© Adobe Stock, Aggi Schmid
|
|
|
Er ist zurück in unseren Gewässern – und soll dafür mit dem Leben bezahlen: der Fischotter. Bayern will erlauben, die streng geschützten Tiere auf besonders brutale Weise zu jagen. Jungtiere sollen erschossen, erwachsene Tiere mit gefährlichen Kastenfallen gefangen und je nach Geschlecht getötet werden. Sogar Nachtzieltechnik und künstliche Lichtquellen sollen zum Einsatz kommen – mit dramatischen Folgen, vor allem für Muttertiere und ihre Welpen. Gemeinsam mit dem BUND Naturschutz in Bayern haben wir jetzt einen wichtigen Erfolg erzielt: Im Eilverfahren hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof die Tötung des Fischotters und diese tierquälerischen Methoden vorläufig gestoppt.
Doch dieser Erfolg ist nur ein Zwischenschritt. Seit Jahren versucht die bayerische Staatsregierung, den europäischen Artenschutz aufzuweichen – zuletzt durch Änderungen der jagdrechtlichen Ausnahmeverordnung. Wir setzen uns dafür ein, solche Schlupflöcher zu schließen und rechtswidrige Regelungen überprüfen zu lassen. Klar ist: Artenschutz darf nicht durch fragwürdige Abschuss-Ausnahmen untergraben werden. Was wir stattdessen brauchen, sind wirksame Maßnahmen, die Konflikte zwischen Fischerei und Naturschutz langfristig lösen – etwa renaturierte Gewässer, die ausreichend Nahrung für den Fischotter bieten, Schutzmaßnahmen wie Zäune und Vergrämung sowie eine faire Unterstützung für Teichwirtinnen und -wirte.
Trotz dieses Etappensieges bleibt der Fischotter bedroht: Das Abschussverbot gilt derzeit nur vorläufig, bis zur Entscheidung im noch laufenden Hauptsacheverfahren. Deshalb kommt es jetzt darauf an, den Druck aufrechtzuerhalten. Fordern Sie gemeinsam mit uns Ministerpräsident Söder und die bayerische Staatsregierung auf, echte Lösungen umzusetzen und den Dialog mit Naturschutzverbänden zu suchen, statt immer neue Abschusspläne zu schmieden, die nur Scheinlösungen für die Probleme der Teichwirte sind, statt zu helfen. Unterschreiben Sie unsere Petition und helfen Sie mit, den Fischotter dauerhaft zu schützen – gegen Abschussgenehmigungen und rückschrittliche Jagdmethoden.
|
|
|
|
| |
|
|
|