Wettbewerb "Gärten der Integration 2018" ist gestartet!

Gärten der Integration 2018

Viele Kleingärtnervereine und Gemeinschaftsgärten öffneten in den letzten Jahren ihre Gärten für Geflüchtete oder gründeten eigens neue Gartenprojekte. Gemeinsam lassen sie interkulturelle Lernorte entstehend, die wertvoll und sinnstiftend für alle Beteiligten sind – egal welcher Herkunft. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zu einer toleranten und diversen Gesellschaft. Auch 2018 suchen wir wieder solche „Gärten der Integration“. Machen Sie mit und werden Sie „Garten der Integration 2018“!

Erster Sieger 2018 steht fest: Der Internationale Garten in Meißen

Der im April 2016 gegründete Garten erhält als erster Garten in diesem Jahr die Auszeichnung „Garten der Integration 2018“. Auf einem 3,5 Hektar großen Areal am Stadtrand von Meißen gibt es jede Menge Platz für gemeinsames Gärtnern, Kochen und den interkulturellen Erfahrungsaustausch. In so einem großen Garten gibt es viele Bauprojekte – vor allem der Bau einer Regenbewässerung war elementar, da das Gelände keinen Wasseranschluss hat. Geflüchtete haben sich hier aktiv mit ihrem Wissen bei der Planung und handwerklichem Können beim Bau mit eingebracht. Insgesamt über 70 Geflüchtete und Einheimische bewirtschaften aktuell die Gartenflächen. Herzlichen Glückwunsch!

Klicken Sie hier, um den Internationalen Garten Meißen und weitere Gärten kennenzulernen

Unter dem Motto „Empowerment“ suchen wir auch in diesem Jahr Projekte und Initiativen, die dem „urbanen Gärtnern“ zuzuordnen sind und die geflüchtete Menschen einbeziehen oder von Geflüchteten initiiert wurden. Dazu gehören Gartenprojekte aller Art, wie z.B. Kleingärtnervereine und Gemeinschaftsgärten mit Flüchtlingsarbeit, Interkulturelle Gärten oder Gärten auf dem Gelände von Flüchtlingsunterkünften.

Insgesamt drei Siegerprojekte werden im Laufe des Gartenjahres ausgezeichnet. Der zweite Sieger wird in Kürze nominiert. Die Einsendefrist für die 3. Auszeichnung ist der 30. September 2018. Nutzen Sie Ihre Chance - die Bewerbungsunterlagen finden Sie unter „Downloads & Dokumente“.

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Alle Infos zum Wettbewerb im Überblick:

Geflüchtete bereichern Gartenprojekte durch Gartenbau- und Agrarwissen aus den Heimatländern, durch handwerkliches Geschick, Kochkünste oder einfach mit dem Willen zum Anpacken. Im Alltag zwischen Sprachkursen und Behördengängen mag das wenig nützlich erscheinen, im Garten dagegen sorgen diese Fähigkeiten für Wertschätzung und Erfolgserlebnisse. „Empowerment“ heißt das im Fachjargon: die Erfahrung, dass die eigenen Fähigkeiten gebraucht werden und Veränderungen herbeiführen können. Solche Erlebnisse sind wichtig in unser aller Leben; für Geflüchtete sind sie zusätzlich ein Schlüssel zur Integration in unsere Gesellschaft. Deshalb sind wir in der Wettbewerbsrunde 2018 besonders gespannt darauf, Geschichten und Erfolge des "Empowerments" zu erfahren.

Es dürfen sich alle Projekte und Initiativen bewerben, die dem urbanen Gärtnern zuzuordnen sind, die geflüchtete Menschen einbeziehen oder von Geflüchteten initiiert wurden und die einen Beitrag zur Integration leisten. Dazu gehören alle Gartenprojekte im städtischen Raum: Kleingärtnervereine, Gemeinschaftsgärten und Interkulturelle Gärten, Gärten auf dem Gelände von Flüchtlingsunterkünften etc. Alle Varianten von Trägerschaft sind zugelassen. Die Größe des Projekts (Flächengröße oder Anzahl Gärtnerinnen und Gärtner) ist nicht relevant.

Drei Siegerprojekte werden von der Expertenjury im Laufe des Gartenjahres ausgewählt. Diese drei Projekte werden einzeln besucht und vor Ort als „Garten der Integration 2018“ ausgezeichnet. Vertreterinnen und Vertreter der Presse und weiterer örtlicher Akteure werden eingeladen, um über das Projekt ins Gespräch zu kommen. Das Projekt wird auf der Internetseite der DUH und im Projektnewsletter vorgestellt. Jeder der drei „Gärten der Integration 2018“ erhält ein Preisgeld von 500 Euro. Die Verwendung des Preisgeldes ist zweckgebunden für Maßnahmen innerhalb des Projekts und im Sinne dieser Wettbewerbsausschreibung vorgesehen.

Fragebogen: Die Teilnahme am Wettbewerb erfolgt durch das Ausfüllen und Einreichen des Fragebogens.

Ergänzungsformular: Mit dem Ergänzungsformular können Neuerungen, Weiterentwicklungen und Erfolge nachgereicht werden.

Fotos: Zum Fragebogen und zu den Ergänzungsformularen dürfen Sie jeweils bis zu 5 Fotos einreichen, die die dargestellten Aktivitäten im Garten besonders gut darstellen. Bitte reichen Sie ausschließlich Bildmaterial ein, das die DUH ohne Einschränkung für die Öffentlichkeitsarbeit des Projekts „Gärten der Integration“ sowie ähnlicher Projekte in den Themenfeldern Stadtnatur, „Urban Gardening“, kommunaler Umweltschutz und/oder Flüchtlingsarbeit verwenden darf. Bitte nennen Sie uns die korrekte Urheberbezeichnung, wie Sie sie im Bild eingeblendet haben möchten. Näheres entnehmen Sie bitte den Rechtlichen Hinweisen zu den Bildeinsendungen im Fragebogen.

Nach jeder der drei folgenden Einsendefristen wird jeweils ein Projekt als „Garten der Integration 2018“ ausgewählt und ausgezeichnet:

Einsendefrist für die 1. Auszeichnung: 31. Mai 2018
Einsendefrist für die 2. Auszeichnung: 31. Juli 2018
Letzter Einsendeschluss: 30. September 2018

Alle zu den früheren Terminen eingereichten Bewerbungen werden auch bei den nachfolgenden Terminen berücksichtigt. Es lohnt sich also, Ihre Bewerbung schon früh einzureichen!

Die Bewertung der Projekte orientiert sich an einer Reihe von Kriterien, die aber nicht alle erfüllt sein müssen:

  • „Empowerment“: Geflüchtete bringen Wissen und Fähigkeiten ein
  • Kooperation bzw. Vernetzung mit Bezug zu Bildung, Arbeitsmarkt, Wohnungsmarkt, therapeutische Arbeit etc.
  • Wissenstransfer & kultureller Austausch
  • Förderung von ökologischem Wissen & Unterstüt-zung von Naturerfahrung
  • Integration
  • Ehrenamtliches Engagement
  • Übertragbarkeit
  • Öffentliche Wahrnehmung

Die Kooperationspartner des Wettbewerbs begleiten die DUH bei der Durchführung des Wettbewerbs und wählen die Gewinner aus. Wir danken den folgenden Jurymitgliedern:

  • Sarah Adolph, Malteser Hilfsdienst
  • Stefan Grundei, Bundesverband Deutscher Gartenfreunde
  • Gudrun Walesch, anstiftung
  • Hans-Dieter Walker, Deutsches Rotes Kreuz
  • Silke Wissel, Deutsche Umwelthilfe
© anstiftung
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