Wissensvermehrung durch interkulturellen Austausch

Interkultureller Garten Eime: Die Geflüchteten bestimmen mit, was angebaut wird, denn sie sollen die Ernte selbst in der Küche verwenden können. Dabei werden Unterschiede deutlich wie die Verwendung von Rhabarber. In Deutschland wird aus den Stängeln Kompott oder Kuchen zubereitet, im Irak beispielsweise benutzt man die Blätter zum Einwickeln von Gemüse, das dann gekocht wird. Auch in der praktischen Gartenarbeit können die Geflüchteten ihr Wissen einbringen. Gießränder um neu gepflanzte Bäume kennen in Deutschland fast nur Fachleute, in den trockenen Heimatländern der Geflüchteten ist es Standardwissen. Dafür lernen sie hier wie man mit Rasenschnitt mulchen kann, um "Unkraut" zu unterdrücken und dem Austrocknen des Bodens vorzubeugen.

Kulturgarten Lüneburg: Viele der umgesetzten Projekte (Bau Gartenhütte, Gewächshaus, Kompost) wären ohne das handwerkliche Know-How der Geflüchteten wahrscheinlich nicht in der Form oder nur über größere Anstrengungen möglich gewesen. Nicht nur das handwerkliche Wissen und Geschick scheint viel größer bei den Geflüchteten, auch die Selbstverständlichkeit einen Garten zu haben, um Obst und Gemüse anzubauen, und damit auch das Wissen darüber ist verbreiteter. Einer der Geflüchteten z.B. kommt aus einer Imkerfamilie und kann uns viel über Bienen erzählen. Ohne die Arbeit mit Geflüchteten wäre unser Garten sicherlich nicht so vielfältig wie er ist.

© Robin Dirks / Kulturgarten Lüneburg
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