pageBG

Pressemitteilung

Deutsche Umwelthilfe: Einführung eines Klimatickets wichtiger Erfolg – ohne Nachbesserungen bei Preis und Ausbau des ÖPNV droht aber Debakel

Donnerstag, 13.10.2022
© Adobe Stock / den-belitsky

Berlin, 13.10.2022: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt, dass die Verkehrsministerinnen und -minister von Bund und Ländern der langjährigen Forderung der DUH folgen und sich auf ein bundesweit gültiges Klimaticket für den Nahverkehr geeinigt haben. Gleichzeitig fordert der Verband dringend Nachbesserungen beim Preis und Ausbau des ÖPNV. Hier müsse der Bund mehr Finanzmittel bereitstellen.

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Wir setzen uns seit vier Jahren für ein bundesweit gültiges Klimaticket ein, das wir für eine Verkehrswende dringend brauchen. Dass sich Bund und Länder heute darauf geeinigt haben, ist ein ganz wichtiger Schritt. Ein großer Erfolg, das wissen wir etwa durch das Beispiel Wien, wird jedoch nur daraus, wenn jetzt massiv nachgebessert wird. Deshalb fordern wir Verkehrsminister Wissing auf, den Zuschuss des Bundes auf 4 Milliarden Euro jährlich zu erhöhen. Damit kann ein zusätzlicher 29-Euro-Tarif geschaffen werden für regionale Fahrten in den einzelnen Bundesländern und damit für Pendler sowie für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Menschen mit einem geringen Einkommen. Und gleichzeitig können die Länder in Angebot und Qualität des ÖPNV investieren. Andernfalls drohen Einschnitte bei Bus und Bahn – und das wäre ein Debakel für die Verkehrswende.“

Die DUH erläutert, dass der beschlossene generelle monatliche Preis von 49 Euro zu teuer ist, um eine wirkliche Verkehrswende einzuleiten. Für Pendler, zum Beispiel in Berlin, ist der Preis kaum günstiger als bisherige Abonnements und wird daher wenige Menschen neu zum Umstieg bewegen. Für Menschen mit geringem Einkommen sind 49 Euro pro Monat ohnehin zu viel. Deshalb fordert die DUH einen gesonderten Tarif von 29 Euro für jedes Bundesland und damit Pendlerinnen und Pendler sowie generell für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Menschen mit geringem Einkommen. Zudem drohen durch die nur geringe Bezuschussung des Tickets durch den Bund die Qualität und der notwendige Ausbau des ÖPNV zu leiden. Denn die vielfach klammen Länder müssen Geld, das dafür gedacht war, nun in den Ticketpreis investieren. Die DUH fordert deshalb die volle Kostenübernahme durch den Bund sowie zusätzlich Zuschüsse zum Ausbau des ÖPNV.

Kontakt:

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer
0171 3649170, resch@duh.de

DUH-Newsroom:

030 2400867-20, presse@duh.de

Teilen auf:

Privatsphäre Einstellungen

Diese Website verwendet Cookies, um die Kernfunktionalität zu ermöglichen und den Inhalt zu personalisieren und die Besuche auf der Website zu analysieren. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzerklärung.

Erforderliche Cookies

Externe Inlineframes

Statistik und Analyse-Cookies

Privatsphäre Einstellungen

Wir setzen Cookies ein, um die Kernfunktionen zu ermöglichen, die Webseitennutzung zu erleichtern und zu analysieren und unsere Themen auf Ihre Interessen abzustimmen.Sie entscheiden, ob Sie über den Button „Alle akzeptieren“ alle Cookies zulassen oder über den Button „Alle ablehnen“ auf die erforderlichen Cookies beschränken. Individuelle Einstellungen können Sie über den Button „Einstellungen“ vornehmen. Dort finden Sie auch weitere Informationen zum Umfang der Datenverarbeitung.Sofern Sie den Button „Alle akzeptieren“ anklicken, stimmen Sie dem Einsatz der über den Button „Einstellungen“ dargestellten Umfang der Cookie-Nutzung zu. Ihre Entscheidung können Sie jederzeit über „Persönliche Einstellungen“ im Fußbereich der Website ändern.Sofern Sie Cookies zu Statistik-/ Marketingzwecken oder externen Inlineframes akzeptieren willigen Sie ein, dass Ihre Daten durch Dienste wie YouTube, Google Analytics, TikTok in den USA verarbeitet werden. Aus Sicht des Europäischen Gerichtshofs besitzt die USA nach EU-Standards ein unzureichendes Datenschutzniveau. Insbesondere besteht die Gefahr, dass Ihre Daten durch US-Behörden zu Zwecken der Überwachung ohne jegliche Rechtsbehelfsmöglichkeiten verarbeitet werden können. Sie können diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem Sie das Setzen von über „Persönliche Einstellungen“ im Fußbereich der Website ändern auf „Erforderliche Cookies“ beschränken..