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Bundesverwaltungsgericht kündigt Entscheidung unserer Luftreinhalte-Klage sogar mit ZDF-Übertragung am 7. Oktober an

70.000 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland durch Feinstaub und knapp 30.000 durch das Dieselabgasgift NO2. Die aktuelle Gesetzgebung der Bundesregierung reicht nachweislich nicht, um die Gesundheit der Menschen zu schützen. Durch ein ganzes Bündel gerichtlicher Verfahren nehmen wir die Automobilindustrie und die von ihr gelenkte Bundesregierung in die Zange, um endlich die Saubere Luft, ein Tempolimit auf den Autobahnen, Tempo 30 in der Stadt und weitere nötige Maßnahmen für die Verkehrswende durchzusetzen. Bitte stellen Sie sich dabei an unsere Seite:

Parkende Autos in der Stadt erschweren Radfahrern das Leben und verpesten die Luft.
© STEFAN WIELAND
Die DUH setzt sich für Radwege und saubere Luft in Innenstädten ein.
© Peter Broytman / Qimby CC0
Autos auf der Autobahn vergiften die Luft. Jetzt für saubere Luft spenden.
© Erwin Wodicka / Fotolia
Radfahrer haben es mit großen Autos im Straßenverkehr schwer.
© STEFAN WIELAND
Radwege in der Innenstadt und auf dem Land helfen der Umwelt und tragen zur Luftreinhaltung bei..
© monticellllo/stock.adobe.com
Die Deutsche Umwelthilfe setzt sich für eine echte Verkehrswende und Saubere Luft in Innenstädten ein. Hier auf einer Demonstration gegen Abgase.
© DUH

Pünktlich um 9:00 Uhr begann am vergangenen Mittwoch den 16.09. die entscheidende Verhandlung über unsere Klage auf ein wirksames Nationales Luftreinhalteprogramm (NLRP). Die entscheidende Frage war: Durfte die Bundesregierung ein Luftreinhalteprogramm mit Maßnahmen beschließen, deren prognostizierte Wirkung zum Zeitpunkt der Entscheidung längst überholt oder von vornherein absurd war? Eine Frage, an der sich entscheidet, ob Regierungen sich mit Rechentricks, Absichtserklärungen und Verschleppungstaktik aus ihrer Verantwortung stehlen können. Oder ob sie sich an der realen Umsetzbarkeit ihrer Maßnahmen und dem eigenen politischen Handeln messen lassen müssen.

Seit sechs Jahren läuft unsere Klage, mit der wir die Bundesregierung bereits vor mehr als zwei Jahren vor Gericht verurteilen ließen, endlich realistische Prognosen und darauf aufbauende Minderungspläne zur Verringerung der Luftschadstoffe zu beschließen. Nun fand endlich die finale Verhandlung vor dem BVerwG statt. Im Saal spürte man die Wucht dieses Moments. Die Bundesregierung war mit einer beeindruckend großen Delegation angereist, sie wusste genau, dass hier ein Grundsatzurteil fallen wird, das weit über diesen einen Fall und die Luftreinhaltepolitik hinauswirkt.

Wir erlebten eine Regierungsdelegation, die wortreich zu erklären versuchte, dass es rechtmäßig sei, von völlig unrealistischen Annahmen wie einem bundesweiten Kohleausstieg 2030 oder einem ultraschnellen Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor auszugehen und so Prognosen schönrechnen zu dürfen. Das war Lobbyarbeit pur für die fossilen Energie- und Autokonzerne. Wir sind angesichts der sehr klaren Worte des Vorsitzenden Richters zur Klageberechtigung der DUH wie auch zur inhaltlichen Begründetheit unserer Klage sehr zuversichtlich, dass wir am 7. Oktober ein wichtiges Grundsatzurteil zur Verpflichtung der Bundesregierung bekommen, dessen Verkündung wegen seiner grundsätzlichen Bedeutung sogar vom ZDF ausgestrahlt wird!

Damit geht die Arbeit für uns aber erst los. Die fossilen Industrien kämpfen gegen Klimaschutz und gegen die Luftreinhaltung aus einem einfachen Grund: Sie wollen so lange wie möglich Kohle- und Gaskraftwerke betreiben, Öl- und Gasheizungen in Wohnhäuser eingebaut sehen und weiterhin spritdurstige Diesel- und Benzinfahrzeuge verkaufen. Mit einem klaren Urteil des BVerwG im Rücken haben wir aber das Recht auf unserer Seite. Und wenn wir weiterhin Ihre Unterstützung erhalten, können wir dieses auch gegenüber Industrie, Bundes- und Landesregierungen durchsetzen. Für eine wirklich Saubere Luft – und Einhaltung der verschärften Luftqualitätswerte der EU bereits 2030!

Für uns ist mit diesem Urteil nicht Schluss

Es zeigt sich erneut, unser Prinzip DRUCK MACHEN wirkt! Wir werden eine flächendeckend effektive Abgasreinigung und Emissionsminderung durchsetzen: Durch die Stilllegung oder Nachrüstung von über 8 Millionen Betrugsdiesel mit bis zu 40-fach überhöhten Abgaswerten, durch eine verpflichtende Abgasreinigung für Baumaschinen, Baufahrzeuge sowie Binnenschiffe, durch einen strikten Emissionsgrenzwert für Kaminöfen und Holzfeuerungsanlagen und durch Begrenzung der Massentierhaltung.

Wir werden mit Argusaugen verfolgen, ob und wie die Bundesregierung das Programm tatsächlich überarbeitet. Sollte die Regierung erneut versuchen, sich mit veralteten Zahlen und Maßnahmen aus der Verantwortung zu ziehen und das kommende höchstrichterliche Urteil verschleppen, stehen wir bereit, juristisch nachzulegen.

Bitte helfen Sie uns bei der weiteren Durchsetzung für die Saubere Luft mit einer Spende oder, noch besser: Mit einer dauerhaften Fördermitgliedschaft!

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Gerne stellen wir Ihnen eine Urkunde für Ihre Fördermitgliedschaft, Ihre Patenschaft oder Ihre Spenden aus. Wenn Sie online spenden, erhalten Sie im Anschluss eine E-Mail mit einem Link, über den Sie Ihre Urkunde ganz einfach herunterladen und bei Bedarf ausdrucken können. Bei Überweisungen senden wir Ihnen selbstverständlich auf Wunsch auch eine Urkunde per Post zu.

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Die Deutsche Umwelthilfe informiert Sie als Spender regelmäßig über ihre Projekte, sofern gewünscht: im Magazin DUHwelt (vierteljährlich), im Newsletter (regelmäßig) sowie über X, Facebook und Instagram und auf dieser Internetseite. Bei weiteren Fragen steht Ihnen unser Team aus der Spendenverwaltung gerne zur Verfügung.

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Copyright: © Holzmann/DUH

Gabriele Dufner-Ströble
Spendenverwaltung
Tel.: 07732 9995-511
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Als Mitglied des DSR verpflichten wir uns, unsere Strukturen, Tätigkeiten, Projekte und Finanzen im Rahmen unseres Jahresberichts offenzulegen und unsere Finanzen prüfen zu lassen.

Als freiwilliges und aktives Mitglied bei der ITZ (Initiative Transparente Zivilgesellschaft) machen wir uns stark für Offenheit, Verantwortlichkeit, und Transparenz.

Die Deutsche Umwelthilfe trägt das Erbschaftssiegel. Sie bekennt sich zu den ethischen Richtlinien für das gemeinnützige Erbe.

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