Regierungschefs der EU, starke Umwelt- und Klimaschutzvorgaben für alle künftigen EU-Budgets zu machen. Dafür müsse sich insbesondere die Bundesregierung als EU-Ratspräsidentin beim Gipfel am kommenden Freitag und Samstag einsetzen. Denn die Staaten entscheiden dort über insgesamt 1,85 Billionen Euro, aufgeteilt auf den siebenjährigen EU-Haushalt (1,1 Billionen Euro) und den Corona-Wiederaufbaufonds (750 Milliarden Euro).

„Angesichts der enormen Summen, die nur einmal in dieser Generation ausgegeben werden können, ist dieser Gipfel die Weichenstellung für ein ganzes Jahrzehnt. Wir müssen jetzt für einen erheblichen Teil des Geldes strikte Umweltkriterien vorgeben, klimaschädliche Investitionen ausschließen und konkrete, wichtige Projekte fördern, um eine Chance zu haben, die Klimakrise zu bewältigen“
, sagt Sascha Müller-Kraenner, DUH-Bundesgeschäftsführer.

Die DUH fordert daher konkret:

  • 40 Prozent der Ausgaben im EU-Haushalt und im Wiederaufbaufonds müssen dem Umwelt- und Klimaschutz dienen – verbindlich und kontrolliert.
  • Investitionen dürfen nicht in fossile Infrastruktur fließen. Stattdessen müssen explizit Zukunftstechnologien wie grüner Wasserstoff und erneuerbare Energien gefördert werden.
  • Statt Allgemeinplätzen müssen konkrete Projekte verbindlich festgeschrieben werden, wie eine Sanierungsoffensive im Gebäudesektor („Renovation Wave“) mit einer Anhebung der Sanierungsrate von aktuell einem auf drei Prozent jährlich und einer Umstellung fossiler Heizungen auf Wärmepumpen und erneuerbare Fernwärme.


Gerade diese Form von Investitionen wird zudem als Jobmotor heute und in der Zukunft fungieren. Bei Erreichung eines klimaneutralen Gebäudebestands etwa werden zusätzlich 300.000 bis 500.000 Arbeitsplätze bis 2050 prognostiziert.

„Wichtig ist, dass wir Corona-Hilfen und Klimaziele nicht gegeneinander ausspielen. Natürlich muss kleinen und mittelständischen Unternehmen aus allen Branchen kurzfristig durch ihre Liquiditätsengpässe geholfen werden, um Arbeitsplätze zu erhalten. Aber gleichzeitig muss der langfristige Wandel hin zu Zukunftstechnologien damit verknüpft und gefördert werden“, so Sascha Müller-Kraenner weiter.

Kontakt:

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de

DUH-Pressestelle:

Matthias Walter, Marlen Bachmann, Thomas Grafe
030 2400867-20, presse@duh.de

Teilen auf:

Privatsphäre Einstellungen

Diese Website verwendet Cookies, um die Kernfunktionalität zu ermöglichen und den Inhalt zu personalisieren und die Besuche auf der Website zu analysieren. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzerklärung.

Erforderliche Cookies

Externe Inlineframes

Statistik und Analyse-Cookies

Privatsphäre Einstellungen

Wir setzen Cookies ein, um die Kernfunktionen zu ermöglichen, die Webseitennutzung zu erleichtern und zu analysieren und unsere Themen auf Ihre Interessen abzustimmen.Sie entscheiden, ob Sie über den Button „Alle akzeptieren“ alle Cookies zulassen oder über den Button „Alle ablehnen“ auf die erforderlichen Cookies beschränken. Individuelle Einstellungen können Sie über den Button „Einstellungen“ vornehmen. Dort finden Sie auch weitere Informationen zum Umfang der Datenverarbeitung.Sofern Sie den Button „Alle akzeptieren“ anklicken, stimmen Sie dem Einsatz der über den Button „Einstellungen“ dargestellten Umfang der Cookie-Nutzung zu. Ihre Entscheidung können Sie jederzeit über „Persönliche Einstellungen“ im Fußbereich der Website ändern.Sofern Sie Cookies zu Statistik-/ Marketingzwecken oder externen Inlineframes akzeptieren willigen Sie ein, dass Ihre Daten durch Dienste wie YouTube, Google Analytics, TikTok in den USA verarbeitet werden. Aus Sicht des Europäischen Gerichtshofs besitzt die USA nach EU-Standards ein unzureichendes Datenschutzniveau. Insbesondere besteht die Gefahr, dass Ihre Daten durch US-Behörden zu Zwecken der Überwachung ohne jegliche Rechtsbehelfsmöglichkeiten verarbeitet werden können. Sie können diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem Sie das Setzen von über „Persönliche Einstellungen“ im Fußbereich der Website ändern auf „Erforderliche Cookies“ beschränken..