Ideen, Erfahrungen und Erfolge aus dem Wettbewerb

Gärten aus dem Wettbewerb

Hier stellen wir Ihnen eine kleine Auswahl an Gartenprojekten und -initiativen vor, die sich bisher am Wettbewerb "Gärten der Integration" beteiligt haben. Die Seite wird regelmäßig ergänzt. Klicken Sie immer mal wieder vorbei!

Der Kulturgarten Lüneburg ist der erste "Garten der Integration"!

© Astrid Hölzer
© Astrid Hölzer
© Robin Dirks / Kulturgarten Lüneburg
© Robin Dirks / Kulturgarten Lüneburg
© Robin Dirks / Kulturgarten Lüneburg
© Robin Dirks / Kulturgarten Lüneburg
© Eva Kern / Kulturgarten Lüneburg
© Eva Kern / Kulturgarten Lüneburg

Am 30.7.2017 haben wir den Kulturgarten Lüneburg als ersten „Garten der Integration“ ausgezeichnet! Damit würdigen die DUH und die Wettbewerbsjury das große Engagement und die umfangreichen Aktivitäten der Garteninitiative für die Integration von geflüchteten Menschen. Die Auszeichnung, die mit einem Preisgeld von 500 Euro verbunden ist, fand im Kulturgarten im Rahmen des jährlichen Sommerfestes statt.

Der Kulturgarten entstand zu Beginn der Gartensaison 2014 in einer freien Parzelle der Kleingartenkolonie Moorfeld e.V. am Stadtrand von Lüneburg. Initiiert wurde das Projekt von einer Gruppe von Studierenden und ist rein ehrenamtlich getragen. Bei der Freizeitgestaltung mit Geflüchteten wird der interkulturelle Austausch gefördert, Hemmschwellen werden abgebaut. Getragen wird der Gemeinschaftsgarten von einer bunt gemischten Gruppe verschiedener Nationalitäten, Generationen und Kulturen. Die Gärtner und Gärtnerinnen treffen sich regelmäßig jeden Samstag-Nachmittag im Garten des Kleingartenvereins „Gartenfreunde Moorfeld“ und lernen viel voneinander – von Anbaumethoden über Gemüsesorten bis hin zu Rezepten.

Der Kulturgarten im Kleingärtnerverein Moorfeld
Auf der Suche nach einer geeigneten Fläche für den Kulturgarten fanden die Studierenden beim Kleingärtner-Bezirksverband der Lüneburger Gartenfreunde offene Türen vor. Es gab bereits gute Erfahrungen mit Geflüchteten in verschiedenen Kleingärtnervereinen, und so fand der Kulturgarten im KGV Moorfeld e.V. eine Bleibe und erfährt große Unterstützung: Er ist passives Mitglied des Vereins und darf die Gartenfläche inklusive Strom und Wasser kostenfrei nutzen.

Der Kulturgarten und die Flüchtlingshilfe
Der Kulturgarten Lüneburg ist eine Initiative des Vereins amikeco-Willkommensinitiative e.V. Der Verein setzt sich in verschiedenen Zusammenhängen für bessere Lebensbedingungen der Flüchtlinge in der Stadt und im Landkreis Lüneburg ein. Durch zahlreiche Aktivitäten werden die neu in Lüneburg ankommenden Menschen willkommen geheißen, beim Ankommen und der Integration in der Stadt begleitet.

Mehr zum Garten: www.kulturgarten-lueneburg.de

Weitere Gärten

© DRK Cuxhaven/Hadeln

Auf einem Stück Land der Kirchengemeinde, zentral hinter dem Otterndorfer Bahnhof, entsteht der Garten der Hoffnung. Otterndorf ist eine kleine 7000-Einwohner-Gemeinde mit rund 100 Geflüchteten. Aber auch aus den umliegenden Dörfern kommen sowohl Einheimische als auch Geflüchtete in den Garten. Der interkulturelle Gemeinschafts-Gemüse-Garten fungiert nun als Begegnungs-, Kommunikations- und Produktionsort sowohl für Flüchtlinge und MigrantInnen, die hier heimisch werden wollen als auch für Menschen, die schon hier leben.

© Outlaw gGmbH Osnabrück

Das Projekt Querbeet fördert die Integration von Flüchtlingsfamilien in zwei Osnabrücker Kleingärtnervereine in zwei verschiedenen Stadtteilen. Ziel ist es, über das Gärtnern Möglichkeiten der Begegnung zu schaffen und den Flüchtlingsfamilien die Teilhabe an unserer Gesellschaft zu ermöglichen. Die fünf Gärten werden von je einer Flüchtlingsfamilie bewirtschaftet. Aktuell, im zweiten Projektjahr, sind die Familien bereits fester Bestandteil des Vereinslebens der Kleingärtnervereine. Zwei Geflüchtete haben über das Gartenprojekt sogar den Sprung in den Arbeitsmarkt geschafft!

© Mareike Schrader 2017, Eime

Der Interkulturelle Garten liegt am Ortsrand und bildet die vorderste Parzelle in der örtlichen Kleingartenanlage. Inzwischen gibt es einen Zaun, ein Wasserfass und einen Sitzplatz. Der Rasenmäher und alle Werkzeuge sind gespendet, genau wie Tisch, Stühle und Grill. Es wurde eine "Wild"-Blumenwiese angelegt, es gibt Obstbäume und ein gemeinsam bewirtschaftetes Gemüsebeet. Der Vorstand des Kleingärtnervereins, zu dem die Parzelle gehört, steht dem Projekt sehr positiv gegenüber und hat die Pacht im vergangenen Jahr erlassen.

© Villa Jühling e.V., Halle/Saale

Im Stadtteil Heide-Nord gründeten Anwohnerinnen und Anwohner gemeinsam mit zwei Sozialpädagoginnen den Gemeinschaftsgarten Bunte Beete als Treffpunkt für Familien. Während des Entstehungsprozesses zogen vermehrt geflüchtete Menschen nach Heide Nord und beteiligten sich an dem öffentlichen Treiben auf der Grünfläche. Heute ist der Garten Ort der (inter-) kulturellen Begegnung im Stadtteil.

© Robin Dirks / Kulturgarten Lüneburg

Der Kulturgarten ist der erste "Garten der Integration" des Wettbewerbs! Der Garten befindet sich in einer Kleingartenkolonie in einem Wohngebiet am Stadtrand. Bewirtschaftet wird der Garten gemeinschaftlich. Es gibt ein großes Beet, das gemeinsam bepflanzt und geerntet wird. Zudem gibt es kleine Obstbäume und Beerensträucher, eine Kräuterspirale. Es wurden verschiedene Hochbeete gebaut, Hügelbeete angelegt, ein Gewächshaus aus alten Fenstern gebaut, eine Hütte mit großem Unterstand. Der Garten ist jederzeit für alle zugänglich.

© Buntes Meißen e.V.

Der Internationale Garten Meißen liegt am Stadtrand auf einem 3,5ha großen Areal, auf dem sich neben ausgedehnten Grünflächen u.a. ein Volleyballplatz, ein Bolzplatz und ein kleiner Spielplatz befinden. Zur Eröffnung im Jahr 2016 wurde eine Streuobstwiese mit 60 Bäumen verschiedener alter Obstsorten angelegt. Die Anbauflächen werden von Flüchtlingen und Einheimischen bewirtschaftet. Durch gemeinsame Feste und Aktivitäten entwickelt sich das Gelände zunehmend zu einer Begegnungsstätte von Meißnern und Geflüchteten.

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