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Pressemitteilung

Klimaschutz in der Stadtentwicklung: Deutsche Umwelthilfe sucht Kommunen als Vorreiter und Nachahmer

Mittwoch, 19.06.2019

Ausgewählte Modellkommunen können am europäischen Klimaschutzprojekt MULTIPLY teilnehmen – Ziel ist, Klimaschutz fest in der Stadtplanung zu verankern – Sowohl Vorreiter als auch Nachahmer für umfangreiche Lernformate und Erfahrungsaustausch gesucht

© Maimento / Fotolia

Radolfzell, 19.6.2019: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ruft bis zum 16. September 2019 bundesweit Städte und Kommunen ab einer Größe von 5.000 Einwohnern zur Bewerbung und Teilnahme am europaweiten Klimaschutzprojekt MULTIPLY auf. Das Projekt strebt stadtplanerische Lösungen zur CO2-Reduktion in den Bereichen Mobilität, Energie und Siedlungsentwicklung in Kommunen an. Im Projekt erfahren die teilnehmenden Städte und Gemeinden mehr über das Klimaschutzpotenzial auf Quartiersebene und können sich zu erfolgreichen Strategien und Praxislösungen austauschen. Gleichzeitig erhöhen die Kommunen ihre Sichtbarkeit beim Thema klimaschonende Stadt- und Quartiersplanung.

Die ab 2020 zweijährig laufenden Lernformate sind primär national angelegt und adressieren Kommunalpolitiker, technische Verwaltungsangestellte, Kommunikationsexperten und Experten für Bürgerbeteiligung. Innerhalb des Projekts werden Vorreiter- und Nachahmerkommunen ausgewählt, von deren Austausch das Projekt lebt. So beinhalten die Lernformate unter anderem Exkursionen zu beispielgebenden Quartierslösungen der Vorreiterkommunen, Praxisworkshops mit erfahrenen Stadtplanern und die intensive Diskussion von Fallbeispielen. Die behandelten Themen orientieren sich eng an den Bedürfnissen der teilnehmenden Kommunen. Das erworbene Wissen unterstützt die Nachahmerkommunen bei der Entwicklung eines quartiersbezogenen Klimaschutzplans. Das Projekt ist europaweit angelegt, sodass zahlreiche Möglichkeiten entstehen, sich auch über den nationalen Tellerrand hinaus auszutauschen und Netzwerke aufzubauen.

„Die von uns anhand eines transparenten Punktesystems ausgewählten Modellkommunen können von einer Projektteilnahme nur profitieren. Vorreiterkommunen bekommen eine Bühne, um ihre Erfolge darzustellen. Nachahmerkommunen lernen von den Klassenbesten“, sagt Rupert Wronski, Stellvertretender Leiter Kommunaler Umweltschutz und Projektkoordinator von MULTIPLY. Um dabei sein zu können, wertet die DUH quartiersbezogene Klimaschutzaktivitäten der interessierten Kommunen mittels eines umfassenden Fragebogens aus. „Allein dieser Schritt stellt für die Kommunen eine wertvolle Bestandsaufnahme dar“, so Wronski weiter.

„Der Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten hat sich bereits in der Vergangenheit als äußerst erfolgreiches Instrument des interkommunalen Lernens erwiesen. Wir sind froh, mit MULTIPLY dieses Prinzip fortzusetzen“, ergänzt Markus Zipf, Leiter Kommunaler Umweltschutz.

Die im Projekt anfallenden Reise- und Unterbringungskosten, insbesondere für die geplanten Austauschformate, werden den ausgewählten Kommunen von der DUH erstattet. 

Hintergrund:

MULTIPLY steht für „Municipal peer-to-peer learning in integrating transport, land-use planning and energy policy at district level“. Das Projekt zielt darauf ab, quartiersweite Lösungen zur CO2-Reduktion in den Bereichen Mobilität, Energie und Siedlungsentwicklung zu unterstützen. Dazu werden in sechs Ländern – Schweden, Polen, Ungarn, Österreich, Italien und Deutschland – Leuchtturmprojekte identifiziert, die die Grundsätze integrierter, sektorübergreifender Stadtplanung berücksichtigen und Lernprozesse zwischen Vorreitern und Nachahmern initiiert. Das Projekt wird durch das Förderprogramm Horizon2020 der EU über den Zeitraum von Dezember 2018 bis November 2021 gefördert.

Links:

Weitere Informationen zum Projekt, Teilnahmebedingungen und die Fragebögen finden Sie hier:

https://www.duh.de/multiply 
http://www.citiesmultiply.eu 

Kontakt:

Markus Zipf, Leiter Kommunaler Umweltschutz
07732 9995-65, zipf@duh.de 

Rupert Wronski, Stellvertretender Leiter Kommunaler Umweltschutz
07732 9995-30, wronski@duh.de 

DUH-Pressestelle:

Ann-Kathrin Marggraf, Marlen Bachmann
030 2400867-20, presse@duh.de  

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