Pressemitteilung
Ankunft neuer Ölbohrplattform vor Usedom: Deutsche Umwelthilfe fordert umgehende Absage aller fossilen Projekte in der Ostsee
Berlin, 2.10.2026: Nur knapp sechs Kilometer von der deutschen Grenze entfernt will der kanadische Konzern Central European Petroleum (CEP) im Lizenzgebiet Wolin West erneut mögliche Öl- und Gasvorkommen erkunden. Gestern ist vor den Ostseeinseln Usedom und Wolin eine mobile Bohrplattform angekommen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert eine umgehende Absage für großflächige fossile Industrieprojekte.
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH:
„Dass der Konzern CEP erneut vor der Küste Usedoms nach Öl und Gas bohrt, ohne die deutschen Behörden zu informieren, ist ein weiterer Vertrauensbruch. Die Anwohner und Urlauberinnen vor Ort haben wieder überraschend eine Bohrplattform vor die Nase gesetzt bekommen. Diese Intransparenz ist inakzeptabel. Eine Bohrung geht mit unkalkulierbaren Risiken für die Umwelt, Klima und den Tourismus einher, die dringend verhindert werden müssen. Wir fordern die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern und die Bundesregierung auf, sich in aller Deutlichkeit gegen das Vorhaben auszusprechen. Eine neue Öl- und Gasförderung direkt vor Usedom darf es nicht geben.“
Erst im Juli 2025 hatte der Konzern ein Öl- und Gasfeld im nahgelegenen Lizenzgebiet Wolin Ost entdeckt, ohne die deutschen Behörden über das Vorhaben zu informieren. Auch dieses Mal blieben die deutschen Landes- und Bundesbehörden uninformiert. Der Konzern hatte erst vor Kurzem dargelegt, dass er das 2025 entdeckte Öl- und Gasvorkommen erschließen will und ein Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren gestartet. Mit Ankunft der neuen Ölbohrplattform wird deutlich, dass der Konzern darüber hinaus noch weitere Felder mit grenzüberschreitenden Risiken erschließen möchte.
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Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de
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