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Wo Ökostrom draufsteht, ist nicht immer Klimaschutz drin. Der Gesetzgeber erlaubt, konventionellen Börsenstrom durch den Kauf von grünen Herkunftszertifikaten als Ökostrom zu etikettieren. Die Zertifikate kommen in der Regel von alten Wasserkraftwerken, z.B. aus Norwegen. Das Problem: Es werden keine neuen EE-Anlagen gebaut. Doch diese sind das A und O der Energiewende.

Eine Umfrage der Deutschen Umwelthilfe bei Unternehmen in Deutschland hat offenbart, dass die wenigsten in eigene EE-Anlagen investieren oder direkte Lieferverträge mit Ökostrom-Erzeugern in Deutschland haben. Der Ökostrom der Unternehmen kommt weit überwiegend aus dem konventionellen Strommix und wird lediglich durch billige Herkunftsnachweise grün. So bekommt Strom aus Kohle, Gas oder Atomkraft ein grünes Mäntelchen.

Während die Unternehmen einerseits damit werben, dass sie Ökostrom einsetzen, investieren sie auf der anderen Seite kaum in Klimaschutz und Energiewende. Der Ökostrom der Unternehmen ist zu großen Teilen eine Mogelpackung. Zwar ist die Verwendung von Herkunftsnachweisen legal, doch Kunden verstehen unter Ökostrom etwas ganz Anderes.

Wir fordern ein Ende des Ökostrom-Greenwashing! Der Gesetzgeber muss die Praxis der Umetikettierung von konventionellem Strom stoppen. Sie ist ein Bremsklotz für die Energiewende. Und auch die Unternehmen sind in der Pflicht, sich tatsächlich zu erneuerbarem Strom zu bekennen – durch den Bau eigener Anlagen oder direkte Stromlieferverträge.

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Broschüre: Ökostrom-Umfrage

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Constantin Zerger
Leiter Energie und Klimaschutz
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