Vier von fünf deutschen Großstädten sind beim Solar-Ausbau nicht auf Kurs. Das ist das Ergebnis unseres diesjährigen Photovoltaik-Checks. 44 Städte bekommen von uns die rote Karte, weil sie ihre Ausbauziele klar verfehlen. Besonders alarmierend: Alle Millionenstädte fallen beim Solar-Ausbau durch – obwohl gerade dort riesige Dachflächen-Potenziale liegen und besonders viel Strom gebraucht wird. Potsdam, Rostock und Chemnitz sowie neun weitere Großstädte verfehlen ihr Ziel sogar um mehr als 50 Prozent. Nur 17 von 82 Städten haben in den letzten zwei Jahren genug neue PV-Anlagen installiert und erhalten von uns eine grüne Karte.
Klimapolitisch sind die Ergebnisse unseres Checks fatal, denn rund 18 Prozent des bundesweiten Photovoltaik-Potenzials auf Dächern liegen in den untersuchten Großstädten. Solarstrom vom Dach könnte die Menschen in deutschen Städten unabhängiger von fossilen Konzernen machen und sie vor explodierenden Energiepreisen schützen, wie wir sie derzeit infolge fossiler Krisen erleben. Doch anstatt den Solar-Ausbau voranzutreiben, bremst die Bundesregierung ihn derzeit mit aller Kraft aus: Wirtschaftsministerin Katherina Reiche schafft mit EEG-Novelle und Netzpaket neue Unsicherheit, stellt die Vergütung kleiner Dachanlagen infrage und erschwert damit Bürgerenergie, Mieterstrom und Investitionen in Solardächer.
Wir fordern ein sofortiges Umsteuern und werden den Druck auf die Bundesregierung für eine zukunftsfähige Energiepolitik hochhalten. Unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende dabei, Solarenergie dorthin zu bringen, wo sie hingehört: auf die Dächer unserer Städte.
|