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Helfen Sie uns jetzt dabei Greenwashing durch Pseudo-Recycling aufzudecken und dreiste Konzerne zum Handeln zu zwingen!

Klimaschutz und Abfallvermeidung sind bei uns Verbraucherinnen und Verbrauchern inzwischen zunehmend kaufentscheidend. Das ist ein hart erkämpfter Zustand – und sehr erfreulich. Aber genau deshalb täuschen immer mehr Konzerne wie Danone und Nestlé dreist vor, umweltfreundliche Verpackungen und Produkte anzubieten, ohne dass sie es wirklich sind. Wir werden angelogen und abgezockt – die Verpackungshersteller betreiben dreistes Greenwashing: Einweg-Plastikflaschen seien angeblich durch den Einsatz von Recyclingmaterial so umweltfreundlich wie regionale Mehrwegflaschen. Einwegbecher aus Bioplastik würden den Wegwerf-Irrsinn von to-go-Verpackungen rechtfertigen. Und der zweifelhafte Einsatz von Recyclingmaterial ließe unsinnige Aluminium-Kaffeekapseln plötzlich grün werden…

Wegen dieser dreisten Lügen werden weiter klimaschädigend Ressourcen verschwendet. Pro Jahr sind es ca. 10 Mio. t Plastik, die im Meer landen. Das macht 27.000 t Plastik jeden Tag. Die Meerestiere verwechseln dieses Plastik mit Nahrung – und verhungern qualvoll. Mit Mägen voller Plastikmüll – auch voller Bioplastik. Schildkröten, Wale, Meeresvögel – es sind Bilder, die man nicht so leicht vergisst.

Aber das nehmen wir nicht hin! Wir reißen Unternehmen wie Coca-Cola, Tetra Pak, Nestlé oder BASF die Maske vom Gesicht und gehen gegen dreistes Greenwashing vor. Wir kämpfen für unser aller Recht auf wahrheitsgemäße Informationen und wirklich umweltfreundliche Verpackungen. Wirksame Lösungen sind Vermeidung, Mehrwegsysteme und hochwertiges Recycling unvermeidbarer Abfälle. Pseudo-Recycling und Einwegverpackungen als Ersatz für anderen Einwegmüll bringen uns nicht weiter!

  • Gegen die dreiste Lüge von Tetra Pak, dass Getränkekartons zu 100% recycelt werden, haben wir erfolgreich geklagt. Unsere Berechnungen belegen, dass in Wirklichkeit lediglich 30% der Getränkekartons recycelt werden.
  • Wir haben erreicht, dass Aldi und Rewe Einwegtüten aus Bioplastik nicht mehr als zu 100 % kompostierbar bewerben durften und schlussendlich ganz aus dem Sortiment nahmen. Die angebotenen Einwegtüten zersetzten sich unter normalen Bedingungen in der Umwelt nur ähnlich langsam wie herkömmlicher Kunststoff.
  • Wir sind erfolgreich gegen das Greenwashing von Danone mit Bioplastikbechern für Activia-Joghurt vorgegangen. Der als umweltfreundlich beworbene Bioplastikbecher ist nicht umweltfreundlicher als ein herkömmlicher Joghurtbecher aus fossil basiertem Kunststoff.
  • Dosenhersteller haben auf Getränkedosen einfach den Slogan gedruckt „Die Dose ist grün“. Weil die Dose nicht umweltfreundlich ist, haben wir geklagt und vor Gericht recht bekommen. Die Dose darf nicht mehr als umweltfreundliche Getränkeverpackung beworben werden.
  • Zu den Einweg-Plastikflaschen von Lidl aus 100% Recyclingmaterial (die gleiche Strategie fahren auch Danone Waters, Coca-Cola, Pepsi und Nestlé) haben wir in diesem Jahr mit einem Faktencheck aufgezeigt, warum diese nicht umweltfreundlich sind.

Jedes Jahr suchen wir außerdem mit dem Schmähpreis „Goldener Geier“ nach der dreistesten Umweltlüge. Dabei waren allein drei der fünf final Nominierten ökologisch beworbene, jedoch in Wirklichkeit nicht nachhaltige Verpackungen: Tetra Pak mit einer dreisten Nachhaltigkeitskampagne für den in Wahrheit schlecht zu recycelnden Getränkekarton, Henkel für Einweg-Kunststoffverpackungen aus Meeresplastik und Nestlé mit einem zweifelhaften Versprechen zum Einsatz von Recyclingmaterial in ihren Aluminium-Kaffeekapseln. Diese Beispiele zeigen, wie dringend notwendig es ist, Verpackungsherstellern genau auf die Finger zu schauen. Je wichtiger Abfallvermeidung und Klimaschutz für Verbraucherinnen und Verbraucher werden, desto größer wird der Anreiz für Unternehmen zu betrügen.

Wir wollen erreichen, dass Mehrweg zum Standard wird, in Deutschland und in ganz Europa. Deshalb kämpfen wir für ein verbindliches Ziel zur Halbierung der Verpackungsabfälle bis 2025. Um Abfälle zu vermeiden, müssen Mehrwegsysteme gefördert werden. Wir erklären, wie Mehrweg verbraucherfreundlich und in der Breite funktioniert und warum Einwegalternativen aus Aluminium, Palmblättern oder importiertem Holz nicht die Lösung sein können.

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