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5 Fragen an den Künstler


Wie sind Sie zur Kunst gekommen?


Da mein Vater ebenfalls Künstler ist, bin ich schon als Kind mit der Kunst in Kontakt gekommen und habe mit meinen Eltern Kunstmuseen wie das Rijksmuseum in Amsterdam besucht. Eine Reproduktion des Bildes „Kairouan III“ von August Macke hing bei uns in der Wohnung und hat mich insbesondere wegen der lebhaften Vegetation beeindruckt. Nach dem Abitur entschied ich mich aber erst einmal, die Kunst hinter mir zu lassen und Rechtswissenschaften in Tübingen zu studieren. Erst durch das Interesse meiner Frau an Kunst kam ich dann wieder zur Malerei zurück.

Was bedeutet Kunst für Sie?

Die Kunst sollte im besten Fall aus sich selbst heraus vielschichtig interpretierbar sein und sich keinen Regeln unterwerfen. In einem guten Moment kann die Kunst ein Gegenentwurf zur überladenen Bilderflut unserer digitalen und hektischen Welt sein. Gute Kunst muss immer über das reine Abbilden der Natur hinausgehen. Gerade weil es heute kein einheitliches Wirklichkeitsmodell mehr geben kann, muss der Künstler eigene Formen einer Wirklichkeit thematisieren und darstellen. Wahrheit und Wirklichkeit liegen dabei ausschließlich in der Kunst selbst.

Was inspiriert Sie?

Ausgangspunkt meiner Arbeit ist die Gegenüberstellung von Natur und Architektur. Anlass für ein Bild kann ein gesehener Ort, das Zusammenspiel von Licht und Schatten oder eine erlebte Stimmung sein. In meinen Bildern füge ich diese Erlebnisse und Beobachtungen zu einem eigenen neuen Ganzen zusammen, wobei die Szenerien oftmals auch etwas Bühnenhaftes haben können. Ausgangspunkt ist eine abstrakte Fläche, aus der sich die Gegenständlichkeit Schicht für Schicht herausbildet. In diesem Sinne hat Kunst für mich auch etwas Prozesshaftes.

Warum ist Ihnen das Thema Umweltschutz wichtig?

Der Mensch neigt dazu, sich die Umwelt anzueignen und sie im schlimmsten Fall aus kommerziellen Eigeninteressen zu zerstören. Um diesem Prozess entgegenzuwirken und die Umwelt auch für unsere Nachkommen zu erhalten, ist mir der Umweltschutz ein sehr wichtiges Anliegen.

Was möchten Sie unseren Gästen mit auf den Weg geben?

In einer Welt, die durch den digitalen Wandel immer schneller und unüberschaubarer wird, ist die Kunst für mich eine wichtige Konstante sowie Gradmesser. Kunst muss aufrütteln, bestehende Konventionen hinterfragen und neue Türen öffnen.

Kontakt

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Claudia Tauer
Veranstaltungsmanagement
Tel.: 030 2400867-641
E-Mail: Mail schreiben

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