Setze ein Zeichen für den Schutz des Fischotters

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+++ UPDATE +++
Am 30. November 2023 hat der Verwaltungsgerichtshof (VGH) München dem Eilantrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und des Bund Naturschutz Bayern gegen die Verordnung zum Abschuss des Fischotters stattgegeben. Damit hat das Gericht in letzter Minute den zum 1. Dezember 2023 drohenden Abschuss von Fischottern an Teichanlagen in Bayern verhindert.

Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH:

„Der von der Deutschen Umwelthilfe zusammen mit dem Bund Naturschutz Bayern heute erwirkte Gerichtsbeschluss zum Schutz des Fischotters vor dem europarechtswidrigen Abschusserlass der Regierung Söder ist die Rettung in letzter Minute. Nach der Bayerischen Artenschutzrechtlichen Ausnahmeverordnung hätten ab dem 1. Dezember 2023 Fischotter an Teichen geschossen werden dürfen, auch Welpen und tragende oder säugende Weibchen. Das Kontingent von maximal 32 Tieren wäre vermutlich zeitnah erreicht oder gar überschritten worden, die Gewehre waren schon angelegt. Dieser Verstoß gegen geltendes Recht wurde nun abgewehrt, ein Geschenk zum Advent für den Artenschutz und für den Rechtsstaat.“

Das bedeutet, unsere Arbeit zeigt Wirkung! Nichtsdestotrotz müssen wir hier weiter dran bleiben! Mehr erfahren


Deswegen mach dich stark gegen Söders Wahlkampf gegen den Naturschutz in Bayern und werde Teil unserer Rettungsaktion für den abschussbedrohten Fischotter: Stell dich mit deiner Unterschrift hinter unsere Klage für die sofortige Aussetzung der absurden Abschuss-Verordnung!


Nicht ohne Grund genießen die putzigen Kunstschwimmer seit den 60er Jahren strengen gesetzlichen Schutz, denn der Otter war so gut wie ausgerottet. Durch intensive Artenschutzinitiativen konnte sich die Population erholen und der Fischotter breitet sich langsam wieder in seinem ursprünglichen Lebensraum aus. Immer wieder zeugen Aufnahmen durch Wildtierkameras von ihrer Anwesenheit und sogar von Nachwuchs. Doch damit ist mit Beginn der heißen Wahlkampfphase im Freistaat nun Schluss: Seit Anfang August sind die Tiere in weiten Teilen Bayerns zum Abschuss freigegeben, sogar Muttertiere und ihre Welpen müssen um ihr Leben fürchten. Die kleinen Fischotter sind Söders Wahlkampf zum Opfer gefallen! Alle Appelle Söder und Co. davon abzubringen, ihren Wahlkampf auf Kosten des Fischotters zu betreiben, liefen bisher ins Leere. Söder lässt einfach nicht locker. Das Einzige was dem Otter jetzt noch helfen kann ist der Klageweg.


Setz ein Zeichen für den Schutz und Fortbestand des seltenen Marders, der überall in Deutschland noch immer auf der Roten Liste der bedrohten Arten steht und stell dich mit deiner Unterschrift hinter unsere Klage gegen den Ministerpräsidenten des Freistaates Bayerns Markus Söder höchstpersönlich. Die Abschussverordnung muss mit sofortiger Wirkung ausgesetzt werden!

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Das Abschießen des Otters, der sich gern mal Fische aus den umliegenden Teichen schnappt, löst das Problem betroffener Teichwirte langfristig überhaupt nicht: Ist der eine Otter abgeschossen, kommt schon schnell der nächste hinterher und übernimmt das Revier. Dabei gibt es längst schon nachhaltige Lösungen zum Schutz von Tier und Teichwirtschaft. Anstatt also in einem makabren „Abschuss-Ticker“ die Anzahl der bereits getöteten Otter zu veröffentlichen, sollte die bayrische Landesregierung endlich verstärkt auf nachhaltige Schutzmaßnahmen setzen: Ablenkteiche und Elektrozäune, vor allem aber die konsequente Renaturierung der Flussßlebensräume des Otters können das Problem langfristig lösen.

Im Übrigen ist der Fischotter nicht das erste Tier, das dem Bayrischen Wahlkampf zum Opfer fällt: 2006 wurde Braunbär Bruno instrumentalisiert und zum „Problembär“ stilisiert. Und Anfang des Jahres wurde auf Söders Aussage „Ein Riss reicht“ beschlossen, dass Wölfe in Bayern künftig leichter abgeschossen werden können. Für die heiße Wahlkampfphase muss jetzt der Fischotter sterben. 

Wir können Söders skrupellosen Populismus jetzt nur noch auf dem Klageweg stoppen. Statt den schützenswerten Fischotter für politische Zwecke zu missbrauchen, sollten wir eine lebenswerte Umgebung für Mensch und Tier schaffen: Aufklärung statt Abschuss! Eure Unterschrift zählt. Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen und den Fischotter vor seinem grausamen Schicksal bewahren.

Das macht den Fischotter so besonders:

Nach der Tragezeit von gut 60 Tagen sucht sich das Weibchen einen sicheren Platz, um dort ihre Jungtiere zur Welt zu bringen. Die Mutter säugt die Jungtiere für 3-5 Monate und kümmert sich auch danach noch mehr als ein Jahr mit größter Hingabe um sie. Der Otter-Vater wird in dieser Zeit nicht gebraucht und auch nicht geduldet.

Flink und sehr wendig fühlt sich der Fischotter mit seinem stromlinienförmigen Körperbau und den Schwimmhäuten zwischen den Zehen sowohl im Wasser als auch an Land pudelwohl. Mit 14km pro Stunde zählen Fischotter zu den schnellsten Schwimmern der Tierwelt. Bei einem Rennen würden sie aktuelle Olympiasieger*innen und Weltmeister*innen weit hinter sich lassen. Denn die sind nur circa halb so schnell unterwegs.

Augen, Ohren und Nase liegen auf einer Linie, so dass sie selbst aus dem Wasser herausspähen, dabei aber selbst fast nicht entdeckt werden können.

Sie isolieren ihren Körper nicht mit Fett, sondern mit einem dichten Fell. Auf einem Quadratzentimeter Haut befinden sich über 50.000 Haare – mehr als bei jedem Wildtier und erst recht mehr als bei Menschen. Das dichte Haarkleid brauchen sie, damit ihnen auch im Winter im Wasser nicht kalt wird. Gleichzeitig wäre dem Fischotter sein einmaliges Fell aber auch fast zum Verhängnis geworden: Denn noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Fischottern nachgestellt, um ihre kostbaren Pelze zu verarbeiten.

Fischotter kommunizieren und markieren ihre Reviere durch ihren Kot. Ihre sogenannte Losung legen sie sie dabei bevorzugt auf erhöhten gut sichtbaren Stellen, wie markanten Steinen oder Wurzeln am Wasser ab. Zur Freude aller Otterforscher nutzen sie auch sehr gern die Uferstreifen unter Brücken. Die sind leicht erreichbar für Mensch und Tier, wo sie geschützt vor der Witterung lange erhalten bleibt.

Einst war der Fischotter auf dem gesamten europäischen Festland, in Skandinavien und auf den Britischen Inseln, in Nordafrika, dem Nahen Osten sowie weiten Teilen Asiens zu Hause. Doch durch Jagd und Umweltzerstörung wurde der Fischotter nahezu ausgerottet und überlebte nur in einigen wenigen Refugien. In Bayern konnte eine kleine, unentdeckt gebliebene Population der Ausrottung entgehen und breitet sich dank intensiver Schutzprojekte wieder aus.

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