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Über diese wichtigen Themen möchten wir Sie informieren:
Was hat Ministerin Reiche der US-Gaslobby zugesagt?
Fünfmal Freigetränke in Mehrweg im Wert von 1.000 Euro sind bereits verlost – jetzt mitmachen für die zweite Gewinnchance!
Osnabrück sagt der Müllflut mit einer kommunalen Verpackungssteuer den Kampf an – jetzt müssen weitere Städte nachziehen
Zwischenerfolg für bedrohten Schmetterling im Moseltal: Es gibt keinen Freibrief für Pestizidspritzungen aus der Luft
Entwaldungsfreie Lieferketten in der Lebensmittelbranche: Woran scheitert es noch?
 
 

Was hat Ministerin Reiche der US-Gaslobby zugesagt?

Transparenz ist kein Gefallen der Politik, sondern demokratische Pflicht. Deshalb klagen wir gegen das Bundeswirtschaftsministerium: Es verweigert seit Monaten die Offenlegung von Kontakten und Gesprächen von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche mit der US-Öl- und Gasindustrie bei der CERA Week in Houston – der wichtigsten Konferenz der internationalen Öl- und Gasindustrie.

Dort stellte Reiche das deutsche Klimaziel und die EU-Methanverordnung infrage – zentrale Regeln, um klimaschädliche Emissionen aus der fossilen Gasförderung zu begrenzen. Unsere Anfrage per Umweltinformationsgesetz blieb monatelang unbeantwortet. Darum ziehen wir jetzt vor Gericht. Der Fall ist politisch hochbrisant: Anfragen wie diese will die Bundesregierung mit der geplanten Abschaffung des Informationsfreiheitsgesetzes unmöglich machen. Diesen Angriff auf Transparenz und Teilhabe verurteilen wir aufs Schärfste!

Übrigens: Auch beim EU-Energierat setzte sich Reiche für eine Schwächung der Methanverordnung ein – angeblich im Namen der gesamten Bundesregierung, obwohl Umweltminister Carsten Schneider zuvor sein Veto gegeben hatte. Wir fragen uns: Was will Frau Reiche verbergen? Mit welchen Vertreterinnen und Vertretern der Öl- und Gasindustrie hat die Ministerin gesprochen? Welche Zusagen hat die Ministerin gemacht? Diese Fragen müssen beantwortet werden.

Wir fordern deshalb jetzt mit unserer Klage die sofortige Herausgabe aller Termine und Gesprächsprotokolle. Wir kämpfen trotz der aktuellen Angriffe durch die Bundesregierung für eine transparente, demokratische und dem Rechtsstaat verpflichtete Informationspolitik. Wenn Sie können, freuen wir uns über Ihre Unterstützung als Fördermitglied oder über eine Spende.
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Fünfmal Freigetränke in Mehrweg im Wert von 1.000 Euro sind bereits verlost – jetzt mitmachen für die zweite Gewinnchance!

Fünf Menschen dürfen sich schon über ein Jahr lang Mehrweg-Freigetränke im Wert von je 1.000 Euro freuen. Das wollen Sie auch? Dann nehmen Sie noch bis zum 9. August an unserem Gewinnspiel „Mehrweg ist Klimaschutz“ teil.

Mehrweg ist die einfache und wirksame Antwort auf die wachsenden Müllberge durch Einweg-Flaschen und Dosen. Wer Getränke in regionalen Mehrwegflaschen kauft, schützt Klima und Ressourcen, vermeidet unnötigen Abfall und stärkt funktionierende Kreisläufe. Genau dafür wollen wir noch mehr Menschen begeistern. Die Preise werden freundlicherweise von Akteuren der Mehrwegwirtschaft zur Verfügung gestellt.

Machen Sie jetzt mit, werden Sie Teil der Mehrweg-Bewegung und sichern Sie sich Ihre Chance auf einen Jahresvorrat an Freigetränken im Wert von 1.000 Euro. Ob Wasser, Limo, Saft oder Bier: Hauptsache Mehrweg und regional.
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Osnabrück sagt der Müllflut mit einer kommunalen Verpackungssteuer den Kampf an – jetzt müssen weitere Städte nachziehen

Mehr als 19 Millionen Einweg-to-go-Becher und -Essensboxen fallen in Osnabrück jährlich als Abfall an, verstopfen Mülleimer und verschmutzen öffentliche Plätze, Straßen oder Parks. Das schadet nicht nur der Umwelt, sondern reißt durch den entstehenden Reinigungs- und Entsorgungsaufwand auch ein Loch in die ohnehin schon knappe Haushaltskasse.

Der Stadtrat will diese Situation nun nicht länger hinnehmen und hat gehandelt: Ab dem 1. November 2027 soll eine Steuer auf Einweg-Takeaway-Verpackungen in der Gastronomie erhoben werden. Damit wäre Osnabrück nach Tübingen, Konstanz, Freiburg und Potsdam die fünfte deutsche Stadt, die mit einer Verpackungssteuer für eine fairere Verteilung der Einweg-Abfallkosten sorgt und umweltfreundliche Mehrweglösungen attraktiver macht.

Jetzt braucht es weitere Städte, die diesen wichtigen Schritt machen. Denn jede Kommune, die vorangeht, erhöht den Druck auf Bundesumweltminister Carsten Schneider, eine bundesweite Einweg-Verpackungssteuer auf den Weg zu bringen und der Einweg-Müllflut endlich flächendeckend den Kampf anzusagen. Helfen Sie mit, diesen Druck zu verstärken: Fordern Sie auch Ihre Stadt auf, eine Einweg-Verpackungssteuer einzuführen – für saubere Städte und weniger Ressourcenverschwendung!
FÜR PLASTIKFREIE STÄDTE
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Zwischenerfolg für bedrohten Schmetterling im Moseltal: Es gibt keinen Freibrief für Pestizidspritzungen aus der Luft

Der streng geschützte Mosel-Apollofalter lebt weltweit nur im unteren Moseltal – und ist  vom Aussterben bedroht. Warum? Ein Grund sind Pestizide, die dort seit Jahren dank Ausnahmegenehmigungen per Hubschrauber ausgebracht werden dürfen. Aus unserer Sicht ist das großflächige Besprühen der Steillagenweinberge aus der Luft mit geltendem Naturschutzrecht unvereinbar. Deswegen gehen wir rechtlich dagegen vor – und haben nun einen Zwischenerfolg errungen!

Das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz hat festgestellt: Es ist offen, ob die Ausnahmegenehmigungen rechtmäßig sind. Wichtige Fragen zum Arten-, Natur- und Habitatschutz sind bisher ungeklärt. Zwar bleiben die Spritzungen für die laufende Saison vorerst erlaubt, weil das Gericht im Eilverfahren die wirtschaftlichen Interessen der Winzer kurzfristig höher gewichtet hat, doch im Hauptsacheverfahren muss nun die grundsätzliche Vereinbarkeit mit europäischem Naturschutzrecht geklärt werden.

Statt Pestizide großflächig aus der Luft auszubringen, braucht es schonendere Verfahren, strengere Abstandsregelungen und den konsequenten Umstieg auf naturnahen Weinbau. Wir fordern das Land Rheinland-Pfalz auf, die Sondergenehmigungen für Hubschrauberspritzungen sofort zurückzunehmen! Unterstützen Sie unsere Arbeit für den Mosel-Apollofalter mit einer Pestizidklagen-Patenschaft – vielen Dank.
ZUR PATENSCHAFT
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Entwaldungsfreie Lieferketten in der Lebensmittelbranche: Woran scheitert es noch?

Was ist der wahre Preis von Eiern, Milch und Fleisch im Supermarktregal? Noch immer können Verbraucherinnen und Verbraucher nicht erkennen, ob für die Produktion ihrer Lebensmittel wertvolle Wälder zerstört wurden – etwa durch den Anbau von Futtermitteln wie Soja und Palmöl. Genau hier setzt unser Futtermittelradar an: Wir fragen nach, welche Unternehmen ihre Lieferketten bis zur Anbaufläche zurückverfolgen können – und wo Transparenz weiter fehlt.

Die Ergebnisse in diesem Jahr zeigen: Entgegen so mancher Behauptung sind transparente und entwaldungsfreie Lieferketten machbar: 15 der 23 Unternehmen, die an unserer Befragung teilgenommen haben, bewerten entsprechende Verpflichtungen aus der EU-Entwaldungsverordnung positiv. 8 geben sogar an, diese Vorgaben bereits vollständig oder weitgehend umgesetzt zu haben. Doch andere bleiben weit zurück: Rewe und Lekkerland haben nach eigenen Angaben kein systematisches Verfahren zur Prüfung von Entwaldungsrisiken. 41 angefragte Unternehmen haben uns gar nicht erst geantwortet.

Insgesamt zeigt unser Bericht: Nicht verbindliche Regeln verunsichern Unternehmen, sondern ihr ständiges Verschieben und Abschwächen. Viele Betriebe haben bereits Zeit, Geld und Arbeit in transparente, entwaldungsfreie Lieferketten investiert. Wer die Verordnung jetzt aufweicht, benachteiligt die Vorreiter – und gefährdet Wälder, Klima und die Lebensräume bedrohter Arten wie des Jaguars. Unterstützen Sie unseren Einsatz für transparente, entwaldungsfreie Lieferketten: Schauen Sie sich den Futtermittelradar an und übernehmen Sie eine Jaguar-Patenschaft.
ZUM FUTTERMITTELRADAR
ZUR JAGUAR-PATENSCHAFT
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