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Pressemitteilung

Deutsche Umwelthilfe fordert von Agrarministerinnen und Agrarministern der Länder einen Neustart der deutschen Landwirtschaftspolitik

Donnerstag, 04.02.2021

• Bundeslandwirtschaftsministerium fährt weiterhin eine rückwärtsgewandte natur- und klimaschädliche Politik

• DUH fordert deshalb die Bundesländer dazu auf, für eine Gemeinwohlprämie und den Umbau der Tierhaltung zu sorgen

© Clara - stock.adobe.com

Berlin, 4.2.2021: Anlässlich der morgen stattfindenden Sonder-Agrarministerkonferenz der Bundesländer zur EU-Agrarpolitik fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) einen Systemwandel hin zu einer naturverträglichen Landwirtschaft. Das Bundeslandwirtschaftsministerium unter Julia Klöckner beharrt weiterhin auf einer rückwärtsgewandten natur- und klimaschädlichen Subventionsverteilung. Die DUH fordert deshalb die Agrarministerinnen und Agrarminister der Bundesländer dazu auf, sich diesem Kurs entgegenzustellen.

Essenziell für einen Wandel ist die Umwandlung der Hektarprämie in eine Gemeinwohlprämie, die auf einem Punktesystem für Artenvielfalt, Klima und Umwelt basiert. Zugleich müssen klimaschädliche Subventionen, die etwa im Zusammenhang mit der Exportabhängigkeit insbesondere bei Fleisch- und Milch fließen, beendet werden.

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH dazu: „Die EU und das Bundeslandwirtschaftsministerium haben bisher versagt, sich auf eine Gemeinsame Agrarpolitik zu einigen, die zum Klimaschutz beiträgt und die natürlichen Lebensgrundlagen schützt. Deshalb müssen die Bundesländer dafür Sorge tragen, dass die breiten Spielräume bei der Umsetzung der EU-Regeln in Deutschland pro Klimaschutz genutzt werden. An den Agrarministerinnen und Agrarministern der Länder liegt es jetzt, den rückwärtsgewandten natur- und klimaschädlichen Kurs des Bundeslandwirtschaftsministeriums zu korrigieren und sich für ein Ende der pauschalen Hektarprämien einzusetzen. Öffentliche Mittel sollten sich an Artenvielfalt, Klima und Umwelt orientieren und nicht an der Größe eines Agrarbetriebes. Auch muss die Agrarexportförderung beendet werden, die Billigproduktion begünstigt und Tier- und Klimaschutz ausbremst. Wir brauchen eine Bindung der Tierhaltung an die Fläche, tiergerechte Stallanlagen, die Abkehr von zerstörerischen Futtermittelimporten und eine Beendigung des routinemäßigen Antibiotikaeinsatzes in der Massentierhaltung. Kurzum: Wir brauchen einen Neustart bei der deutschen Agrarpolitik und einen Umbau der tier- und menschenfeindlichen Fleischindustrie. Deutschland muss selbst handeln und endlich die industrielle Agrarwirtschaft sowie die exportierende Fleischindustrie ins Visier nehmen.“

Kontakt:

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de

DUH-Pressestelle:

Matthias Walter, Marlen Bachmann, Thomas Grafe
030 2400867-20, presse@duh.de

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