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Projekt Zirkuläre Wohnraumnutzung (ZiWoNu): Kommunale Strategien, Erfolgsfaktoren, Effekte

Aktuell

Anstehende Veranstaltungen

Das 2. Netzwerktreffen der Reflexionskommunen

9. Juni 2026 | Online 

Am 6. Juni 2026 von 13:00 bis 15:00 Uhr findet online (Zoom) das 2. Netzwerktreffen der Reflexionskommunen statt. Beim Netzwerktreffen werden wir auf die aktuellen Entwicklungen in der Pilotkommune Neuenhagen bei Berlin eingehen und erste Forschungsergebnisse des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH – ifeu zu Anpassungsbauten sowie weiteren Wohnraummobilisierungsstrategien in verschiedenen Kommunen vorstellen. Außerdem freuen wir uns, mit Ihnen zu aktuellen Fragen der Wohnraumentwicklung in Ihren Kommunen oder Projekten ins Gespräch zu kommen. Falls Sie an der Veranstaltung teilnehmen wollen, kontaktieren Sie uns bitte über ziwonu@duh.de

Über das Projekt

Das Projekt "ZiWoNu" beschäftigt sich mit der Wohnraummobilisierung im Ein- und Zweifamilienhausbestand und legt dabei einen Fokus auf Gemeinden, die kaum oder nur sparsam neue Bauflächen ausweisen können oder wollen. Stattdessen sollen un- oder untergenutzte Wohnräume in Bestandsgebäuden mobilisiert werden, indem jüngere Haushalte schneller Wohnimmobilien beziehen können und ältere Haushalte unter sicherer Veräußerung eine bedarfsgerechte Wohnmöglichkeit in der Nähe erhalten. Das Ergebnis ist eine generations- und bedarfsgerechtere Verteilung von Wohnraum im Bestand, unterstützt durch bauliche Maßnahmen und organisatorische sowie kommunikative Strategien der Kommune.

Im Projekt „ZiWoNu“ forschen Wissenschaft und Praxis gemeinsam: In der Pilotkommune Neuenhagen bei Berlin wird im Austausch von Erfahrungen mit weiteren Kommunen zirkuläre Wohnraumnutzung praxisnah erprobt und eine konkrete Handlungsmethodik für eine effizientere Wohnraumnutzung auf kommunaler und bundesweiter Ebene entwickelt.

Zirkuläre Wohnraumnutzung bedeutet, Wohnraum anzupassen, wenn sich die Lebensphase verändert. Beispiele hierfür sind, dass Familien bei der Gründung ihren Wohnraum vergrößern oder nach dem Auszug der Kinder wieder verkleinern. Zirkuläre Wohnraumnutzung ermöglicht eine bedarfsgerechte Gestaltung von Wohnraum zum Beispiel bei steigender Pflegebedürftigkeit sowie für soziale Herausforderungen wie Einsamkeit im Alter. Zirkuläre Wohnraumnutzung kann es jungen Familien ermöglichen, aus beengten Verhältnissen in frei werdenden größeren Wohnraum in bestehenden, gut erschlossenen Ortslagen umzuziehen. So muss weniger gebaut werden – das spart Ressourcen, schont Flächen, senkt Infrastrukturkosten und kommunale Ausgaben und schützt Klima und Umwelt. Dafür braucht es neben adäquaten Politikmaßnahmen auch Wohnalternativen und Angebote für Veränderungen in den Wohnpraktiken.

© ZiWoNu

Projektpartner*innen

Netzwerk: Reflexionskommunen und Praxispartner*innen

In regelmäßigen Treffen unseres Netzwerks der Reflexionskommunen und Praxispartner*innen kommen Kommunen, weitere Praxisakteur*innen sowie das Projektteam und die Pilotkommune Neuenhagen bei Berlin (Reallabor) zusammen, um sich zu Fragen rund um die zirkuläre Wohnraumnutzung auszutauschen. Ziel ist es, Impulse und Erfahrungen aus dem Reallabor weiterzugeben und gleichzeitig die Expertise des Netzwerks in das Projekt zurückzuspielen. Hier werden praxisnah Erfahrungen, Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze für innovative Wohn- und Baukonzepte gemeinsam reflektiert und entwickelt.

Das ZiWoNu-Projekt wird gemeinsam von der Deutschen Umwelthilfe e.V., der Europa-Universität Flensburg (Norbert Elias Center of Transformation Design and Research und Abteilung Nachhaltige Energiewende), Gemeinde Neuenhagen bei Berlin, TU Berlin (Institut für Stadt- und Regionalplanung), und dem Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH (ifeu) umgesetzt und im Rahmen von FONA gefördert. 

Projektlaufzeit: 2025 – 2030
Förderkennzeichen: 01UR2504C

  • Flensburg 
  • Marburg
  • Bonn
  • Kreis Steinfurt
  • Fränkisch-Crumbach
  • Eutin
  • Göttingen
  • Kirchheim unter Teck 
  • Wittenberge
  • Bund Deutscher Architektinnen und Architekten 
  • GEWOBA Aktiengesellschaft 

Rückblick: Netzwerktreffen und weitere Veranstaltungen

19. November 2025 | Online

Bei der digitalen Veranstaltung am 19.11.2025 wurde nach einer kurzen Vorstellung des Projektes und der beteiligten Akteure eine intensive Diskussion zu den folgenden Schwerpunktthemen geführt: Wohnraumbedarfe, zirkuläres Wohnen, kleinteilige Grundstücksvergabe. Ziel dieser Themensetzung war der direkte Austausch mit den teilnehmenden Kommunen und Praxispartner*innen, um deren Erfahrungen in die Konzeption des Konzeptvergabeverfahrens in Neuenhagen bei Berlin einfließen zu lassen. Die Beteiligung von insgesamt neun Kommunen unterschiedlicher Größenklassen (Klein-, Mittel- und Großstädte) ermöglichte einen vielstimmigen Austausch, in dem insbesondere die kontextspezifische Herausforderungen der einzelnen Kommunen herausgearbeitet werden konnten. Im weiteren Projektverlauf soll dieser Austausch verstetigt und gezielt an den Bedarfen der Reflexionskommunen ausgerichtet werden.

Kontakt

Copyright: © Finke / DUH

Dora Griechisch
Senior Expert Energie und Klimaschutz
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Copyright:

Jurga Tallat-Kelpšaitė
Referentin für Energie und Klimaschutz
E-Mail: Mail schreiben

Copyright: © Finke/DUH

Lennart Wenning
Fachreferent Kommunaler Umweltschutz
Tel.: 030 2400867-346
E-Mail: Mail schreiben

Copyright: © Finke/DUH

Katharina Kipp
Projektmanagerin Kommunaler Umweltschutz
Tel.: 030 2400867-347
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