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Wiederverwenden statt wieder verschwenden

Dienstag, 04.12.2018

In Deutschland fallen jedes Jahr rund 1,7 Millionen Tonnen Elektroschrott als Abfall an. Davon werden jedoch nur etwa 45 Prozent ordnungsgemäß erfasst – der größte Teil wird illegal entsorgt oder exportiert.

© Fotolia / mekcar

-- Die 24. UN-Klimakonferenz (COP24) findet in diesem Jahr vom 2. bis 14. Dezember im polnischen Kattowitz (Katowice) statt. Deutschland rühmt sich als Vorreiter in Sachen Klima. Unsere Artikel-Sonderreihe zur COP24 zeigt: auch Deutschland hat in Sachen Klimaschutz einiges aufzuholen. --

Alte Elektrogeräte enthalten Schadstoffe, die Umwelt und Gesundheit gefährden. Gleichzeitig können sie aber auch dem Klima unter die Arme greifen. Denn Rohstoffe, die bereits in Geräten enthalten sind, können wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden. Die Wiederverwendung von Elektrogeräten stellt dabei die beste Möglichkeit dar, um Umwelt und Klima zu schützen.

Weniger als die Hälfte unseres Elektromülls wird fachgerecht gesammelt. Der Rest des anfallenden Elektroschrotts wird illegal entsorgt oder in Länder exportiert, in denen mit massiven Umwelt-und Gesundheitsschäden der dortigen Bevölkerung zu rechnen ist. Damit mehr Altgeräte für eine Wiederverwendung oder ein Recycling gesammelt werden, braucht es mehr einfache Rückgabemöglichkeiten für Verbraucher. Auch in Deutschland muss gelten: wer ein Elektrogerät verkauft, muss auch ein ähnliches Altgerät zurücknehmen. Außerdem müssen die Händler deutlich mehr über ihre Rücknahmeangebote informieren. Zoll und Hafenbehörden müssen besser ausgestattet werden, damit sie illegale Exporte wirksam verhindern können.

Nur 2 Prozent der Elektroaltgeräte werden wiederverwendet

Doch selbst wenn ausgediente Elektrogeräte korrekt beim Wertstoffhof oder Händler abgegeben werden, gibt es Probleme. Viel zu oft werden funktionstaugliche Geräte zerstört, obwohl sie noch weiter genutzt werden könnten. Aktuell werden weniger als 2 Prozent des gesammelten Elektromülls einer Wiederverwendung zugeführt. Dabei spart beispielsweise die Wiederverwendung eines Smartphones bis zu 14 kg Ressourcen und umgerechnet 58 kg CO2-Emissionen. Wer möchte, dass sein altes Handys nach professioneller Datenlöschung für eine weitere Verwendung aufbereitet oder hochwertig recycelt wird, spendet es am besten an die Handysammlung HandysfuerdieUmwelt.de.

Momentan beschränken sich die in Deutschland üblichen Recyclingprozesse für Elektroschrott auf Massenmetalle wie Eisen, Kupfer oder Aluminium und Edelmetalle wie Gold, Silber oder Platin. Bei Kunststoffen und Technologiemetallen sieht das allerdings anders aus. Dabei könnte beispielsweise durch ein Recycling von Seltenen Erden, Lithium oder Indium Umweltauswirkungen bei deren Abbau und CO2-Emissionen vermieden werden. Separate Recyclingquoten für Kunststoffe und Technologiemetalle sind deshalb dringend notwendig.

Damit Elektrogeräte nicht immer schneller kaputt gehen, brauchen wir ein besseres Ökodesign. Geräte müssen einfacher zu reparieren und Ersatzteile verfügbar sein. Daher kämpfen wir für ein "Recht auf Reparatur". Unterstützen Sie uns dabei!

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