Im Einsatz für den Schallschutz

Schallschutz unter Wasser

In unseren Meeren ist es laut. Was weit von uns Menschen an Land entfernt scheint, beeinflusst die Unterwasserwelt und ihre Bewohner umso mehr. Fahrende Schiffe, der Bau von Offshore-Anlagen für Windkraft, Öl- und Gas-Plattformen und der Einsatz von Sonaren sind die größten Störfaktoren unter Wasser.

Besonders Meeressäugetiere wie Wale und Robben sind sehr empfindlich, geht es um den Geräuschpegel unter Wasser. So kommuniziert beispielsweise der Schweinswal über Schall mit seinen Artgenossen. Mit Hilfe seines Gehörs sucht er nach Nahrung, Partnern oder navigiert durch die Meere – ist dieser Kommunikationskanal gestört, kann das im schlimmsten Fall zum Tod der Tiere führen.

Meeressäugetiere wie Robben sind bei Lärm besonders empfindlich.© Jenny Sturm/Fotolia

Im Einsatz für den Schallschutz

Seit über fünf Jahren engagiert sich die Deutsche Umwelthilfe für den Unterwasser-Schallschutz. Ganz aktuell wendet sich die DUH gemeinsam mit anderen NGOs gegen die Exploration von Öl- und Gaslagerstätten im dänischen Teil der Nordsee. Diese würde eine immense Lärmentwicklung bedeuten, die sich verheerend auf die Walpopulationen rund um die Doggerbank, einer Sandbank in der Nordsee, auswirken würden.

Gemeinsam mit Wissenschaftlern und anderen Naturschützern fordert die DUH naturschutzrechtliche Schallschutz-Vorgaben bei der Erteilung von Genehmigungen und beim Bau von Offshore-Windparks zu berücksichtigen. Windparks in direkter Umgebung von europäischen Naturschutzgebieten sind dabei in besonderem Maße problematisch.

Ein wichtiger Aspekt ist, dass Bauaktivitäten auf See in Zukunft zeitlich und räumlich koordiniert werden. Auch andere Meeres-Nutzungen wie durch Fischerei, seismische Erkundung und Schiffsverkehr müssen in Schutzkonzepte mit einfließen. Zu diesen Themen hat die DUH bereits in den Jahren 2012 und 2014 Fachtagungen veranstaltet.

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Ulrich Stöcker
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