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Kein Regenwald für Kraftstoffe!

Montag, 17.12.2018

Drei Viertel der Deutschen wissen nicht, dass Palmöl stetiger Bestandteil von Biodiesel ist. Dies zeigt eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Ipsos. Doch Verbraucher haben beim Tanken kaum eine Wahl, denn Diesel-Kraftstoff ohne das umstrittene Pfl anzenöl gibt es immer weniger.

© gudkovandrey / Fotolia

Der Anbau von Ölpalmen geht mit einer massiven Zerstörung wertvoller tropischer Ökosysteme und dem Verlust an Tier- und Pflanzenarten einher. Gleichzeitig löst die Palmölproduktion soziale und wirtschaftliche Konflikte aus. Sie verursacht erhebliche CO2-Emissionen und schadet damit dem Weltklima. Bislang bewertete man die Klimabilanz von Bio-Kraftstoffen als positiv. Aus diesem Grund sorgt die Erneuerbare-Energien-Richtlinie in der EU bisher dafür, dass dem Diesel vermehrt Speiseöle zugemischt werden. Doch zahlreiche Studien belegen, dass bestimmte Biokraftstoffe das Klima insgesamt genauso belasten wie fossile Kraftstoffe.

Wird Wald gerodet oder werden Moorböden abgebrannt, um dort Energiepflanzen anzubauen, verschärft sich die CO2-Problematik. Berechnet man die Treibhausgasemissionen aus diesem Effekt mit ein, so schneidet das Palmöl-Diesel-Gemisch schlecht ab: Seine Emissionen liegen um 80 Prozent über denen von Diesel aus Mineralöl. Die DUH fordert die EU-Kommission auf, ein Beimischungsverbot zügig und rechtskräftig durchzusetzen. Biokraftstoffe mit Lebensmittelbestandteilen dürfen nicht als erneuerbare Energien anerkannt werden. Lediglich Abfall- und Reststoffe oder Biomasse außerhalb des Lebensmittelsektors sollten energetisch genutzt werden.

Kein Palmöl in den Tank
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