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5 Fragen an den Künstler

© Klaus Pincus


Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Schon seit meiner Kindheit zog mich die Möglichkeit, mit Stift und Farbe auf Papier und Leinwand zu zeichnen und zu malen, magisch an. Meiner Mutter und auch dem Zeichenlehrer in der Schule blieb das nicht verborgen. Sie förderten und unterstützten meine Hinwendung zur Kunst. Folgerichtig entwickelte sich der Wunsch, am liebsten einen künstlerischen Beruf zu ergreifen, bei mir schon sehr frühzeitig. Einen entscheidenden Impuls setzte auch der jahrelange Besuch eines hervorragenden Mal- und Zeichenzirkels für Kinder. Der Kreis hat sich hierbei im Übrigen später wieder geschlossen, als ich als Erwachsener, viele Jahre später, unter anderem selbst Kurse für Malerei und Grafik geleitet habe. 

Was bedeutet Kunst für Sie?

Für mich ist Kunst eine besondere Art, ein Weg, miteinander zu kommunizieren; die Möglichkeit, seine Gefühle und Empfindungen mitzuteilen, etwas zu gestalten, zu erschaffen, kreativ zu sein.

Kunst ist für mich (ein) unverzichtbarer Teil meines Lebens. Künstlerisch Tätig sein, in meinem Fall bildkünstlerisch, kreiert, erschafft, wie ich meine, eine ganz eigene Welt auf höherer Ebene. Dabei geht es mir um das Ergründen, Verstehen und Fühlen und letztlich um die Verwirklichung von Ideen.

Kunst ist eine universelle und, wie ich meine, geniale Sprache, die von vielen Menschen gesprochen, vor allem aber verstanden wird.

Was inspiriert Sie?

Inspiration - WIKIPEDIA erklärt sie folgendermaßen: „Inspiration kommt von lat.: inspiratio „Beseelung“, Einhauchen von spiritus „Leben, Seele, Geist“. Allgemeinsprachlich versteht man darunter etwa einen unerwarteten Einfall oder einen Ausgangspunkt künstlerischer Kreativität.

Im weitesten Sinne können das alle Dinge sein, die mich umgeben. Styroporverpackungen können gleichermaßen, wie ein Baum oder der Blick auf die Dächer eines ligurischen Dorfes, zu einem unerwarteten Einfall führen oder ein Ausgangspunkt für eines meiner künstlerischen Projekte sein.

Ist erst einmal solch‘ eine Idee da, suche ich nach Wegen, diese in eine Bildsprache umzusetzen. Viele Geschichten und Ideen findet man oft fast direkt vor der Haustür. Man muss sich dafür nur offenhalten, sie aufspüren, wahrnehmen, die Sinne dafür schärfen.

Es lohnt sich, die Dinge auch einmal aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen. Dann blickt man auf faszinierende Strukturen von Baumrinden. Hahnengefieder wird zur abstrakten Malerei. Oder man sieht die wechselnden Bilder, die die Wolken an den Himmel „malen“.

Aus der Vogelperspektive via Google wiederum eröffnen sich völlig neue, faszinierende Entdeckungen an Formen, Farben, Rhythmen und Strukturen. Wählt man hier einen bestimmten Detailausschnitt, dann erscheint einem die Natur selbst als Malerin, als kreative Gestalterin. Dies geschieht oft auch in der Symbiose von Mensch und Natur. So bilden beispielsweise Felder faszinierende, völlig verschiedenartige Strukturen. Verblüffend ist die Vielfalt, die sich einem bei genauerer Betrachtung erschließt. Immer wieder finde ich hier die schon fast perfekte Vorlage für eine abstrakte Bildkomposition, für mich ein unendliches Reservoir an Inspiration.

Warum ist Ihnen das Thema Umweltschutz wichtig?

Weil es aus meiner Sicht zum Schutz der Natur und Umwelt keine Alternative gibt. Auf einen anderen Planeten auszuwandern, umzusiedeln ist keine reale Option. Science-Fiction als Kunstform ist spannend und faszinierend, aber in Bezug auf die Problematik der zunehmenden Umweltzerstörung halte ich mich lieber an die Realität.

In meiner Kindheit war der Wald ein wunderbarer, großer Abenteuerspielplatz. Heute entwickelt sich der Wald zunehmend zu einem „gefährlichen Ort“; mit sich immer weiter ausbreitenden Zecken, von denen Krankheiten ausgehen, mit extremen Trockenperioden, daraus resultierender permanenter Waldbrandgefahr im Sommer…

Die Vorstellung, dass der Blick auf eine intakte Umwelt irgendwann nur noch in Form eines gemalten Bildes oder nur noch in virtueller, digitaler Form möglich wäre, ist wohl ein Alptraum. 

Was möchten Sie unseren Gästen mit auf den Weg geben?

Ich denke, dass es wichtig ist, sich vom hektischen und stressigen Alltag immer wieder mal eine Auszeit zu nehmen. Die Beschäftigung mit der Kunst kann hier, denke ich, ein funktionierender Ausgleich sein. Sie kann Momente der Ruhe und Magie in uns erzeugen. Kunsterlebnisse sind bestens geeignet, zu sich selbst zu finden. Kunst kann uns zum einen „erden“, zugleich aber auch „Flügel“ verleihen. Um das zu erfahren und zu spüren, bedarf es eigentlich nur der Bereitschaft, sich auf sie einzulassen, ob als kreativ Gestaltender oder als Betrachterin und Betrachter.

Ein Merkmal der Natur ist ihre Vielfalt. Mit der Kunst verhält es sich meiner Ansicht nach genauso. Sie braucht diese Vielfalt. Kunst ist ein Weg, uns die Schönheit dieser Welt, aber auch ihre Verletzlichkeit bewusst zu machen.

Kontakt

Copyright: © Holzäpfel/DUH

Claudia Tauer
Veranstaltungsmanagement
Tel.: 030 2400867-641
E-Mail: Mail schreiben

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