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Geld sparen und die Umwelt schützen

Freitag, 13.03.2015

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zum Weltverbrauchertag am 15.03.2015: Wer sich vor einer Neuanschaffung über die Lebensdauer, die Reparierbarkeit und die Energieeffizienz eines Produkts informiert, kann jede Menge Geld sparen.

© neirfy / Fotolia
© neirfy / Fotolia

13.03.2015

Geld zurück bei der nächsten Stromrechnung!
Energieverbrauch steht für stetigen Ressourcenverbrauch und Klimawandel. Energiesparen zahlt sich daher doppelt aus, denn man schont den Geldbeutel und die Umwelt.

Es empfiehlt sich, den Energieverbrauch eines Produktes bereits bei der Neuanschaffung oder beim Austausch eines Altgeräts zu berücksichtigen. Bei zahlreichen Haushaltsgeräten kann man den konkreten Verbrauch anhand des bunten EU-Energielabels einschätzen. Aber Vorsicht: Es werden dort auch die Effizienzklassen angezeigt, in denen Neugeräte wegen ihres Energieverbrauchs gar nicht mehr verkauft werden dürfen. Waschmaschinen und Kühlschränke dürfen z.B. nur noch in den Effizienzklassen A+++ bis A+ verkauft werden. Staubsauger hingegen in den Klassen A bis G. Dass zwischen den einzelnen Energieeffizienzklassen große Einsparunterschiede liegen, zeigt sich z.B. bei Wäschetrocknern, die in Klasse A+++ 65% weniger Energie verbrauchen als in Klasse A. Über die Lebensdauer solcher Geräte rechnen sich häufig höhere Anschaffungskosten für höchstklassige Produkte. Online-Vergleichsrechner, etwa der des Niedrig-Energie-Instituts, helfen hier weiter.

Wohin mit alten oder nicht mehr funktionstüchtigen Haushaltsgeräten?
Sicher nicht in die Restmülltonne. Altgeräte kann man kostenlos bei kommunalen Sammelstellen abgeben. Nach Planungen der Bundesregierung sollen Geräte unter bestimmten Voraussetzungen künftig auch direkt beim Handel abgegeben werden können.

Viel zu schnell kaputt?
Leider werden auch bei höherpreisigen Produkten die Erwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher an die Lebensdauer immer häufiger enttäuscht. Eine jüngst veröffentlichte Studie des Umweltbundesamtes ergab, dass die Lebensdauer von Waschmaschinen, Wäschetrocknern, Kühlschränken und ähnlichen Haushaltsgeräten sich zwischen 2004 und 2012 um durchschnittlich ein Jahr auf 13 Jahre verkürzt hat. Auch gehen immer mehr Geräte innerhalb der ersten fünf Jahre kaputt. Agnes Sauter, Bereichsleiterin Verbraucherschutz der DUH: „Die Verwendung von minderwertigen Materialien an Belastungsstellen, eine verschleißanfällige Konstruktion sowie eine gezielte Reparaturunfreundlichkeit – etwa durch fehlende Ersatzteile – sowie die Nichtverfügbarkeit von Updates für ältere Produkte führen zu hohen Folgekosten für den Verbraucher und unnötig hohem Ressourcenaufwand.“

Auf Blogs wie „Murks? Nein Danke!“ finden Verbraucherinnen und Verbraucher viele Informationen zum Thema Verschleiß und Erfahrungsberichte zu einzelnen Produkten. Auch eigene Erfahrungen kann man dort weitergeben. Außerdem können auch Kundenkommentare in Onlineshops hilfreich sein. Man muss aber auch festhalten, dass vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern die technologische Aktualität von Geräten sehr wichtig ist. Gerade Flach-Bildschirme werden ausgetauscht, obwohl sie noch voll funktionstüchtig sind.

Schon mal an eine Reparatur gedacht?
Ist ein Gerät defekt, sollten sich Verbraucherinnen und Verbraucher vor einer Neuanschaffung immer auch Gedanken über eine mögliche Reparatur machen, um überflüssigen Müll zu vermeiden. Bringt man ein mangelhaftes Produkt innerhalb von zwei Jahren ab Kauf oder im Rahmen einer Garantie zurück zum Händler, muss es nicht gleich ein neues Gerät sein. Man hat nach dem Gesetz nämlich grundsätzlich auch einen Anspruch auf Reparatur.

Damit geht man übrigens durchaus mit der Zeit. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher haben die Kurzlebigkeit von Haushaltsgeräten satt. Weltweit sprießen sogenannte „Reparaturcafés“ aus dem Boden, bei denen man auf Spendenbasis defekte Haushaltsgeräte wie Mixer, Rasierer oder Spielsachen und sogar Handys zur Reparatur vorbeibringen kann. Bezahlen muss man in der Regel nur die Ersatzteile. Auf Websites wie  www.repaircafe.org kann man das nächste Reparaturcafé am Wohnort herausfinden. Vieles kann man auch selbst reparieren. Im Internet gibt es sogar Videoanleitungen zur Reparatur vieler häufiger Defekte, z.B. bei IFIXIT. Dort bekommt man in vielen Sprachen Anleitungen für die Reparatur von Elektro- und Elektronikgeräten, wie Toastern, Smartphones oder LCD-Fernsehern und vielem mehr. Und wer nicht selbst reparieren möchte, kann auf diversen Vergleichsportalen im Internet nach den günstigsten Reparaturservices suchen.

Kontakt:

Agnes Sauter, Leiterin Verbraucherschutz
Tel. 07732 / 9995-11, E-Mail: sauter@duh.de

Georg Kleine, Projektmanager Verbraucherschutz
Tel. 07732 / 9995-375, E-Mail: kleine@duh.de

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