pageBG

Pressemitteilung

Deutsche Umwelthilfe fordert EU zu einem glaubhaften Klimaschutz im Straßenverkehr auf

Berlin, Freitag, 08.06.2012

EU-Kommissionsvorschlag ist ein Kniefall vor den Autobauern – Einhaltung eines Grenzwerts von 80 Gramm CO2/km technisch bereits heute möglich – Ab 2020 muss ein Grenzwert von 80 Gramm CO2/km und ab 2025 von 60 Gramm CO2/km gelten

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) bezeichnet den gestern (7.6.2012) vorzeitig bekannt gewordenen EU-Revisionsvorschlag für CO2-Grenzwerte bei Pkw als zu schwach und zu wenig verbindlich. Zwar behauptet die EU-Kommission darin, dass sie strenge Grenzwerte und eine Ahndung der Verstöße befürwortet. Den vorgelegten Entwurf wertet die DUH jedoch als Kniefall vor den europäischen Autobauern.

Einmal mehr geht die EU-Kommission dem Klagelied der europäischen Automobilindustrie auf den Leim. Um fertig entwickelte Spritspartechnologien auch tatsächlich auf die Straße zu bringen, brauchen wir einen verbindlichen Grenzwert von 80 Gramm CO2/km im Jahr 2020 und für 2025 eine weitere Minderung des Grenzwerts auf 60 Gramm“, erklärt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe. „Das Mehrkostenargument gilt nicht. Die Vergangenheit hat bewiesen, dass die anfallenden Kosten für die Minderung der CO2-Werte am Ende immer niedriger waren, als vorher angekündigt.“

Der Kommissionsvorschlag, der offiziell erst im kommenden Monat vorgestellt werden soll, schlägt einen Grenzwert von 95 Gramm CO2/km vor. Heftig kritisiert die DUH die Pläne der Kommission, den Grenzwert für die Jahre 2025 beziehungsweise 2030 erst bis Ende 2014 zu konkretisieren. „Der vielfach auch von Herstellerseite geforderten Planungssicherheit wäre deutlich mehr gedient, wenn ein langfristiges Ziel bereits im jetzigen Vorschlag berücksichtigt würde“, ergänzt Dorothee Saar, Leiterin des Verkehrsbereiches der Deutschen Umwelthilfe. „Der Verkehrssektor muss seine Emissionen bis 2030 um 40 Prozent mindern, wenn die weltweiten Ziele des Klimaschutzes ernsthaft umgesetzt werden sollen. Deshalb brauchen wir ab 2025 einen Grenzwert von 60 Gramm CO2/km für alle Neuwagen.“

Die Überarbeitung der CO2-Grenzwerte war gesetzlich verpflichtend geworden nachdem eine EU-Verordnung im Jahr 2009 festgelegt hatte, dass neue Pkw in der EU ab 2015 im Durchschnitt nicht mehr als 130 Gramm CO2/km ausstoßen dürfen. Die einzelnen Hersteller müssen einen Flottendurchschnitt erreichen, der sich aus dem Gewicht ihrer Fahrzeuge berechnet. Überschreiten sie diesen Wert, drohen ihnen hohe Strafzahlungen.

Für Rückfragen:

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer Deutsche Umwelthilfe e.V., Hackescher Markt 4, 10178 Berlin, Tel.: 030 2400867-0, Mobil: 0171 3649170, E-Mail: resch@duh.de

Dorothee Saar, Leiterin Verkehr Deutsche Umwelthilfe e.V., Hackescher Markt 4, 10178 Berlin, Tel.: 030 240086772, Mobil: 01511 6225862, E-Mail: saar@duh.de

Daniel Eckold, Pressesprecher, Deutsche Umwelthilfe e.V., Hackescher Markt 4, 10178 Berlin, Tel.: 030 2400867-22, Mobil: 0151 55017009, E-Mail: eckold@duh.de

Teilen auf:

Privatsphäre Einstellungen

Diese Website verwendet Cookies, um die Kernfunktionalität zu ermöglichen und den Inhalt zu personalisieren und die Besuche auf der Website zu analysieren. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzerklärung.

Erforderliche Cookies

Externe Inlineframes

Statistik und Analyse-Cookies

Privatsphäre Einstellungen

Wir setzen Cookies ein, um die Kernfunktionen zu ermöglichen, die Webseitennutzung zu erleichtern und zu analysieren und unsere Themen auf Ihre Interessen abzustimmen.Sie entscheiden, ob Sie über den Button „Alle akzeptieren“ alle Cookies zulassen oder über den Button „Alle ablehnen“ auf die erforderlichen Cookies beschränken. Individuelle Einstellungen können Sie über den Button „Einstellungen“ vornehmen. Dort finden Sie auch weitere Informationen zum Umfang der Datenverarbeitung.Sofern Sie den Button „Alle akzeptieren“ anklicken, stimmen Sie dem Einsatz der über den Button „Einstellungen“ dargestellten Umfang der Cookie-Nutzung zu. Ihre Entscheidung können Sie jederzeit über „Persönliche Einstellungen“ im Fußbereich der Website ändern.Sofern Sie Cookies zu Statistik-/ Marketingzwecken oder externen Inlineframes akzeptieren willigen Sie ein, dass Ihre Daten durch Dienste wie YouTube, Google Analytics, TikTok in den USA verarbeitet werden. Aus Sicht des Europäischen Gerichtshofs besitzt die USA nach EU-Standards ein unzureichendes Datenschutzniveau. Insbesondere besteht die Gefahr, dass Ihre Daten durch US-Behörden zu Zwecken der Überwachung ohne jegliche Rechtsbehelfsmöglichkeiten verarbeitet werden können. Sie können diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem Sie das Setzen von über „Persönliche Einstellungen“ im Fußbereich der Website ändern auf „Erforderliche Cookies“ beschränken..