Freilebende Wisente in Deutschland
In der südwestfälischen Berglandschaft des Kreises Siegen-Wittgenstein wollen unsere Partner von Taurus Naturentwicklung e.V. das Experiment wagen und – nach einer Übergangsphase in einem Auswilderungsgehege – eine Gruppe von 8 bis 12 Wisenten in die Freiheit entlassen. Die kleine Population soll dann auf etwa 25 Tiere anwachsen. Ihre Ansiedlung mitten in Deutschland wird wichtige Erkenntnisse erbringen, wie sich die Lebensansprüche der Tiere mit den menschlichen Nutzungsinteressen vereinbaren lassen. Das Projekt wird helfen, Vorbehalte in der Bevölkerung gegenüber den beeindruckenden Pflanzenfressern abzubauen.
Weitere Wiederansiedlungen, nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Westeuropa könnten folgen.
Zustimmung für das Projekt kommt von vielen Seiten: Bevölkerung und Wandertouristen sind dafür, der zuständige Landrat steht hinter dem Projekt und der Ministerpräsident hat die Schirmherrschaft übernommen.
Moderne Naturschutzkonzepte erkennen mehr und mehr, wie wichtig die Integration großer Pflanzenfresser für den Erhalt und die Entwicklung der Biodiversität ist. Wisente tragen durch ihr Wirken – selektiver Verbiss, Tritt, Dung und Samenausbreitung – zur Differenzierung der Vegetationsstrukturen und erhöhter Dynamik eines Lebensraumes bei. Seltene Lebensraumtypen wie der Borstgrasrasen werden erhalten und die Bedingungen für an offene Landschaftsräume angepasste Tier- und Pflanzenarten werden sich spürbar verbessern. Zu ihnen gehört der Rauhfußkauz.
Für den langfristigen Erfolg ist es wichtig, dass die lokale Bevölkerung einbezogen wird und die Menschen einen Nutzen aus dem Vorhaben ziehen können. Der Wisent soll zu einem Markenzeichen der Region werden. Diese braunen Riesen in Freiheit zu beobachten, ist ein beeindruckendes Naturerlebnis.
Sie können helfen!
Der Ankauf der Tiere, wissenschaftliche und veterinärmedizinische Betreuung, der Bau eines Eingewöhnungs- und Schaugeheges sowie einer Beobachtungsplattform – das alles ist so sparsam wie möglich kalkuliert. Der wichtigste Grundbesitzer stellt seine Flächen ohne jede finanzielle Gegenleistung zur Verfügung, kleinere Flächen müssen jedoch hinzugekauft werden. Ein kleiner Entschädigungsfonds wird ebenfalls benötigt.
Für dieses einmalige Projekt benötigen wir etwa eine Million Euro, zwei Drittel davon werden aus staatlichen Fördermitteln finanziert, ein Drittel muss als Eigenanteil aus privaten Spendenmitteln aufgebracht werden. Mit jedem gespendeten Euro mobilisieren Sie zwei weitere aus öffentlichen Mitteln.
Oder übernehmen Sie mit einer Wald-Patenschaft dauerhaft Verantwortung! Bitte helfen Sie uns, die Rückkehr des Königs zu ermöglichen!
Größtes europäisches Säugetier
Eine massige Gestalt, der mächtige, tief gesenkte Kopf mit Hörnern, die bei Bullen bis zu 58 cm lang werden können, und ein dickes, zotteliges, kastanien- bis dunkelbraunes Fell sind charakteristische Merkmale dieser zu den Rindern zählenden Gras- und Raufutterfresser. Männliche Tiere erreichen eine Schulterhöhe von ca. 1,85 m, die Körperlänge liegt zwischen 2,50 m und 3,50 m. Die Haare sind an Hals und Nacken besonders lang. Beim Fellwechsel löst sich das alte Fell in großen Stücken ab. Wisente sind sehr standorttreu, Wanderungen werden meist nur durch Veränderungen im Nahrungsangebot ausgelöst.
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Pressemitteilungen
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- 01.02.2012 - Grüne Städte braucht das Land – Kongress für „Biologische Vielfalt in Kommunen“ in Frankfurt am Main
- 18.01.2012 - Michael Spielmann folgt Rainer Baake als Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe
- 21.12.2011 - Die große Transformation erfordert mehr politische Steuerung und Ressourceneffizienz
- 20.12.2011 - Jetzt erschienen: Umweltmagazin zeo2 – Sieben Milliarden Menschen und eine Erde




