Welche Schmetterlinge leben noch in deiner Umgebung?

Vielen Dank für eure tolle Unterstützung bei unserer Schmetterlings-Aktion 2022. Wir gehen nun in die Auswertung eurer zahlreichen Fundort-Übermittlungen und halten euch über unseren Newsletter hierzu auf dem Laufenden.

Weltweit erleben wir ein dramatisches Insektensterben. Dass die Zahl an Insekten auch hierzulande drastisch zurückgeht, ist eine echte Tragödie für unsere heimische Fauna und Flora. Darauf möchten wir gemeinsam mit euch aufmerksam machen. Wir wollen wissen, wie es um unsere großen Insekten, wie die tagaktiven Schmetterlinge, wirklich steht und das Ausmaß dieser dramatischen Entwicklung für jeden greifbar machen.

Schmetterlinge gehören zu unseren faszinierendsten und vielfältigsten Insekten. Doch viele der beeindruckenden und schönen Großinsekten gehen verloren. Schmetterlinge sind immer seltener in unseren Gärten, Parks und Wiesen zu sehen. Sowohl die Anzahl der Arten, als auch die Anzahl der Individuen geht drastisch zurück. Jede zehnte Schmetterlingsart ist vom Aussterben bedroht!
Die Ursachen sind längst bekannt: Die intensive Landwirtschaft, Überdüngung und der massive Einsatz von Pestiziden zerstören ihre Lebensräume, nehmen ihnen die Nahrungsgrundlage und machen unsere Schmetterlinge krank. Aber auch viele Privatgärten bieten inzwischen zu wenig Nahrungsquellen für die Falter und ihre Raupen. Selteneres Rasenmähen, Brennnesseln als Raupenfutterpflanze und generell ein paar verwilderte Ecken im Garten würden hier schon richtig helfen. Auch viele öffentliche Grünflächen, wie Parks, Friedhöfe, Spielplätze und sogar Schulgelände können ohne großen Aufwand viel insektenfreundlicher gestaltet werden, indem verstärkt auf heimische, nektarreiche Blühpflanzen gesetzt wird, die von Frühjahr bis in den Herbst hinein Nahrung bieten.

Wenn ausreichend Fundorte übermittelt werden, erstellen wir eine digitale Verbreitungskarte, die wir allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zukommen lassen. Natürlich bleiben wir auch im nächsten Jahr dran. Im Juni und Juli 2023 wird die Aktion fortgesetzt und gemeinsam mit euch aktualisieren wir dann unsere Ergebnisse aus 2022.

Der renommierte Schmetterlingsexperte Dr. Robert Trusch (Naturkundemuseum Karlsruhe) unterstützt unsere Aktion. Zusammen können wir einen wichtigen Beitrag zur Bestandsaufnahme unserer Schmetterlinge leisten und den Schutz dieser wundervollen Insekten stärker ins Bewusstsein von Politik und Öffentlichkeit rücken.

Was du für unsere Schmetterlinge tun kannst

Du hast einen Garten oder Balkon? So kannst du selbst ganz einfach einen kleinen Teil zum Schutz dieser schönen Tiere beitragen:

Denn diese bieten Insekten Pollen und Nektar. Gärten, die nur aus Rasen, Fichten und Thuja-Hecken bestehen, eignen sich nicht für Schmetterlinge.

Zum Beispiel Fetthenne, Rittersporn, Fingerhut oder Nachtkerze. Diese dienen Schmetterlingen als Nahrungsquelle. Auch eine bunte Vielfalt verschiedener Wildblumen bietet reichlich Nahrung und sieht dazu noch schön aus.

Diese benötigen unsere Schmetterlinge für die Eiablage. Statt Exoten und Koniferen benötigen die Raupen Disteln, Brennnesseln, Klee sowie Brombeer- und Himbeersträucher, die du im Randbereich deines Gartens stehen lassen kannst.

Oregano- und Thymian-Blüten duften wunderbar und sind gute Futterspender für Schmetterlinge. Auf die nektararmen Geranien und andere Exoten solltest du jedoch verzichten. 

Pflanze standortgerecht und nutze biologische Hausmittel gegen Schädlingsbefall (Kernseife, Brühen, Jauchen, Tees, Absammeln, Abstrahlen). Dein eigener Kompost liefert Pflanzennährstoffe und stärkt das Bodenleben.

Die in Baumärkten und Gartencentern angebotenen Pflanzen sind häufig mit Neonikotinoiden behandelt, das sind höchst problematische Insektizide. Unbehandelte Ware findest du oft auf Bauernmärkten oder beim Tausch im Bekanntenkreis. Wildblumen samen sich selbst aus.

Wer ständig alle Flächen gleichzeitig mäht, läuft Gefahr, auf einen Schlag den ganzen Lebensraum von Faltern und Raupen zu zerstören.

Beim Torfabbau werden wertvolle Moore zerstört, in denen viele Schmetterlinge und andere Tiere und Pflanzen zu Hause sind.

Um Insekten und natürlich deine Gartenvögel mit Flüssigkeit zu versorgen. Leg dich auf die Lauer und beobachte das faszinierende Schauspiel.

Mit der Unterstützung von:

"Die Artenvielfalt geht seit Jahrzehnten zurück. Bei einem Spaziergang findet man immer weniger unterschiedliche Schmetterlingsarten. Auch gibt es immer weniger Individuen in Feld und Flur. Deswegen wollen wir mit der Aktion feststellen, ob bestimmte Arten von der Bevölkerung noch gesichtet werden. Jede Beobachtung zählt!"

Dr. Robert Trusch, Schmetterlingsexperte (Naturkundemuseum Karlsruhe)

Ansprechpartnerin

Copyright: © Jonas Krüsemann

Maren Haase
Referentin Kommunaler Umweltschutz
Tel.: 0511 390805-16
E-Mail: Mail schreiben

Anne Meyer-Rath
Referentin Kommunaler Umweltschutz
Tel.: 030 2400867-342
E-Mail: Mail schreiben

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