Schluss mit dem Verpackungsmüll!

Werde Verpackungsfaster*in!

Macht dich der ganze unnötige Verpackungsmüll auch wahnsinnig? Coffee-to-go-Becher, Kaffeekapseln, in Plastik verpackte Bananen oder Plastiktüten: Du hast dir schon lange vorgenommen, kurzlebige Einweg-Verpackungen aus Plastik, Metall, Glas oder Papier bei deinem Einkauf zu vermeiden, aber weißt nicht genau, wo du anfangen sollst?

Dann starte jetzt – denn es ist Fastenzeit! Leider in diesem Jahr unter erschwerten Bedingungen: Woran wir uns gerade langsam gewöhnen, konnten wir uns bis vor wenigen Wochen nicht im Entferntesten vorstellen. Die Corona-Krise verlangt uns allen viel ab und ist mit erheblichen Einschränkungen für jede*n von uns verbunden. Doch gerade jetzt ist wichtig, sich hilfsbereit zu verhalten und beispielsweise durch regionale Mehrwegprodukte nicht nur unnötige Verpackungsmüll-Kilos einzusparen, sondern auch die Wirtschaft und kleinere Unternehmen vor Ort zu stärken.

Mach' den Test und finde heraus, welcher Abnehm-Typ du bist und welche Verpackungsmüll-Diät am besten zu dir und deinen Gewohnheiten passt. Profitiere von unseren passgenauen Abnehmtipps! Gemeinsam mit dir wollen wir in der Fastenzeit den Verbrauch der zehn unnötigsten Einweg-Verpackungen halbieren. Die Schauspieler und Umweltaktivisten Hannes Jaenicke und Daniel Roesner sind schon mit dabei. Daher mach' auch du mit und werde Verpackungsfaster*in! 

Wir fasten 44 Tage lang die zehn unnötigsten Verpackungen – von Aschermittwoch (26. Februar) bis Gründonnerstag (9. April).

Du hast den Beginn der Fastenzeit verpasst? Dann starte einfach jetzt!

Finde mit unserem Test heraus, welcher Verpackungsfasten-Typ du bist:



Am Ende der Fastenzeit kannst du mit einem zweiten Test herausfinden, welche Menge an Verpackungen du im Vergleich zu deinem sonstigen Verbrauch einsparen konntest.

Gleichzeitig nimmst du an einer Verlosung teil, bei der du einen wiederverwendbaren Coffee-to-go Becher oder eine Stoff-Tragetasche gewinnen kannst.

Aufrufe Verpackungsfasten von Hannes Jaenicke und Daniel Roesner:

Zu unseren Unterstützern zählt auch die Deutsche Postcode Lotterie:

© Deutsche Postcode Lotterie

Die zehn unnötigsten Einweg-Verpackungen

Dazu zählen Einweg-Plastikflaschen, Getränkekartons, Kaffeekapseln, Obst- und Gemüse-Umverpackungen, Joghurtbecher, Plastiktüten, Coffee-to-go-Becher, Food-Boxen, Duschgel- und Flüssigwaschmittelflaschen. Wir haben diese Einwegprodukte ausgewählt, weil von ihnen große Mengen anfallen, sie viele Ressourcen verbrauchen und das Klima belasten. Dabei gibt es für sie bereits zahlreiche verpackungsärmere Alternativen, die wir euch vorstellen möchten.

3.700 Plastiktüten werden jede Minute in Deutschland verbraucht. Doch Tag für Tag zeigen Millionen Verbraucher*innen, dass es ohne Einwegtüte geht. Ob Mehrwegtaschen aus Naturfasern und Kunststoff, Rucksack, Klappkiste, Einkaufs- oder Fahrradkorb – all diese Alternativen sind bei häufiger Wiederverwendung gegenüber der Einwegtüte ökologisch vorteilhaft.

Der Getränkekarton gilt bei vielen noch als besonders ökologische Verpackung. Dabei ist er eine Verbundverpackung aus mehreren Schichten Kunststoff, Aluminium und Papier – und nicht einmal aus Recyclingmaterial, sondern jedes Mal aus neuen Rohstoffen. Anders als die Hersteller sagen, werden auch nicht 77 Prozent der Getränkekartons recycelt, sondern nur etwa ein Drittel. Wirklich umweltfreundlich sind Mehrwegflaschen: Sie stehen für häufige Wiederbefüllung, regionalen Vertrieb und Abfallvermeidung.

Insgesamt verbrauchen wir 155.000 Tonnen im Jahr an Tellern, Boxen und Schalen für Speisen unterwegs. Was für eine unnötige Verschwendung! Mach lieber deine eigene Tupperbox zu deinem treuesten Begleiter und lasse sie mit deinen Lieblingsspeisen wiederbefüllen. Viele Läden machen schon bei Initiativen mit wie „Einmal ohne bitte“ in München und Berlin oder „Bring’s mit“ in Augsburg. Oder halte Ausschau nach Mehrweg-Anbietern wie Recircle, Rebowl oder Ecobox – auch diese gibt es schon in einigen Städten. Egal wie du dich entscheidest – jede Mehrwegbox lässt sich mehrere hundert Mal wiederverwenden und spart somit große Mengen an Einwegmüll ein.

93.000 Tonnen Abfall fielen 2016 zur Verpackung von Obst und Gemüse an – Tendenz steigend. Muss das sein? Wir wollen, dass in Supermärkten mehr unverpacktes Obst und Gemüse angeboten wird! Unverpacktläden, Wochenmärkte und die meisten Bioläden zeigen, wie es geht. Nutze einfach ein wiederverwendbares Mehrwegnetz aus Kunststoff oder Baumwolle und bringe so dein Obst und Gemüse sicher nach Hause.

Im Durchschnitt verbraucht jede*r von uns zehn Shampoo-Flaschen und elf Flaschen Duschgel pro Jahr. Ganz schön viel Plastik für die Körperfrische! Mit Nachfüllpackungen lassen sich aber bis zu 70 Prozent Material einsparen. Noch besser ist die gute alte Körperseife, denn die kommt mit ganz wenig Umverpackung aus und ist sogar meist ergiebiger als Duschgel aus der Plastikflasche. Und wenn du es doch lieber flüssig magst, gibt es in Unverpacktläden Nachfüllstationen für Shampoo und Duschgel, bei denen du deine eigenen Behältnisse mitbringen und diese wiederbefüllen kannst.

Wusstest du, dass wir im Jahr durchschnittlich 90 Maschinen Wäsche waschen und dafür 8 kg Waschmittel verwenden? Mit konzentriertem Waschmittel kannst du fast die Hälfte an Waschmittel und Verpackung einsparen: Das schont den Rücken und die Umwelt. Und mit der richtigen Dosierung lässt sich auch noch bares Geld sparen, denn große Mengen Waschmittel führen nicht zu mehr Sauberkeit. Achte deshalb auf die richtige Dosierung je nach Wasserhärte und Wäschemenge – und wenn die Wäsche nicht allzu schmutzig ist, tut es auch ein bisschen weniger Waschmittel.

16,4 Milliarden Einwegplastikflaschen werden pro Jahr in Deutschland verbraucht. Die Herstellung dieser Plastikflaschen verschlingt 470.000 Tonnen Kunststoff. Das ist eine gigantische Verschwendung von endlichen Ressourcen und Energie. Die Alternative: Wiederverwendbare Mehrwegflaschen aus Glas oder Kunststoff. Die gibt es in den meisten Supermärkten, beim Kiosk um die Ecke und beim Getränkehändler. Wenn du Leitungswasser bevorzugst, sparst du dir die Verpackung ganz.

Viel Verpackung, kaum was drin: 3,5 Milliarden Kaffeekapseln wurden 2018 in Deutschland verbraucht. Das sind 8.800 Tonnen Aluminium plus weiteren 5.000 Tonnen Papier für die Umverpackung. Sogenannte biologisch abbaubare Kaffeekapseln sind hier leider keine Alternative: Biokunststoffe dürfen weder in die Biotonne noch können sie in der Wertstoffsammlung einem Recycling zugeführt werden. In der Regel werden sie schlicht verbrannt. Die 164 Liter Kaffee, die jede*r Deutsche jährlich trinkt, lassen sich umweltfreundlicher zubereiten: Vom Cowboykaffee bis zur Luxus-Siebträgermaschine gibt es viele Varianten für jeden Geschmack und jedes Budget. Und wer sich nicht von der Kapselmaschine trennen möchte, nimmt wiederbefüllbare Kapseln – #problemsolved

17 kg Joghurt isst jede*r pro Jahr, damit gehört er zu den beliebtesten Milchprodukten in Deutschland. Das bedeutet aber auch: Mehrere Milliarden Einwegjoghurtbecher und einige zehntausend Tonnen Abfall pro Jahr. Besser ist der Griff zum Mehrwegglas, das vielfach wiederverwendet wird und so eine Menge Abfall vermeidet.

DAS Sinnbild für die Vermüllung unserer Umwelt – der kunststoffbeschichtete Pappbecher mit Deckel aus Polystyrol. 1,7 Milliarden dieser Einweg-Pappbecher wurden in Deutschland 2016 verbraucht, dazu kommen noch 1,1 Milliarden Polystyrol-Einwegbecher aus dem Automaten. Nach dem kurzen Gebrauch landen sie in der Regel in öffentlichen Mülleimern und werden verbrannt. Viel zu viele werden aber auch achtlos weggeworfen und liegen auf Plätzen, in Parks und auf dem Gehweg herum. Auf den unnötigen Bechermüll verzichten können wir alle, indem wir unsere eigenen Mehrwegbecher oder Pfandsysteme wie RECUP oder FairCup nutzen. Mehrwegbecher lassen sich viele hundert Mal wiederverwenden und sparen so große Mengen Einwegmüll ein.

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Plastiktüten© DUH / Julia Barthel
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PK Getränkekartons© DUH / Ann-Kathrin Marggraf
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