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Über diese wichtigen Themen möchten wir Sie informieren:
Erneuerbare Sicherheitsenergien unter Beschuss: Mit diesen Gesetzen attackiert die Bundesregierung die Energiewende
Historischer Erfolg gegen die Ölförderung auf der Mittelplate im UNESCO-Weltnaturerbe
Hat Ihr Kaffee einen bitteren Beigeschmack für die Umwelt?
Wir starten unsere bundesweite Schwerpunkt-Aktion „Saubere Luft 2030“!
Anwendungen trotz Verbot: Gift auf dem Acker, Klimagase im Hafen – wir ziehen vor Gericht
Schockierende Zahlen zu Einweg-Verpackungen und Elektroschrott: Warum wir den Müllberg nicht ignorieren dürfen
 
 

Erneuerbare Sicherheitsenergien unter Beschuss: Mit diesen Gesetzen attackiert die Bundesregierung die Energiewende

Wenige Wochen, nachdem das Bundesverwaltungsgericht die Bundesregierung auf unsere Klage hin zur Nachbesserung des Klimaschutzprogramms verpflichtet hat, verabschiedet diese sich völlig von ihren Klimazielen für 2030. Zuerst erfüllen die Koalitionspartner mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) alle Wünsche der fossilen Lobby bedingungslos. Und kurz darauf wird ein Entwurf zur Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) geleakt, der eine Streichung der Förderung privater PV-Anlagen vorsieht. Und das alles in einer Zeit, die zeigt: Die Abhängigkeit von fossilen Energien ist nicht nur teuer, sie bedroht auch unsere nationale Sicherheit.

Im neuen GMG soll die Regel gestrichen werden, wonach neu eingebaute Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit Erneuerbaren Energien betrieben werden müssen.
Stattdessen soll es einen Beimischungszwang über eine Quote für „Grüngas“ und „Grünöl“ bei neuen Öl- und Gasheizungen geben. Damit ermutigt die Bundesregierung Hauseigentümer dazu, beim Heizungstausch erneut auf fossile Technologien zu setzen. Auch bei alten Gasheizungen soll es einen solchen Beimischungszwang geben. Das ist nicht nur klimapolitischer Unsinn, sondern auch eine Kostenfalle – vor allem für Mieterinnen und Mieter. Denn der daraus resultierende Weiterbetrieb der Gasnetze wird milliardenschwere Investitionen erfordern und die Heizkosten für Haushalte in die Höhe treiben.

Der geleakte Entwurf zur Reform des EEG aus dem Wirtschaftsministerium von Ministerin Katherina Reiche sieht vor, die finanzielle Förderung für private Photovoltaik-Dachanlagen vollständig zu streichen. Künftig sollen außerdem auch kleine Anlagen ihren Strom verpflichtend über Direktvermarkter an der Börse verkaufen – obwohl die dafür nötige Infrastruktur, wie Smart Meter, vielerorts gar nicht vorhanden ist. Die entstehenden zusätzlichen Kosten und der Mehraufwand durch Bürokratie drohen die dezentrale Energiewende systematisch auszubremsen.

Wir werden nicht zusehen, wie die Bundesregierung die Energiewende Gesetz für Gesetz zurückdreht. Setzen Sie gemeinsam mit uns ein deutliches Zeichen für Erneuerbare als Freiheits- und Friedensenergien: Unterschreiben Sie unseren offenen Brief an Ministerin Reiche und machen Sie klar, dass wir den Ausstieg aus fossilen Energien brauchen – nicht den Rückfall in alte Abhängigkeiten.
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Historischer Erfolg gegen die Ölförderung auf der Mittelplate im UNESCO-Weltnaturerbe

Es ist ein riesiger Erfolg für den Schutz des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer: Auf unseren Eilantrag hin hat das Schleswig-Holsteinische Verwaltungsgericht entschieden, dass die Ölförderung auf der Bohrinsel Mittelplate ohne FFH-Verträglichkeitsprüfung illegal ist.

Der Grund: Obwohl die Ölförderung seit Jahrzehnten läuft, hat die fossile Industrie die gesetzlich erforderliche FFH-Verträglichkeitsprüfung nie durchgeführt. Diese Prüfung ist immer dann notwendig, wenn ein Projekt ein besonders geschütztes Gebiet – wie das Wattenmeer – beeinträchtigen könnte. Sie soll verhindern, dass wertvolle Lebensräume und geschützte Arten geschädigt werden könnten – wie im Fall der Bohrinsel Mittelplate, die mitten in einem der sensibelsten Ökosysteme Europas liegt.

Dabei ist das Risiko für das Wattenmeer durch die Ölförderung enorm. Denn die Bohrplattform ist veraltet. Jeder weitere Betriebstag erhöhte die Gefahr einer schweren Havarie. Eine Ölpest hätte dramatische Folgen: Millionen Wattwürmer sowie zahlreiche Seehunde, Kegelrobben und Schweinswale würden ihre Lebensgrundlage verlieren.

Mit dem nun erreichten Sieg vor Gericht ist die Gefahr noch nicht gebannt. Die fossile Industrie wehrt sich mit allen Mitteln gegen unseren gerichtlichen Erfolg und stellt Gegenanträge, um einfach weitermachen zu können. Die Landesregierung Schleswig-Holstein will die Förderung von Öl und Gas im Wattenmeer erst 2041 beenden – angesichts der Gefahren für das Weltnaturerbe und der Klimakrise viel zu spät. Wir werden weiter alles dafür tun, dass das Wattenmeer den Schutz bekommt den es braucht. Unterstützen Sie uns dabei mit Ihrer Unterschrift.
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Hat Ihr Kaffee einen bitteren Beigeschmack für die Umwelt?

Sind deutsche Kaffeeunternehmen endlich aufgewacht – oder verschlafen sie notwendige Veränderungen zum Schutz von Mensch und Natur? Die gute Nachricht zuerst: Immer mehr deutsche Marken wie Alnatura, JDE Peet’s, Seeberger und Tchibo punkten in unserem Kaffeebericht mit Investitionen in die Transparenz ihrer Lieferkette. Sie zeigen, wie nachhaltiger Kaffee geht.

Doch unterm Strich bleibt der deutsche Kaffeekonsum eine treibende Kraft der globalen Waldzerstörung. Auch Chemikalieneinsätze und Arbeitsrechtsverletzungen gehören immer noch zum Alltag der Kaffee-Lieferketten. J.J. Darboven, Bela und Dallmayr schneiden am schlechtesten ab. Sie haben großen Nachholbedarf bei der geografischen Erfassung von Kaffee-Anbauflächen und dem Monitoring vom Gebrauch gefährlicher Agrochemikalien.

Hinzu kommt eine weitere Gefahr: Zentrale Leitplanken transparenter Lieferketten bröckeln, denn die EU-Entwaldungsverordnung und das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz stehen kontinuierlich unter Druck. Wer diese Gesetze abbaut, stärkt diejenigen, die von Intransparenz, Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen profitieren.

Setzen Sie mit uns ein Zeichen gegen das Zurückdrehen von Umweltstandards und unterstützen Sie jetzt unsere Arbeit für Nachhaltigkeit und Naturschutz in globalen Lieferketten – ohne Wald in Ihrer Kaffeetasse!
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Wir starten unsere bundesweite Schwerpunkt-Aktion „Saubere Luft 2030“!

Wie lange würde es dauern, einen Unfallschwerpunkt zu entschärfen, an dem täglich drei vollbesetzte Reisebusse verunglücken? Jedes Jahr gibt es in Deutschland 57.000 Todesfälle durch Feinstaub und 23.000 Todesfällen durch das Dieselabgasgift Stickstoffdioxid – und trotzdem versagen Bund, Länder und Kommunen beim Thema Saubere Luft. Es hat 14 Jahre und unsere umfassenden juristischen Verfahren in 40 Städten gebraucht, bis die 2010 in Kraft getretenen Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid flächendeckend eingehalten werden konnten. 2030 werden diese endlich massiv verschärft. Wir werden dieses Mal keine Überschreitung akzeptieren, sondern bereits vor Inkrafttreten durch unsere Schwerpunkt-Aktion sicherstellen, dass die Saubere Luft in Deutschland durchgesetzt wird.

Ziel der Schwerpunkt-Aktion ist die Einhaltung der ab 2030 europaweit verbindlichen Grenzwerte für Luftschadstoffe wie Feinstaub und Stickstoffdioxid. Außerdem wollen wir die deutlich strengeren Richtwerte der Weltgesundheitsorganisation WHO für wirksamen Gesundheitsschutz schnellstmöglich erreichen. Unterstützt von einer breiten Allianz aus Gesundheits-, Ärzte-, Umwelt- und Verbraucherinstitutionen werden wir über die Hauptverursacher der Luftverschmutzung aufklären, Möglichkeiten zur Verbesserung der Luftqualität auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen aufzeigen und notfalls auch auf dem Klageweg die notwendigen Maßnahmen für eine wirklich Saubere Luft durchsetzen. Unser Maßnahmenpaket umfasst unter anderem
  • die Aufdeckung weiterer Hotspots der Luftbelastung
  • den Stopp von Betrugs-Austauschkatalysatoren
  • die verpflichtende Abgasreinigung oder Stilllegung aller Holzöfen ohne Filter
  • und notfalls die gerichtliche Durchsetzung wirksamer kommunaler Luftqualitätsfahrpläne.
Letztere müssen Kommunen bereits ab diesem Jahr erstellen, um alle notwendigen Maßnahmen zur Einhaltung der neuen Grenzwerte abzubilden.

Wir halten Sie hier und über unsere Social-Kanäle über die nächsten Schritte auf dem Laufenden. Ein wesentlicher Hebel für den Erfolg ist Druck aus der Zivilgesellschaft. Unterschreiben Sie deshalb unsere Petition für eine echte Verkehrswende oder unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende.
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Anwendungen trotz Verbot: Gift auf dem Acker, Klimagase im Hafen – wir ziehen vor Gericht

Eigentlich ist die Sache klar: Wenn ein Pestizid nachweislich gesundheits- und umweltschädlich ist, darf es nicht weiter eingesetzt werden. Doch genau das passiert aktuell an verschiedenen Stellen – mit gravierenden Folgen für Mensch, Natur und Klima. Deshalb ziehen wir vor Gericht.

Die EU-Kommission hat die Genehmigung für den Pestizid-Wirkstoff Flufenacet im Juni 2025 wegen erheblicher Risiken nicht erneuert. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit bestätigte Auswirkungen auf den Hormonhaushalt, die nach wissenschaftlichen Schlussfolgerungen auch zu Entwicklungsrisiken für Neugeborene führen können. Zudem entsteht beim Einsatz die langlebige „Ewigkeitschemikalie“ Trifluoressigsäure (TFA), die sich im Grundwasser anreichert und kaum entfernt werden kann. Trotzdem erlaubt die EU eine 18-monatige Aufbrauchfrist bis Ende 2026. Gemeinsam mit PAN Europe klagen wir deshalb vor dem Europäischen Gericht – für ein sofortiges Verkaufs- und Anwendungsverbot im Sinne des Vorsorgeprinzips.

Ein weiterer Skandal ereignet sich im Hamburger Hafen: Dort wird Exportholz weiterhin mit dem extrem klimaschädlichen Pestizid ProFume begast. Der enthaltene Wirkstoff Sulfurylfluorid ist mehr als tausendfach klimaschädlicher als CO2. Allein 2023 verursachten die ProFume-Emissionen im Hamburger Hafen rund 1,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente – so viel wie ganze Städte pro Jahr ausstoßen. Obwohl die EU-F-Gase-Verordnung unnötige Anwendungen des schädlichen Klimagases untersagt und klimafreundliche Alternativen verfügbar sind, schreiten die Behörden nicht ein. Deshalb haben wir Untätigkeitsklage beim Verwaltungsgericht Hamburg eingereicht – für konsequenten Klimaschutz statt klimaschädlicher Schlupflöcher.

Sie wollen uns bei diesen wichtigen Vorhaben unterstützen und gemeinsam mit uns die Pestizidflut stoppen? Dann stellen Sie sich als Pestizid-Klagen-Pate an unsere Seite.
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Schockierende Zahlen zu Einweg-Verpackungen und Elektroschrott: Warum wir den Müllberg nicht ignorieren dürfen

Neue Zahlen des Umweltbundesamtes belegen das Ausmaß der Einweg-Plastikflut: 36 Milliarden Einweg-Becher und Essensboxen fallen in Deutschland jährlich an. Das entspricht 396.000 Tonnen Verpackungsmüll – ein Müllberg schwerer als der Kölner Dom. Jeden Tag landen unzählige Verpackungen nach nur wenigen Minuten Nutzung im Müll, egal ob Coffee-to-go-Becher, Take-Away-Box oder Trinkjoghurt aus dem Supermarkt. Mit dieser gigantischen Menge liegt Deutschland europaweit auf Platz 2 beim Einweg-Verbrauch. Dieses Wegwerf-System ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis falscher Anreize.

Zwar gilt seit 2023 eine Mehrwegangebotspflicht, doch in der Praxis bleibt Einweg meist die bequemere Wahl und dessen Nutzung ohne negative Konsequenzen. Dabei gibt es längst Alternativen – nicht nur für Coffee-to-go oder Take-Away-Essen, sondern inzwischen auch für vorverpackte Salate, Desserts oder Snacks im Supermarkt. Doch gerade in der Anfangsphase sind die Investitionen für Logistik, Reinigung und Rückgabe hoch. Deshalb fordern wir von Umweltminister Schneider, sich für eine wirksame finanzielle Mehrwegförderung und eine Abgabe auf Einweg-Verpackungen einzusetzen. Nur wenn nachhaltige Mehrweg-Lösungen schnell skalieren sowie in der Breite angeboten werden und sich die negativen Umweltauswirkungen von Einweg im Produktpreis widerspiegeln, gelingt die Verpackungswende.

Parallel dazu verschärft sich die Krise beim Elektroschrott. 2024 wurden in Deutschland lediglich 28,7 Prozent des Elektroschrotts gesammelt – gesetzlich vorgeschrieben sind 65 Prozent. Eine große Menge alter Handys, Toaster und Kühlschränke verschwindet aus dem offiziellen System. Dabei gehen auch enorme wirtschaftliche Chancen verloren: Eine von der DUH in Auftrag gegebene Studie belegt, dass durch eine konsequente Herstellerverantwortung das Sammelziel von 65 Prozent erreicht, jährlich bis zu 810.000 Tonnen zusätzliche Rohstoffe im Wert von über 2 Milliarden Euro zurückgewonnen und rund 39.000 Arbeitsplätze geschaffen werden könnten.

Hersteller müssen endlich für die Sammlung, das Recycling und Wiederverwendung ihrer Produkte in die volle Verantwortung genommen werden. Wir fordern, dass Carsten Schneider als zuständiger Bundespolitiker im Elektrogesetz klare Verantwortlichkeiten und verbindliche Quoten für die Sammlung, das Recycling und die Wiederverwendung von Altgeräten durchsetzt.

Sie können jetzt aktiv werden: Unterstützen Sie Mehrweg und echte Kreislaufwirtschaft und unterschreiben Sie unsere Mehrweg-Petition. Jede Stimme zählt, damit Mehrweg zum neuen Normal wird.
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Jede Unterstützung zählt – vielen Dank!
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Deutsche Umwelthilfe e.V.
Bundesgeschäftsstelle Radolfzell | Fritz-Reichle-Ring 4 | 78315 Radolfzell
Telefon: +49 7732 9995-0 | Telefax: +49 7732 9995-77
E-Mail: info@duh.de | www.duh.de
 
DUH e.V. | BGF: Jürgen Resch, Sascha Müller-Kraenner, Barbara Metz
Vorstand: Prof. Dr. Margit Mönnecke, Carl-Wilhelm Bodenstein-Dresler,
Michael Rothkegel | AG Hannover VR 202112
 
 
 
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