pageBG

Pressemitteilung

Im Klimaschutzpaket fehlt die Kreislaufwirtschaft: Deutsche Umwelthilfe fordert konsequente Förderung von Abfallvermeidung und Recycling

Mittwoch, 25.09.2019

Klimaschutzpaket des Klimakabinetts lässt Abfallvermeidung, Wiederverwendung und Recycling außen vor – Wirksamer Klimaschutz gelingt nur, wenn Produkte und Verpackungen wiederverwendet und Materialien recycelt werden – Deutsche Umwelthilfe fordert Integration der Kreislauslaufwirtschaft in das Maßnahmenpaket zum Klimaschutz

© kosolovskyy - Fotolia

Berlin, 25.9.2019: Das vom Klimakabinett am 20. September 2019 vorgelegte Klimaschutzpaket kommentiert die Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe (DUH) Barbara Metz:

„Das vom Klimakabinett vorgelegte Maßnahmenprogramm ist auch hinsichtlich der Kreislaufwirtschaft eine Nullnummer. Das Wort wird darin nicht einmal erwähnt. Lediglich auf die Erfassung von Deponiegasen wird eingegangen. Das reicht nicht ansatzweise, um das Klimaschutzpotential der Kreislaufwirtschaft auszuschöpfen, das Abfallvermeidung, Wiederverwendung und Recycling bieten. Deren Nichtberücksichtigung belegt, wie mut- und wirkungslos das Klimakabinett agiert. Aktiver Klimaschutz wäre: Mehrweg statt Einweg, Wiederverwendung und langlebige Produkte statt kurzlebiger Wegwerfprodukte, Recyclingstoffe statt Neumaterial aus fossilen Rohstoffen. So könnten jährlich Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Wir fordern die Bundesregierung auf, das Klimaschutzpaket in dieser Form abzulehnen und dafür zu sorgen, dass die Kreislaufwirtschaft in das Klimaschutzpaket integriert wird.“

  • Aus Sicht der DUH können die Klimaziele nur erreicht werden, wenn folgende Maßnahmen zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft umgesetzt werden:
  • Festlegung verbindlicher Vermeidungsziele für Restabfall und Verpackungen
  • Umsetzung der gesetzlichen Quote für Mehrweggetränkeverpackungen
  • Einführung von Wiederverwendungsquoten sowie steuerliche Besserstellung von gebrauchten Produkten, wiederverwendeten Verpackungen und Reparaturen
  • Einführung einer CO2-Steuer sowie von Mindesteinsatzquoten zur Förderung des Einsatzes von Rezyklaten
  • Festlegung einer ‚Obhutspflicht‘, damit gebrauchsfähige Produkte nicht unnötig zerstört werden
  •  Flächendeckende Umsetzung der Biotonne sowie der Sammlung von Elektroschrott im Handel
  • Stopp unsachgemäßer Entsorgungspraktiken bei FCKW-haltigen Kühlgeräten durch gesetzliche Vorgabe und Einhaltung vorhandener europäischer Entsorgungsstandards

Links:

Kontakt:

Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin
0170 7686923, metz@duh.de

Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft
030 2400867-43, 0151 18256692, fischer@duh.de

DUH-Pressestelle:

Ann-Kathrin Marggraf, Marlen Bachmann
030 2400867-20, presse@duh.de

Teilen auf:

Privatsphäre Einstellungen

Diese Website verwendet Cookies, um die Kernfunktionalität zu ermöglichen und den Inhalt zu personalisieren und die Besuche auf der Website zu analysieren. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzerklärung.

Erforderliche Cookies

Externe Inlineframes

Statistik Cookies

Privatsphäre Einstellungen

Wir setzen Cookies ein, um die Kernfunktionen zu ermöglichen, die Webseitennutzung zu erleichtern und zu analysieren und unsere Themen auf Ihre Interessen abzustimmen. Sie entscheiden, welche Cookies Sie zulassen oder ablehnen. Klicken Sie hierzu auf den Button „Einstellungen“, um Ihre Einstellungen zu treffen und weitere Informationen zum Umfang der Datenverarbeitung zu erhalten. Sofern Sie den Button „Akzeptieren“ anklicken, stimmen Sie dem Einsatz der über den Button „Einstellungen“ dargestellten Umfang der Cookie-Nutzung zu. Ihre Entscheidung können Sie jederzeit in den Privatsphäre-Einstellungen (Fußbereich der Website) ändern.