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Wir gehen gegen die Wegwerfmode von SHEIN juristisch vor.

Gift auf der Haut! Wir werden den Ultra-Fast-Fashion-Gigant SHEIN für ihre Umweltverschmutzung zur Rechenschaft ziehen.

Im Dezember sind wir das erste Mal juristisch erfolgreich gegen den chinesischen Ultra-Fast-Fashion-Konzern SHEIN vorgegangen: Obwohl die Klimaemissionen des Konzerns innerhalb eines einzigen Jahres um 23 Prozent gestiegen sind, warb SHEIN mit dem Versprechen, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Wir haben SHEIN gezwungen, diese dreisten und haltlosen Klimaversprechen zurückzuziehen und eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben. 

Doch das war erst der Anfang! Mit Hilfe Ihrer Spenden haben wir jetzt im Chemielabor ermittelt: Das Ergebnis ist erschütternd. In 15 von 18 untersuchten Textilien (83 Prozent) fanden wir problematische Chemikalien. 7 von 18 Textilien (40 Prozent) überschritten die geltenden Grenzwerte der europäischen Chemikalien-Verordnung so deutlich, dass sie in Deutschland niemals hätten verkauft werden dürfen. Das nehmen wir nicht hin und machen jetzt DRUCK!

Helfen Sie uns jetzt mit einer Spende, oder noch besser, unterstützen Sie unsere Arbeit dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

© Kiel / DUH

Was wollen wir gegen Ultra-Fast-Fashion-Gigant SHEIN erreichen?

Wir ziehen gegen SHEIN jetzt juristisch gegen ihren textilen Giftcocktail ins Feld und wollen erstmals beweisen, dass diese Chemie-Grenzwerte entgegen den bisherigen Rechtsauslagen auch verbraucherschützend sind und nicht nur dem Schutz der Umwelt und des Trinkwassers dienen sollen! Aber eine Klage gegen einen milliardenschweren Konzern wie SHEIN kostet: Laboranalysen, Gutachten, spezialisierte Anwältinnen und Anwälte. Die bisherigen Laboruntersuchungen haben schon 8.000 Euro gekostet. Mit 50.000 Euro können wir bis zu 80 weitere unabhängige Laboranalysen von Ultra-Fast-Fashion-Textilien finanzieren und damit die Beweise sammeln, die wir jetzt vor Gericht brauchen. 

© Kiel / DUH

Warum ist die Überschreitung der Grenzwerte von problematischen Chemikalien so gefährlich? 

Diese Textilien werden direkt auf der Haut getragen – täglich, stundenlang, oft von Kindern. Schon der bloße Hautkontakt kann ausreichen, damit diese Stoffe in den Körper gelangen. PFAS, die sogenannten „Ewigkeitschemikalien", bauen sich über Jahrzehnte kaum ab. Bei vielen ist belegt, dass sie Krebs, Leber- und Schilddrüsenerkrankungen auslösen können, das Immunsystem schwächen und die Fruchtbarkeit sowie die Entwicklung von Kindern zu beeinträchtigen. Hinzu kommen Schwermetalle wie Blei und Cadmium, die schon in geringen Mengen Nieren, Nervensystem und Herz-Kreislauf-System schädigen können, sowie fortpflanzungsschädigende Weichmacher – in einem Damenstiefel von SHEIN maßen wir eine 179-fache Überschreitung des zulässigen Grenzwerts für den Weichmacher DEHP. Besonders erschreckend: Ausgerechnet in Kinder- und Jugendkleidung fanden wir die höchsten Belastungen – in Jacken, die Mädchen und Jungen bei jedem Wetter tragen sollen.

© Kevin McElvaney

Was macht die DUH gegen Fast-Fashion und SHEIN?

Für eine erfolgreiche Klage gegen SHEIN müssen wir wohl juristisches Neuland betreten: Wir wollen einen Präzedenzfall schaffen – und ggf. auch gerichtlich klären lassen, dass der Verkauf von Textilien mit derart massiven Überschreitungen der chemischen Grenzwerte für gesundheits- und umweltgefährdende Stoffe nicht mehr folgenlos bleibt. Ein solches Verfahren kann weit über den Einzelfall hinauswirken – für den Schutz von Verbraucher und Verbraucherinnen sowie von Umwelt und Ressourcen. Das wäre ein juristischer Meilenstein und unsere Laborergebnisse haben bereits Gewicht: Unsere Labordaten fließen direkt in das laufende Verfahren der Europäischen Kommission nach dem „Digital Services Act“ gegen SHEIN ein. Sollte die Kommission Verstöße feststellen, drohen Bußgelder von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes – bis hin zu einer Einschränkung des Dienstes innerhalb der EU.

Wir ziehen SHEIN juristisch zur Verantwortung!

Wir bereiten unsere juristischen Schritte jetzt vor und sorgen dafür, dass die schwarzen Schafe der Textilindustrie nicht länger einfach so Mensch und Umwelt vergiften dürfen. Wir bitten Sie ganz herzlich: Bitte helfen Sie uns mit einer Spende, oder noch besser, unterstützen Sie unsere Arbeit dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.

Ihre persönliche Urkunde

© DUH Montage Canva

Gerne stellen wir Ihnen eine Urkunde für Ihre Fördermitgliedschaft, Ihre Patenschaft oder Ihre Spenden aus. Wenn Sie online spenden, erhalten Sie im Anschluss eine E-Mail mit einem Link, über den Sie Ihre Urkunde ganz einfach herunterladen und bei Bedarf ausdrucken können. Falls Sie die Patenschaft verschenken möchten, haben Sie die Möglichkeit, die Urkunde in unserem Urkundeneditor nach Ihren Wünschen anzupassen und den Namen der beschenkten Person einzutragen. Bei Überweisungen senden wir Ihnen selbstverständlich auf Wunsch auch eine Urkunde per Post zu.


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Tel.: 07732 9995-511
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