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Über diese wichtigen Themen möchten wir Sie informieren:
Reiche-Papers: So dreist wirbt die Ministerin für Gas und Atomkraft
Geschützten Radweg in Berlin verteidigen: Gericht fordert nach unserem Eilantrag schnelle Antwort vom Berliner Senat
Abriss-Wahn stoppen: Unser Protest bei der Konferenz der Bauministerinnen und -minister
Ölförderung im Wattenmeer: Wenig Nutzen, großes Risiko
Wir brauchen jede Stimme bis zum 20. Oktober: Schützen Sie Europas Naturgesetze
Zu guter Letzt: Eine starke Zivilgesellschaft für Klima und Natur!
 
 

Reiche-Papers: So dreist wirbt die Ministerin für Gas und Atomkraft

Was passiert hinter verschlossenen Türen, wenn Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche gegen den Rat der eigenen Fachebene zur wichtigsten Veranstaltung der internationalen Gasbranche reist? Unsere Recherche deckt auf: Katherina Reiche warb auf der CERA-Week in Texas schamlos für Gas und Atomkraft.

Wir haben das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit der Transparenz- und Rechercheplattform FragDenStaat zur Herausgabe brisanter Unterlagen gezwungen. Dafür war sogar eine Untätigkeitsklage nötig. Der Terminplan der Ministerin offenbart ein Sammelsurium aus Treffen mit Fossilen Giganten wie ExxonMobil und BP. Die Dokumente zur Vorbereitung sind eindeutig: Ministerin Reiche setzt auf eine immer krassere Annäherung an Donald Trumps Energiepolitik. Erneuerbare? Für die Bundeswirtschaftsministerin alles außer Zukunftstechnologie. EU-Methanverordnung? Von wegen zentrale Klimaschutzregel. Noch nicht einmal vor einer Aufwertung von Atomkraft schreckte Frau Reiche zurück.

Diese Politik schadet Deutschlands Energieunabhängigkeit und bremst die dringend notwendige Energiewende weiter aus. Doch wir kennen bislang nur die Spitze des Eisbergs. Die jetzt herausgegebenen Dokumente sind unserer Einschätzung nach unvollständig: Teile der Vorbereitungsunterlagen fehlen, Protokolle hat uns das Ministerium komplett vorenthalten. Wir lassen deshalb nicht locker und haben Widerspruch eingelegt.

Politische Entscheidungen müssen nachvollziehbar bleiben. Dafür kämpfen wir. Denn eine demokratische und zukunftssichere Energiepolitik braucht Transparenz – nicht Hinterzimmer-Deals mit der fossilen Industrie. Helfen Sie uns dabei, weiter für Klimaschutz, Transparenz und eine unabhängige Energieversorgung Druck zu machen, indem Sie Fördermitglied werden.
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Geschützten Radweg in Berlin verteidigen: Gericht fordert nach unserem Eilantrag schnelle Antwort vom Berliner Senat

Der Berliner Senat will den geschützten Radweg auf der Kantstraße zurückbauen und Fahrräder künftig gemeinsam mit Linienbussen auf eine teilweise nur drei Meter breite Spur zwingen. Wir halten das für hochgradig gefährlich und rechtswidrig – und ziehen deshalb vor Gericht!

Nur einen Tag nach unserem Eilantrag gegen den geplanten Rückbau hat das Verwaltungsgericht Berlin sofort reagiert:
Bis zum 11. September muss die Senatsverwaltung nun erklären, ob die geplanten Arbeiten bis zur gerichtlichen Entscheidung ausgesetzt werden. Wir begrüßen die schnelle Reaktion des Gerichts und erwarten vom Senat eine klare Zusage: Kein Rückbau, bevor über unseren Eilantrag entschieden ist!

Unsere Zählungen zeigen, wie problematisch die Pläne des Senats sind: Bis zu 278 Radfahrende pro Stunde und Richtung nutzen den Abschnitt, auf dem künftig auch zwölf Linienbusse pro Stunde fahren sollen. Wir schlagen vor: Den geschützten Radweg erhalten, eine eigene Busspur schaffen und den bisherigen Parkstreifen für Autos abschaffen. Rund um die Kantstraße stehen in 24 Parkhäusern Tausende freie Stellplätze zur Verfügung.

Helfen Sie uns mit Ihrer Unterschrift, die Rückabwicklung der Verkehrswende zu stoppen und sichere Radwege für ein lebenswertes Berlin zu verteidigen! 
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Abriss-Wahn stoppen: Unser Protest bei der Konferenz der Bauministerinnen und -minister

12.000 Gebäude werden jährlich laut amtlicher Statistik in Deutschland abgerissen – inoffizielle Schätzungen gehen sogar vom Vierfachen aus. Das ist verantwortungslos: Mit jedem Abriss gehen bereits gebundene sogenannte graue Treibhausgasemissionen sowie wertvolle Bau- und Rohstoffe verloren. Gleichzeitig werden gewachsene Quartiersstrukturen und Baukultur zerstört.

Darauf haben wir zur Bauministerkonferenz in Berlin gemeinsam mit den Architects for Future (A4F) und der Anti-Abriss-Allianz (AAA) aufmerksam gemacht. Unsere Forderung, um den Abriss-Wahn zu stoppen: ein Genehmigungsvorbehalt für Gebäudeabrisse in der Musterbauordnung und den Landesbauordnungen. In jedem Fall soll künftig geprüft werden, ob Erhalt, Sanierung oder Umbau über den gesamten Lebenszyklus ökologisch vorteilhafter sind als Abriss und Neubau.

Doch obwohl sich die Berliner SPD bereits dafür ausgesprochen hat und ihr Bausenator Christian Gaebler die Bauministerkonferenz leitet, hat es der Punkt nicht auf die Agenda geschafft. Das zeigt: Wir müssen weiter Druck machen, damit aus Worten endlich Taten folgen. 

Das Fundament dafür können Sie legen
– indem Sie unsere Arbeit dauerhaft als Fördermitglied unterstützen. Vielen Dank!   
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Ölförderung im Wattenmeer: Wenig Nutzen, großes Risiko

Eine Ölbohrplattform mitten im Wattenmeer soll ein wichtiger Beitrag für Schleswig-Holstein und die deutsche Ölversorgung sein? Da hat die Betreiberfirma Harbour Energy die Schön-Rechnung ohne uns gemacht! Denn unsere Auswertung zeigt: Die wirtschaftliche Bedeutung wird deutlich größer dargestellt, als sie tatsächlich ist.

2025 hat Harbour Energy rund 45 Millionen Euro Förderabgabe an Schleswig-Holstein gezahlt. Das entspricht nur etwa 0,2 Prozent der gesamten Landeseinnahmen. Auch zur deutschen Ölversorgung trägt die Mittelplate kaum bei: Die Förderung deckt lediglich rund ein Prozent des deutschen Ölverbrauchs – und die Fördermengen sinken weiter.

Für diesen kleinen wirtschaftlichen Beitrag wird mitten im geschützten Wattenmeer ein viel zu hoher Preis gezahlt. Bohrbetrieb, Schiffsverkehr, Lärm und Licht belasten das UNESCO-Weltnaturerbe und gefährden Seehunde, Schweinswale, Seegraswiesen sowie zahlreiche Rast- und Zugvögel.

Besonders problematisch: Eine umfassende Naturverträglichkeitsprüfung des laufenden Förderbetriebs wurde bis heute nicht durchgeführt. Wir fordern deshalb: Naturverträglichkeitsprüfung endlich nachholen und die Ölförderung im Wattenmeer stoppen. Der Schutz dieses einzigartigen Naturraums muss Vorrang haben. Unterschreiben Sie jetzt unsere Petition für echten Meeresschutz!
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Wir brauchen jede Stimme bis zum 20. Oktober: Schützen Sie Europas Naturgesetze

Ausgetrocknete Flüsse und Böden, geschwächte und brennende Wälder, gestresste Tiere und Pflanzen: Dieser Hitzesommer hat uns erneut vor Augen geführt, wie verletzlich unsere Ökosysteme bereits sind. Und trotzdem sollen ausgerechnet jetzt wichtige Naturschutzgesetze in Europa aufgeweicht werden?

Denn unter dem Deckmantel von „Bürokratieabbau“ und „Wettbewerbsfähigkeit“ sollen zentrale Schutzstandards geschwächt werden – und es bleiben nur noch wenige Wochen, um sich dagegen zu wehren. Betroffen sind unter anderem die Wasserrahmenrichtlinie, die FFH- und Vogelschutzrichtlinie sowie der Meeresschutz. Werden diese abschwächt, könnten Flüsse und Seen weniger konsequent geschützt werden müssen, Wälder leichter für Bau- und Infrastrukturprojekte weichen und Schutzgebiete intensiver wirtschaftlich genutzt werden.

Mehr als 600.000 Menschen stellen sich bereits mit der Petition „Hands Off Nature“ dagegen – jetzt kommt es auf jede weitere Unterschrift an.
Gemeinsam mit vielen weiteren europäischen Umweltorganisationen fordern wir Ursula von der Leyen, die EU-Kommission und die Regierungen der Mitgliedstaaten auf, Europas Naturgesetze zu verteidigen.

Am 20. Oktober endet die Petition in Brüssel. Deshalb unterschreiben Sie noch heute und setzen Sie mit uns ein starkes Zeichen: Hände weg vom Naturschutz! Haben Sie bereits unterschrieben? Dann leiten Sie die Petition gerne an Freundinnen und Freunde weiter.
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Zu guter Letzt: Eine starke Zivilgesellschaft für Klima und Natur!

Seit Sonntag liegt eine von drei Landeswahlen in diesem Jahr hinter uns. Auch uns haben die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt intensiv beschäftigt und sie tun es noch immer. Bei all diesen Wahlen geht es für uns im Besonderen um den Erhalt von Klimaschutz, Naturschutz und einer engagierten Zivilgesellschaft. Diese Werte gilt es nun bei den anstehenden Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin zu stärken. Sie können sich sicher sein: Wir werden uns auch weiterhin allen Versuchen, eine starke Zivilgesellschaft abzuschwächen, entgegenstellen – ob auf Landes- oder Bundesebene.

Ein praktisches Beispiel für Engagement möchten wir Ihnen wärmstens ans Herz legen: Am Tag der Deutschen Einheit zeigt die Aktion „Es brennt“ mit Menschenketten überall im Land, was uns wichtig ist – der Schutz unserer Lebensgrundlagen. Nur mit einem stabilen Klima und einer intakten Natur kann es Wohlstand, Freiheit und Sicherheit geben. Bei der Aktion wird das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe symbolisch mit dem Bundeskanzleramt in Berlin über zahlreiche einzelne Menschenketten verbunden. Zusätzlich werden überall in Deutschland Menschenketten organisiert, um zu zeigen: Wir sind viele, überall! Und wir geben nicht auf. Kommen Sie vorbei, zum Beispiel in München, Stuttgart, Greifswald oder Berlin - oder in einer der anderen 40 Städte, die schon mitmachen!
MENSCHENKETTE BILDEN
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