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Für ein nachhaltiges Europa braucht es grünen Wasserstoff!

Montag, 15.06.2020

Erst kürzlich hat das EU-Parlament in einer Resolution gefordert, Klimaschutz in das Zentrum des EU-Wiederaufbaufonds zu stellen. Zu Europas Weg zur Klimaneutralität gehört auch der Aufbau einer europäischen Wasserstoffinfrastruktur, die als Teil des European Green Deal neue Innovationen vorantreiben und überall in Europa Wertschöpfung erzeugen kann.

© sergeevspb / Fotolia

Es ist daher begrüßenswert, dass die Bundesregierung das Thema Wasserstoff als eine der Hauptaufgaben der im Juli beginnenden Ratspräsidentschaft betrachtet und die Entstehung der notwendigen Märkte und Infrastrukturen entsprechend forcieren möchte.

Wasserstoff ist jedoch kein Allheilmittel – es wird darauf ankommen, die richtigen Anreize zu setzen und Fehlinvestitionen zu vermeiden. Auf europäischer Ebene muss sich die Bundesregierung konsequent für grünen Wasserstoff stark machen, der über das - auch als Power-to-Gas bezeichnete - Elektrolyse-Verfahren aus erneuerbarem Strom erzeugt wird. Das für Ende 2020/Anfang 2021 erwartete Dekarbonisierungspaket sowie die EU- Industriestrategie bieten dafür gute Chancen.Das für Ende 2020/Anfang 2021 erwartete Dekarbonisierungspaket sowie die EU- Industriestrategie bieten dafür gute Chancen. Der Aufbau der erforderlichen Power-to-Gas-Kapazitäten sowie massive Investitionen in erneuerbare Energien für die Produktion des notwendigen Stroms müssen im Zentrum deutscher EU-Politik stehen. Gleichzeitig sollte sich Deutschland dafür stark machen, die kostbare Ressource Wasserstoff nur dort einzusetzen, wo eine Dekarbonisierung anders nicht möglich ist, wie zum Beispiel in der Stahlindustrie. Das Heizen von Gebäuden oder Betanken von PKW mit grünem Wasserstoff wäre Verschwendung. Wie genau ein kluger Einsatz von grünem Wasserstoff aussehen kann, erläutern wir in unserem Positionspapier Wasserstoff.

„Blauem“ Wasserstoff, der unter Einsatz von fossilem Erdgas und durch Abscheidung und Speicherung von CO2 (CCS) gewonnen wird, muss unter Deutschlands Ratspräsidentschaft hingegen eine klare Absage erteilt werden. Die CCS-Technologie ist risikoreich und stößt auf wenig Akzeptanz in der Bevölkerung. Zudem können klimaschädliche Emissionen nicht sicher ausgeschlossen werden. Deutschland muss in diesem Zusammenhang auf die schnellstmögliche Beendigung der Subventionierung jeglicher fossiler Energien, auch der von Erdgas, hinarbeiten.

Die deutsche Ratspräsidentschaft bietet die Möglichkeit, grünem Wasserstoff als Teil der europäischen Energiewende den Weg zu ebnen. Ob Deutschland diesen Pfad wählt oder am fossilen Zeitalter festhält, wird sich ab Juli dieses Jahres zeigen – und wir werden genau hinschauen!

Unsere Positionen zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020

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