Ideen, Erfahrungen und Erfolge aus dem Wettbewerb

Gärten aus dem Wettbewerb

Hier stellen wir Ihnen eine kleine Auswahl an Gartenprojekten und -initiativen vor, die sich bisher am Wettbewerb "Gärten der Integration" beteiligt haben. Die Seite wird regelmäßig ergänzt. Klicken Sie immer mal wieder vorbei!

Dillinger Stadtgarten für Geflüchtete und Einheimische - gemeinsam, gesund und einfach gut

Die Zukunftswerkstatt Saar (ZWS) hat im Kleingartenverein Dillingen Nord eine Parzelle von 200 qm gepachtet und entwickelt dort einen integrativen Gemeinschafts- und Bildungsgarten. Das Angebot zur Mitwirkung richtete sich zunächst vorrangig (aber nicht ausschließlich) an geflüchtete Frauen, um ihnen in ihrer speziellen Situation Freiräume zu bieten, Kontakte anzubahnen und gemeinschaftliches Gärtnern nach ihren Wünschen zu ermöglichen. Durch diese Aktivitäten gewinnen die Teilnehmer_innen Anerkennung und praktische Förderung der Sprachkenntnisse.

Im Laufe des Sommers bildete sich eine feste Gruppe von deutschen und vor allem syrischen Frauen, die jeden Freitag mit ihren Kindern zum offenen Gartentreffen kommen. Seit einer offiziellen Schlüsselübergabe, bei der auch die Saarbrücker Zeitung vor Ort war, gehen alle auch an anderen Tagen in den Garten um zu gießen, zu ernten oder um sich einfach dort aufzuhalten.

© Petra Stein/Dillinger Stadtgarten
© Winfried Hoffmann/Dillinger Stadtgarten
© Petra Stein/Dillinger Stadtgarten
© Winfried Hoffmann/Dillinger Stadtgarten
© Winfried Hoffmann/Dillinger Stadtgarten
© Petra Stein/Dillinger Stadtgarten
© Petra Stein/Dillinger Stadtgarten
© Winfried Hoffmann/Dillinger Stadtgarten
© Winfried Hoffmann/Dillinger Stadtgarten

Da es von Anfang an auch interessierte männliche Syrer gab, entschlossen sich die Aktiven, die Zielgruppe des Projekts zu erweitern um mehr Menschen erreichen zu können. Seit August wird nun auch ca. alle 2 Wochen ein offener, betreuter Gartentermin für alle angeboten, egal welchen Geschlechts oder welcher Nationalität. Der Fokus liegt weiterhin auf der Integration von Geflüchteten bzw. Migranten. Alle Termine werden mit arabischer Übersetzung beworben. In Zukunft werden alle Gartentermine auch in der Zeitung und in Veranstaltungskalendern beworben.

Die Mitglieder des Kleingartenvereins unterstützen das Projekt ideell und praktisch: es wird gemeinsam gearbeitet, kommuniziert und gefeiert. Die Kleingärtner sind bereits kulturell gemischt. Durch dieses Projekt werden nun auch Neuankömmlinge, vorwiegend syrische Neubürger_innen, integriert.

Weitere Gärten

© DRK Cuxhaven/Hadeln

Auf einem Stück Land der Kirchengemeinde, zentral hinter dem Otterndorfer Bahnhof, entsteht der Garten der Hoffnung. Otterndorf ist eine kleine 7000-Einwohner-Gemeinde mit rund 100 Geflüchteten. Aber auch aus den umliegenden Dörfern kommen sowohl Einheimische als auch Geflüchtete in den Garten. Der interkulturelle Gemeinschafts-Gemüse-Garten fungiert nun als Begegnungs-, Kommunikations- und Produktionsort sowohl für Flüchtlinge und MigrantInnen, die hier heimisch werden wollen als auch für Menschen, die schon hier leben.

© Outlaw gGmbH Osnabrück

Das Projekt Querbeet fördert die Integration von Flüchtlingsfamilien in zwei Osnabrücker Kleingärtnervereine in zwei verschiedenen Stadtteilen. Ziel ist es, über das Gärtnern Möglichkeiten der Begegnung zu schaffen und den Flüchtlingsfamilien die Teilhabe an unserer Gesellschaft zu ermöglichen. Die fünf Gärten werden von je einer Flüchtlingsfamilie bewirtschaftet. Aktuell, im zweiten Projektjahr, sind die Familien bereits fester Bestandteil des Vereinslebens der Kleingärtnervereine. Zwei Geflüchtete haben über das Gartenprojekt sogar den Sprung in den Arbeitsmarkt geschafft!

© Mareike Schrader 2017, Eime

Der Interkulturelle Garten liegt am Ortsrand und bildet die vorderste Parzelle in der örtlichen Kleingartenanlage. Inzwischen gibt es einen Zaun, ein Wasserfass und einen Sitzplatz. Der Rasenmäher und alle Werkzeuge sind gespendet, genau wie Tisch, Stühle und Grill. Es wurde eine "Wild"-Blumenwiese angelegt, es gibt Obstbäume und ein gemeinsam bewirtschaftetes Gemüsebeet. Der Vorstand des Kleingärtnervereins, zu dem die Parzelle gehört, steht dem Projekt sehr positiv gegenüber und hat die Pacht im vergangenen Jahr erlassen.

© Villa Jühling e.V., Halle/Saale

Die Bunten Beete sind der zweite "Garten der Integration" des Wettbewerbs! Im Stadtteil Heide-Nord gründeten Anwohnerinnen und Anwohner gemeinsam mit zwei Sozialpädagoginnen den Gemeinschaftsgarten Bunte Beete als Treffpunkt für Familien. Während des Entstehungsprozesses zogen vermehrt geflüchtete Menschen nach Heide Nord und beteiligten sich an dem öffentlichen Treiben auf der Grünfläche. Heute ist der Garten Ort der (inter-) kulturellen Begegnung im Stadtteil.

© Robin Dirks / Kulturgarten Lüneburg

Der Kulturgarten ist der erste "Garten der Integration" des Wettbewerbs! Der Garten befindet sich in einer Kleingartenkolonie in einem Wohngebiet am Stadtrand. Bewirtschaftet wird der Garten gemeinschaftlich. Es gibt ein großes Beet, das gemeinsam bepflanzt und geerntet wird. Zudem gibt es kleine Obstbäume und Beerensträucher, eine Kräuterspirale. Es wurden verschiedene Hochbeete gebaut, Hügelbeete angelegt, ein Gewächshaus aus alten Fenstern gebaut, eine Hütte mit großem Unterstand. Der Garten ist jederzeit für alle zugänglich.

© Buntes Meißen e.V.

Der Internationale Garten Meißen liegt am Stadtrand auf einem 3,5ha großen Areal, auf dem sich neben ausgedehnten Grünflächen u.a. ein Volleyballplatz, ein Bolzplatz und ein kleiner Spielplatz befinden. Zur Eröffnung im Jahr 2016 wurde eine Streuobstwiese mit 60 Bäumen verschiedener alter Obstsorten angelegt. Die Anbauflächen werden von Flüchtlingen und Einheimischen bewirtschaftet. Durch gemeinsame Feste und Aktivitäten entwickelt sich das Gelände zunehmend zu einer Begegnungsstätte von Meißnern und Geflüchteten.

© Interkulturelle Bielefeldt-Gärten, Lübeck

Der Stadtteil Buntekuh liegt außerhalb des Stadtzentrums und wird geprägt durch Wohnblocks aus den 70er Jahren. Zum interkulturellen Garten gehören zur Zeit fünf zusammenhängende Parzellen beim Kleingärtnerverein Buntekuh e.V., dem größten Gartengebiet Lübecks. Es gibt im Garten Sitzplätze, Spielgeräte für Kinder, ein Backhaus aus Lehm, mehrere kleine Holzgebäude und eine solarbetriebene Wasserpumpe. Der Garten wird biologisch bewirtschaftet. Man kann für eine Gartensaison ein eigenes Beet bekommen oder auf den Gemeinschaftsflächen gärtnern. Es gibt viele Kurse, Aktivitäten und Feste für Kinder und Erwachsene.

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