|
|
Was hier geplant ist, sorgt für Fassungslosigkeit: Mitten durch den Lübecker Stadtwald Bartelsholz soll eine Schneise geschlagen werden – für eine neue Höchstspannungsleitung. Bis zu 10 Hektar wertvoller Stadtwald würden dadurch verloren gehen. Der Verlust ist besonders schwerwiegend, weil der Stadtwald nach dem „Lübecker Modell“ bewirtschaftet wird – einem international beachteten Ansatz, der auf natürliche Prozesse statt großflächiger Eingriffe setzt. So entstehen stabile, artenreiche Wälder, die gleichzeitig das Klima schützen und wirtschaftlich genutzt werden können.
Dabei gibt es längst eine bessere Lösung für das Infrastrukturprojekt: Die Hansestadt Lübeck bezeichnet die sogenannte Nordumgehung – eine alternative Trassenführung über Ackerflächen um den Wald herum – selbst als „ideale Variante“. Aus Kostengründen und wegen privater Flächeninteressen wird dies bislang jedoch zurückgestellt.
Wir machen Druck, damit diese Fehlentscheidung korrigiert und der Stadtwald geschützt wird. Es darf nicht sein, dass ein international anerkanntes Modellprojekt zerstört wird, obwohl eine umweltverträgliche Alternative auf dem Tisch liegt. Wir fordern, dass die Planungen für den Trassenbau überarbeitet und naturverträgliche Lösungen umgesetzt werden!
Der Konflikt um das Bartelsholz ist leider kein Einzelfall. In vielen Städten geraten wertvolle Wälder unter Druck – für Bauprojekte, Straßen oder Holzgewinnung. Umso wichtiger ist es, jetzt ein starkes Zeichen zu setzen. Helfen Sie uns mit Ihrer Unterschrift, den Lübecker Stadtwald zu bewahren und gemeinsam auch andere bedrohte Stadtwälder zu schützen.
|
|