Wir kämpfen für den Erhalt des Weltnaturerbes!

Internationaler Naturschutz

Im Jahr 2010 einigten sich die Vertragsstaaten der globalen Konvention für Biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD) und damit auch Deutschland und die EU darauf, das Artensterben und den ungebremsten Verlust an Ökosystemen innerhalb von zehn Jahren, also bis 2020, zu stoppen. Auch kamen sie überein, dass damit begonnen werden sollte, geschädigte Ökosysteme wiederherzustellen. Die Deutsche Umwelthilfe setzt sich dafür ein, dass auch in Deutschland und Europa kritische Ökosysteme grenzüberschreitend geschützt werden. International setzt sich die Umwelthilfe dafür ein, dass sowohl die deutsche Regierung als auch Unternehmen und Verbraucher ihren Beitrag zum Erhalt des Weltnaturerbes leisten. Die DUH selbst hat maßgeblich die Weltnaturerbe-Nominierungen des ISimangaliso Wetland Parks (St. Lucia) in Südafrika und zuletzt des Okavango-Deltas in Botswana unterstützt.

Mitten in der Südspitze Afrikas, im Nordwesten Botswanas liegt das Okavango-Delta – eines der größten und tierreichsten Feuchtgebiete Afrikas. Der mächtige Okavango-Fluss fächert sich dabei auf und versickert im Becken der Kalahari-Savanne. Zur Regenzeit verwandelt der Fluss dieses Becken in ein Paradies für alle dort lebenden Arten. Doch dieses Paradies ist bedroht, denn Wasser ist kostbar und begehrt unter der Sonne Afrikas. Auch durch die Unterstützung der Deutschen Umwelthilfe wurde das Delta 2014 als 1.000 Gebiet in die UNESCO-Liste des Welterbes der Menschheit aufgenommen. Ein Teilerfolg. Und wir machen weiter!

Lesen Sie hier mehr über unsere Arbeit im Okavango-Delta.

© Facundo - Fotolia.com

Mit unseren Lebendige Flüsse-Symposien waren wir in den letzten Jahren unter anderem in den Niederlanden sowie an der polnischen Grenze aktiv. Teilnehmer an unseren Symposien kamen aus den Niederlanden, Polen, Tschechien, Österreich und der Schweiz. Unser nächstes Symposium an der Donau wird den Fokus auf Österreich und die Balkan-Staaten richten. Darin geht es um das Überleben „lebendiger Flüsse“.

Am Stettiner Haff arbeiten wir im grenzüberschreitenden Projekt „Rewilding Oder Delta“ mit polnischen Partnern zusammen als Teil des Netzwerks „Rewilding Europe“ – als einzige deutsche Nichtregierungsorganisation, die für Rewilding steht, im einzigen deutschen Rewilding-Gebiet. Über die gleichnamige Stiftung sind wir im Habitat Forum ebenso auf EU-Ebene vertreten wie unmittelbar als EEB-Mitglied in der Working Group „Biodiversity“.

© DUH / Sabrina Schulz

Wir sind vernetzt in der internationalen Wildnis-Bewegung und waren auf den beiden letzten Welt-Wildnis-Kongressen 2009 in Mérida (Mèxico) und 2013 in Salamanca (Spanien) vertreten.  Dort haben wir insbesondere die „Wild Cities“ Initiative vorantreiben können.

Hier finden Sie mehr Informationen zum Weltwildniskongress und zur Workshopreihe Wild Cities.

© Zuzana Hudekova

Auch Verbraucher können persönlich ihren Beitrag zum Erhalt der globalen biologischen Vielfalt leisten. Indem sie Produkte wie Lebensmittel kaufen, die nachhaltig erzeugt und fair gehandelt wurden. Indem sie darauf achten, wieviel „Entwaldung“ im Palmöl oder anderen Tropenwaldprodukten steckt. Indem sie zum Beispiel beim Kauf von Kleidungsstücken auf Nachhaltigkeitssiegel und auf langlebige Qualitätsware achten.

Kontakt

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Ulrich Stöcker
Leiter Naturschutz
Tel.: 030 2400867-13
E-Mail: stoecker@duh.de

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