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Küchenabfälle und Co.

Was gehört in die Biotonne?

Kartoffelschalen, Gartenabfälle, Schnittblumen – gehört alles in die Biotonne. Oder doch nicht? Wir klären, was in der braunen Tonne entsorgt werden kann und warum „kompostierbare“ Mülltüten problematisch sind.

Die Frage, was Biomüll ist und was nicht, beginnt schon vor der Entsorgung. Denn viele Abfälle, die eigentlich in die Biotonne gehören, lassen sich vermeiden. Das gilt besonders für Lebensmittel. Daher ist unser erster Tipp: Prüfen Sie, ob der vermeintliche Biomüll tatsächlich ein Fall für die Tonne ist.

Mindesthaltbarkeitsdatum

Ein abgelaufenes Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet nicht automatisch, dass Lebensmittel verdorben sind. Es zeigt nur an, bis zu welchem Zeitpunkt das Lebensmittel mindestens bei sachgerechter Lagerung haltbar ist.

Ist die Packung noch original verschlossen, lohnt sich also ein Kontrollblick: Sieht das Produkt gut aus, riecht es gut und besteht es einen Geschmackstest? Dann verwenden sie es. Ausnahmen sind rohes Fleisch, Fisch oder Eier.

Wenn nach einer Party oder vor einem Urlaub einmal etwas übrig bleibt, fragen Sie doch Ihre Nachbarn oder Freunde, damit nichts weggeworfen werden muss. Ähnlich funktioniert die Organisation Foodsharing. Dort kann man beispielsweise einen „Essenskorb“ erstellen und kleine wie große Mengen Essen weitergeben oder nicht mehr verkäufliche, aber noch einwandfreie Überschüsse bei Supermärkten, Bäckereien oder Restaurants abholen.

Die Kommune regelt, was Bioabfall ist

In Deutschland gibt es keine einheitliche Regelung, was in der Biotonne zu entsorgen ist, da nicht alle Abfälle in den örtlichen Kompostierungs- oder Vergärungsanlagen verarbeitet werden können. Im Zweifel hilft Ihnen die Abfallberatung Ihrer Kommune. Hier können Sie anrufen und nachfragen. Gemäß der Bioabfallverordnung sind folgende Abfälle in der Regel für die Biotonne geeignet:

  • Gemüseschalen und -reste (Achtung: Die Aufkleber auf Obst und Gemüse müssen vor der Entsorgung entfernt werden > sie gehören in den gelben Sack)
  • Obstkerne und -schalen
  • Essensreste
  • Kaffeesatz und -filtertüten
  • Gartenabfälle (Einige Kommunen bieten separate Entsorgungsmöglichkeiten für Grünabfälle an. Größere Mengen können in jedem Fall bei der örtlichen Sammelstelle abgegeben werden)
  • Topfpflanzen (auch mit Erde) (Ebenso)
  • Schnittblumen
  • Reste von Brot und Backwaren
  • Eierschalen (Für die Biotonne meistens kein Problem, für den heimischen Kompost aber ungeeignet)
  • Papiertaschentücher (Achtung: Sind die Tücher besonders reißfest oder parfümiert? Dann besser im Restmüll entsorgen)
  • Teebeutel (ohne Klammer)
  • Knochen
  • Nussschalen
  • Haare
  • Federn
  • Sägespäne (von unbehandeltem Holz)

Katze, Maus und Meerschwein: Wohin mit Kleintierstreu?

Viele Haustierbesitzer entsorgen die Einstreu für Meerschweine und Kaninchen oder das Katzenstreu auch in der Biotonne. Das ist nicht überall erlaubt. Wer ein Haustier hat, das in der Wohnung lebt, sollte sich also ganz konkret bei der zuständigen Abfallberatung informieren.

Achtung bei „kompostierbaren“ Plastiktüten!

Manche Plastiktüten werden mit den Worten „kompostierbar“ bzw. „biologisch abbaubar“ gekennzeichnet und sollen damit für die Sammlung von Bioabfall geeignet sein. Tatsächlich akzeptieren einige Kommunen bestimmte kompostierbare Bioabfallbeutel. Die meisten haben damit aber ein Problem: In den Kompostierungs- oder Vergärungsanlagen zersetzen sich die „biologisch abbaubaren“ Plastiktüten häufig nicht schnell genug und müssen deshalb aussortiert werden. Besser geeignet sind Papiertüten oder Zeitungspapier. Am besten werfen Sie ihren Biomüll aber direkt aus der Schüssel oder dem Eimer in die Tonne.

Kontakt

Copyright: Heidi Scherm

Thomas Fischer
Leiter Kreislaufwirtschaft
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Philipp Sommer
Stellvertretender Leiter Kreislaufwirtschaft
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