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Pressemitteilung

Der 1. Globale Rewilding Tag: Neue Chancen für Klima und Biodiversität

Samstag, 20.03.2021

Rewilding ist ein innovatives Konzept des Naturschutzes. Es wirkt der aktuellen Klimakrise und dem Biodiversitätsverlust entgegen und kann für Europa und Deutschland neue Chancen schaffen.

© Wieland/DUH

Der heute am 20. März zum ersten Mal stattfindende globale Rewilding Day ist Anlass, den hoffnungsvollen Blick auf die Chancen, die Rewilding bietet, zu werfen. Seit 2012 unterstützt die DUH den Aufbau eines großflächigen Rewilding-Programmes im deutsch-polnischen Grenzgebiet rund um das Stettiner Haff. Damit ist sie einer der Pioniere dieses innovativen Naturschutzansatzes, der sich in Europa seit der Gründung der Stiftung Rewilding Europe vor 10 Jahren immer stärker etabliert hat. Dabei geht es darum, dass mehr großflächige Naturräume sich selbst überlassen werden, natürliche Prozesse wieder vielfältige Landschaften gestalten, gestörte Ökosysteme regeneriert und stark geschädigte Landschaften wiederhergestellt werden. Durch Rewilding entwickelt die Natur selbst wieder vielfältigere, wildere und klimaresiliente Lebensräume. Dies lässt sich an inzwischen acht Rewilding-Regionen von Portugal bis zur Ukraine, von Lappland bis Italien eindrucksvoll belegen. Gleichzeitig sehen wir, dass dieser Naturschutzansatz, der ausschließlich auf freiwillige Mitwirkung der Menschen vor Ort mit starker Berücksichtigung von Kommunikations-, aber auch Businessansätzen setzt, enorme Potentiale entwickelt. Eine ständig wachsende Zahl von Rewilding-Initiativen gewinnt europaweit an Dynamik und liefert ermutigende Ergebnisse.

Mit der im Juni dieses Jahres startenden UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen wurde ein Rahmen geschaffen, der eine globale Initiative zur richtigen Zeit ermöglicht,  um den Auswirkungen des globalen, kontinuierlich voranschreitenden Raubbaus an der Natur, der rasanten Beschleunigung des Klimawandels und unseres Überkonsums entgegenzuwirken. Deshalb ist die DUH Mitglied der Global Rewilding Alliance.

Denn wir wissen, dass intakte, gut funktionierende Ökosysteme die beste Verteidigung gegen den Klimawandel darstellen, und Ökologen haben diesbezüglich bereits vor 30 Jahren die Notwendigkeit eines "Rewildings" der Erde zur Wiederherstellung der Artenvielfalt beschrieben. In den letzten Jahren ist die Idee des "Rewilding" in den Mainstream des Naturschutzes vorgedrungen.

Die UN-Dekade findet ihre Entsprechung auf europäischer Ebene in der neuen EU-Biodiversitätsstrategie, die rechtsverbindliche Ziele zur Wiederherstellung von Ökosystemen in den Mitgliedstaaten festlegen will. Hier wird auch Deutschland gefordert sein und erklären müssen, wo welche Ökosysteme wiederhergestellt werden sollen. Am Stettiner Haff haben wir seit 2012 erste Ansätze des Rewildings erprobt und versuchen diese nun gemeinsam mit dem 2019 gegründeten Verein „Rewilding Oder Delta“ in diesem einzigen deutschen Rewilding-Gebiet im gesamten Landschaftsraum umzusetzen. Mit diesen Best-Practice-Beispielen sind wir hervorragend vorbereitet, um wirksam und kostensparend zugleich Lebensräume mit all ihren Ökosystemleistungen wiederherzustellen.

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