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Treibhausgas Methan: Klimaschutz im Einkaufswagen

Montag, 10.12.2018

Wenn wir die globalen Klimaschutzziele von Paris erreichen wollen, dürfen kein Treibhausgas und keine Emissionsquelle unberücksichtigt bleiben: Über ein Sechstel der weltweiten Treibhausgasemissionen ging 2016 auf Methan zurück.

© creativenature-nl - Fotolia

-- Die 24. UN-Klimakonferenz (COP24) findet in diesem Jahr vom 2. bis 14. Dezember im polnischen Kattowitz (Katowice) statt. Deutschland rühmt sich als Vorreiter in Sachen Klima. Unsere Artikel-Sonderreihe zur COP24 zeigt: auch Deutschland hat in Sachen Klimaschutz einiges aufzuholen.--

Im Kampf gegen den Klimawandel steht als Hauptursache meist das CO2 im Fokus. Über das Treibhausgas Methan hingegen erfährt man wenig. Methan zählt zu den sogenannten kurzlebigen Klimaschadstoffen. Es verweilt nur etwa 10 Jahre in der Atmosphäre, wirkt in dieser Zeit aber sehr stark erwärmend. Bezogen auf einen Zeitraum von 100 Jahren wirkt das Gas in der Atmosphäre sogar 28-mal stärker als CO2.

Methan, das vor allem in den Ställen der Landwirtschaft entsteht, gilt als Vorläuferstoff für bodennahes Ozon. Dieses belastet die Luft und hat schwere Auswirkungen auf die Gesundheit. In Gebieten mit einer erhöhten Ozonkonzentration kommt es nachweislich zu mehr Krankenhauseinlieferungen und Todesfällen. Zusätzlich schädigt bodennahes Ozon natürliche Ökosysteme, was eine Beeinträchtigung des Wachstums und eine Reduktion der Produktivität von Nutzpflanzen zur Folge hat.

Methanemissionen in Deutschland


Die Landwirtschaft verursacht mehr als die Hälfte der gesamten Methanemissionen in Deutschland. Diese stammen vor allem aus der Rinderhaltung und dem dazugehörigen Wirtschaftsdünger-Management. Bei der Emissionsminderung aus Abfalllagerung und Kohleförderung sind wir hingegen schon einen großen Schritt weiter. Für mehr Klimaschutz in der Landwirtschaft fordert die DUH in ihrem NKI-Projekt MinusMethan daher konkrete gesetzliche Vorgaben zur Minderung von Methan aus der Landwirtschaft für Deutschland. Mit dem neu gestarteten LIFE Projekt Air & Agriculture werden diese Inhalte durch die DUH und mehrere internationale Partnerorganisationen auf die europäische Ebene transferiert.

Sie haben es selbst in der Hand!

Verbraucher können durch ihr Konsumverhalten die Emissionen der Landwirtschaft entscheidend beeinflussen. Denn je höher unser Fleisch- und Milchproduktekonsum ist, desto höher auch die Methanemissionen. Es ist demnach wichtig, nicht nur bei der eigenen Mobilität oder beim Kauf von Elektrogeräten auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu setzen, sondern auch bei der Wahl und dem Umgang mit Lebensmitteln. Besonders die Lebensmittelverschwendung von Molkerei- und Fleischprodukten sollte stark reduziert werden. Hier kann entlang der gesamten Wertschöpfungskette ein Beitrag zum Klimaschutz in der Landwirtschaft geleistet werden.

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